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Stress durch Wut und Ärger: Was man dagegen tun kann

Lesezeit: 2 Minuten Auch wenn manche Umstände eine andere Sprache zu sprechen scheinen: Niemand ist seinem Ärger und seiner Wut hilflos ausgeliefert. Sie haben zu jeder Zeit die Möglichkeit, angemessen mit dieser Art von Stress umzugehen. Wie bei vielen Dingen, liegt die Kunst darin das richtige Maß zur richtigen Zeit zu finden.

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Stress durch Wut und Ärger: Was man dagegen tun kann

Stress durch Wut und Ärger: Was man dagegen tun kann

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Sie sind dem Ärger und der Wut nicht hilflos ausgeliefert

Dem Ärger Luft machen. Oder die Wut raus lassen. Diese Tipps sind zweifelhaft. Zum einen führen Sie dazu, dass es unsere Umwelt hin und wieder mit einem Wüterich zu tun haben wird. Ehrlich: Wer will das schon? Zum andern verfestigen wir damit ein Verhalten, das uns selbst schadet. Indem wir den Stress immer nur nach außen tragen, verwehren wir uns, sinnvolle Bewältigungsstrategien zu erlernen.

Einige Techniken sind relativ einfach umzusetzen.

Den Dampf aus Wut und Ärger nehmen

Nicht nur Ärger und Wut verursachen Stress, sondern auch deren Auswirkungen. Darum ist es sinnvoll, rechtzeitig ein wenig „abzukühlen“. Dafür stehen Ihnen verschiedene Techniken zur Verfügung.

  • Auszeit. Die simpelste und gleichzeitig wirksamste Methode ist, sich aus der Situation, die Ärger und Wut macht, zu entfernen. Wenn Sie z. B. spüren, wie Ihr Herz anfängt laut zu klopfen, weil Ihr Partner wieder mal das Licht im Bad angelassen hat, dann gestatten Sie sich ein paar Momente, um durchzuatmen. Schauen Sie aus dem Fenster oder gehen Sie in einen anderen Raum. Schon nach kurzer Zeit reduziert sich der Ärger ganz von alleine. Das spart Ihnen den Stress der Auseinandersetzung, weil Sie nun weitaus ruhiger Ihren Standpunkt vertreten können.
  • Ablenkung. Wenn Sie die Situation nicht verlassen können, suchen Sie sich augenblicklich eine Möglichkeit, etwas anderes zu tun. Wenn Sie im Stau stehen, finden Sie zum Beispiel einen Radiosender, der ein Lied spielt, dass Sie mögen. Im Grunde bedeutet auch diese Technik eine Art von geistiger Auszeit. Sie beschäftigen sich mit etwas anderen, als mit Ihrer Wut oder Ihrem Ärger und vermindern ihn dadurch. Ihr Körper lässt den Stress los.
  • Humor. Stress kann man nicht immer auf die leichte Schulter nehmen und schon gar nicht mit einem Lächeln darüber hinweg gehen. Erst recht nicht, wenn man spürt, wie Ärger oder sogar Wut aufkommen. Versuchen Sie daher einmal folgendes: Bringt Sie jemand gerade dazu, rot zu sehen, stellen Sie sich die betreffende Person einfach in einem Clowns-Kostüm vor. Rote Nase und große Schuhe nehmen den Ernst aus jeder Konfrontation. Damit fällt es Ihnen leichter, Ereignisse in eine andere Perspektive zu bringen. Wut und Ärger lösen sich auf, der Stress verfliegt.

Positive Gedanken gegen Wut und Ärger

Wie Sie denken, bestimmt, wie Sie fühlen. Ist Ihre Aufmerksamkeit erst einmal auf negative Gedanken, wie „Das ist so unfair“ gerichtet, fällt es Ihnen schwerer, im Stress gelassen zu bleiben. Dem Ärger sind damit alle Türen geöffnet.

Überlegen Sie in einer ruhigen Minute, welche hilfreichen Gedanken, Ihnen die Wut ersparen können.

Beispiele

  • Vorher: „Ich bekomme das hin und wenn ich zu viel Ärger und Stress habe, gehe ich für ein paar Minuten vor die Türe.“
  • Während: „Ich atme tief durch und werde das nicht persönlich nehmen.“
  • Danach: „Das habe ich gut gemacht. Obwohl ich voller Wut war, hatte ich meine Stimme unter Kontrolle.“

Selbstbehauptung macht sicher und Ärger überflüssig

Eine weitere, eher auf längere Sicht angelegte Option, Wut und Ärger in den Griff zu bekommen, ist die, durchsetzungsfähig zu werden. Konkret bedeutet das, den eigenen Standpunkt klar und bestimmt zum Ausdruck zu bringen. Zeigen Sie Ihrem Gegenüber ohne Aggressionen Ihre Grenzen auf und stehen Sie dazu. Das schafft Transparenz und weniger Stress auch für den andern.

Wenn häufiger Ärger oder Wut zum ständigen Stress werden, sollten Sie etwas ändern. Versuchen Sie zu vermeiden, was zu vermeiden ist und überlegen Sie bei den übrigen Gelegenheiten, ob Sie Ihre Einstellung zu Ärger und Wut verbessern können.

Bildnachweis: Cara-Foto / stock.adobe.com

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