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Strategien gegen die Wut: So kämpfen Sie dagegen an

Lesezeit: 2 Minuten Im Gegensatz zu anderen Lebewesen besitzt der Mensch die Begabung sich selbst wahrzunehmen, sich eine Identität zu schaffen und diese zu beurteilen. Diese Darstellung projizieren Sie aus Ihrem Inneren nach außen. Sie sind der, der Sie sich vorstellen zu sein. Viele Menschen lehnen sich aufgrund eigener Urteile selbst ab. Die eigene Verdammung erzeugt massive psychische Schmerzen. Welche Strategien gibt es gegen die Wut?

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Strategien gegen die Wut: So kämpfen Sie dagegen an

Strategien gegen die Wut: So kämpfen Sie dagegen an

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Echtes emotionales Leid durch Selbstablehnung

Mögen Sie ein Kunstwerk, ein Gericht, eine Farbe, einen Geruch nicht, so ist das nicht tragisch. Lehnen Sie dagegen Teile von sich selbst ab, entstehen starke emotionale Schmerzen. Genau wie bei körperlichen Qualen, vor denen Sie sich etwa durch eine Schonhaltung schützen, vermeiden Sie alles was den Schmerz der eigenen Ablehnung intensiviert. Um weiteren Selbstverurteilungen aus dem Weg zu gehen und sich unangreifbar zu machen werden Mauern errichtet.

Zu den Abwehrsperren gehört die Wut. Daneben finden sich auch perfektionistisches Handeln, Prahlerei, unangebrachte Entschuldigungen oder die Alkohol- und Drogensucht.

Die Neigung zum Dogmatiker

Sind Sie der Typ der an andere Menschen überwiegend Forderungen stellt und Aufgaben strikt anordnet? Bei Nichterledigung, Ab- und Zurückweisung entsteht Wut. Schließlich wurden Sie als Souverän nicht anerkennt. Überlegen Sie, ob Sie statt einer Forderung lieber einen Wunsch äußern.

Sagen Sie statt  „Die Person muss das und das machen“ sich lieber „Ich würde mir wünschen, dass Sie das und das macht.“ Wird der Wunsch abgelehnt, ist das für Sie nicht so problematisch, als wenn Sie die Sache als Forderung gestellt hätten.

Nutzen Sie andere Gedankengänge um sich psychische Schmerzen zu ersparen

Denken Sie, wenn Sie kritisiert werden, dass mit Ihnen etwas nicht in Ordnung ist? Fühlen Sie sich bei Kritik angegriffen und werden wütend? Nicht die Kritik ist das eigentliche Problem. Es ist das Urteil, dass Sie daraus über sich selbst fällen. Wenn Sie glauben Anforderungen anderer nicht zu genügen, schwächt dies das Selbstwertgefühl.

Im Gegenzug werden andere heruntergemacht um den eigenen Geltungsdrang zu befriedigen. Auf diese Weise nutzen Betroffene den Wutanfall als Stütze für Ihren Selbstwert.

Jeder Mensch ist vielschichtig

Sind Sie mit dem Verhalten eines Kollegen nicht einverstanden, dann werten Sie ihn innerlich als unkollegial oder unschön ab. Gehen Sie in Gedanken weiter, so werden Stigma unter der Überschrift „unfähiger Blödmann“ oder „verdammter Idiot“ verteilt. Sie sind moralisch tonangebend. Das tut gut. Der Betroffene ist in seinem ganzen Wesen schlecht. Diese Vorgehensweise verschärft den Konflikt und die gegenseitige Wut.

Was ist der Sinn der Sache?

Sie kämpfen um Ihr Selbstwertgefühl. Sie haben das Empfinden, sich in einer Schlacht um Ihren guten Ruf zu befinden. So sehr Sie auch darauf beharren so ist der andere als Ganzes gesehen kein „verdammter Idiot“. Statt Kollegen zu verunglimpfen, schauen Sie lieber auf eigene Fehler. Niemanden kann Ihr Selbstwertgefühl bedrohen, außer Sie selbst. Andere Menschen können glauben was Sie wollen. Ausschlaggebend ist Ihre eigene Meinung von sich selbst.

Sagen Sie zu sich in solchen Situationen „Stopp“. Bedenken Sie, dass Sie vielleicht nur einmal leben. Überlegen Sie, ob es die Sache wert ist, kostbare Lebenszeit mit Wut zu vergeuden.

Bildnachweis: Racle Fotodesign / stock.adobe.com

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