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Steuerfreibeträge: Mündlich angeordnete Vermächtnisse können auch außerhalb des Testaments wirksam sein

In solchen Fällen dürfen auch Personen die Freibeträge nutzen, die im Testament selbst nicht aufgeführt sind. Diese erfreuliche Rechtsfolge ergibt sich aus zwei Urteilen des Bundesfinanzhofs (Az. XI R 18/06, II R 25/05).

Steuerfreibeträge: Mündlich angeordnete Vermächtnisse können auch außerhalb des Testaments wirksam sein

Wurde etwa auf dem Sterbebett ein Vermächtnis angeordnet, ist das steuerlich zu berücksichtigen. Vorausgesetzt, dass die Erben den Begünstigten das entsprechende Vermögen auch tatsächlich übertragen. Zu den Auswirkungen für Sie dieser Beispielfall:

Laut Testament ist die Ehefrau eines Verstorbenen die Alleinerbin. Es gibt jedoch noch zwei Kinder. Die Ehefrau macht geltend, dass ihr Mann ein Vermächtnis zugunsten der beiden Kinder angeordnet hat. Dann mindert das den Kindern übertragene Vermögen den Anteil des Erbes, den sie versteuern müsste. Die Kinder können ihrerseits die Steuerfreibeträge nutzen. Es bleiben daher 205.000 Euro für sie steuerfrei.

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