Computer Praxistipps

Stellen Sie Störungen an der USB-Schnittstelle dauerhaft ab

Lesezeit: 4 Minuten USB ist schon eine feine Sache: Sie schließen ein USB-Gerät einfach im laufenden Betrieb an und können es gleich verwenden. Nur wenn Windows ein Gerät nicht schon aus dem eigenen Treiber-Pool bedienen kann, müssen Sie vor dem ersten Einsatz noch den dazugehörigen Treiber installieren.

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Stellen Sie Störungen an der USB-Schnittstelle dauerhaft ab

Lesezeit: 4 Minuten

Etwas komplizierter wird es, wenn das USB-Gerät nach dem Anschluss nicht funktioniert oder Windows sich mit einer Fehlermeldung verabschiedet. Wie sie diese und andere Fehler sicher und schnell beheben, zeigt Ihnen dieser Beitrag.

Schnelle Soforthilfe, wenn Windows den USB-Stick nicht sofort erkennt

USB-Sticks sind praktisch und günstig für die schnelle Datensicherung oder als mobiler Datenträger. Stick einfach einstecken und schon wird er im Explorer angezeigt. Lästig wird es, wenn Windows den USB-Stick erst nach einer längeren Zeit oder überhaupt nicht erkennt.

Bei einem neuen Wechseldatenträger ist meist eine fehlende Partitionierung des Dateisystems der Auslöser. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie den USB-Stick einfach neu formatieren:

  1. Unter Windows 7 klicken Sie auf „Start – Ausführen“. Wenn Sie Windows 8 einsetzen, klicken Sie das Windows-Symbol links in der Taskleiste mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü den Eintrag „Ausführen“.
  2. Geben Sie den Befehl „diskmgmt.msc“ ein und bestätigen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche „OK“.
  3. Klicken Sie in der Datenträgerverwaltung den USBStick mit der rechten Maustaste an und wählen Sie den Eintrag „Formatieren“ aus.
  4. Als Dateisystem sollten Sie „exFAT“ bevorzugen. Bestätigen Sie dies mit einem Klick auf die Schaltfläche „OK“.

exFAT bietet Ihnen gegenüber dem älteren FAT32-Dateisystem die Unterstützung von Dateien mit mehr als 4 GByte Größe und ist unter verschiedenen Betriebssystemen einsatzfähig.

So klappt der Datenaustausch zwischen Windows, Linux, und dem Mac problemlos.

5. Anschließend sollte der USB-Stick im Explorer angezeigt werden.

Sollte der USB-Stick nach dessen Partitionierung immer noch nicht erscheinen, sollten Sie testweise den Laufwerksbuchstaben ändern.

Windows vergibt freie Laufwerksbuchstaben zwar automatisch, manchmal kommt es aber trotzdem vor, dass sich zwei USB-Geräte einen Laufwerksbuchstaben „teilen“ und es dadurch Probleme bei der Anzeige gibt.

  1. Aktivieren Sie wie oben beschrieben die „Datenträgerverwaltung“.
  2. Wählen Sie den USB-Stick mit der rechten Maustaste aus und klicken Sie den Eintrag „Laufwerksbuchstaben und Pfade ändern“ an.
  3. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Ändern“ und wählen Sie neben „Folgenden Laufwerksbuchstaben zuweisen:“ einen Eintrag am Ende des Alphabets, beispielsweise „X“.
  4. Nach einem Klick auf „OK“ sollte der USB-Stick angezeigt werden.

Kontrollieren Sie bei Performance-Problemen die USB-Schnittstelle

Obwohl Sie einen schnellen USB 3.0-Anschluss haben, dauert das Übertragen von komplexen Daten lange? Vielleicht ist Ihr USB-Gerät tatsächlich langsam: Schauen Sie am Gerät, welchen USB-Standard dieses unterstützt. Denn USB 3.0 stellt zwar eine theoretische Datenübertragungsrate von 5 GBit zur Verfügung.

Doch bei externen Festplatten mit USB 3.0 wird dieser Wert bei der Datenübertragung kaum erreicht, denn USB-Sticks erzielen je nach Qualität in der Regel weit weniger an Geschwindigkeit.

Kontrollieren Sie zusätzlich bei einer langsamen Datenübertragung, ob der USB 3.0-Anschluss auch genutzt wird. Viele PCs und Laptops besitzen aus Kostengründen nur einen USB 3.0-Kontroller. Dieser ist am Slot mit der Farbe Blau gekennzeichnet. Überprüfen Sie bei einer externen Festplatte auch das Kabel, welches bis zu 4,50 Meter lang sein darf und am Stecker ebenfalls mit der Farbe Blau gekennzeichnet ist.

Um festzustellen, ob Ihr PC oder Laptop USB 3.0 bereitstellt, schauen Sie auf der Vorderseite nach einem Aufkleber mit der Aufschrift „USB 3.0“ oder werfen Sie einen Blick in die „Systeminformationen“ von Windows:

  1. Unter Windows 7 klicken Sie auf „Start – Ausführen“, unter Windows 8 steuern Sie das Windows-Symbol links unten mit der rechten Maustaste an und wählen aus dem Kontextmenü den Eintrag „Ausführen“.
  2. Geben Sie den Befehl „msinfo32“ ein und bestätigen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche „OK“.
  3. Erweitern Sie den Ordner „Komponenten“ und klicken Sie auf den Eintrag „USB“.
  4. Kontrollieren Sie die USB-Root-Hubs – mindestens einer sollte mit „USB 3.0“ beginnen.

Beschleunigen Sie die Datenübertragung bei externen Festplatten

Eine langsame Datenübertragung könnte auch durch einen deaktivierten Schreibcache ausgelöst werden. Ist dieser bei externen Festplatten abgeschaltet, laufen alle Schreibvorgänge ohne die Nutzung dieses schnellen Zwischenspeichers, was zu einer Verzögerung der Datenübertragung führt. Aktivieren Sie deshalb immer den Schreibcache Ihrer externen Festplatte. Gehen Sie dazu wie folgt vor: 

  1. Stecken Sie die externe Festplatte an einen freien USBSlot an.
  2. Drücken Sie die Tastenkombination „Windowstaste“ + „Pause“ und klicken Sie unter Windows 7 zusätzlich auf das Register „Hardware“.
  3. Wählen Sie die Schaltfläche „Geräte-Manager“ aus und erweitern Sie den Eintrag „Laufwerke“.
  4. Doppelklicken Sie auf den Eintrag der USB-Festplatte.
  5. Aktivieren Sie im Register „Richtlinien“ die Option „Bessere Leistung“ und bestätigen Sie mit einem Klick auf „OK“.

Nachdem Sie den Schreibcache aktiviert haben, sollten Sie die externe Festplatte vor dem Trennen beim System abmelden. Denn sollten sich noch Daten im Schreibcache befinden oder gar noch Speichervorgänge aktiv sein, sind Datenverluste beim Abziehen des USB-Kabels die Folge.

  1. Klicken Sie dazu mit der linken Maustaste im Infobereich der Taskleiste auf das Symbol „Ausgeblendete Symbole anzeigen“.
  2. Wählen Sie das USB-Symbol aus und klicken Sie auf den Eintrag „Hardware sicher entfernen und Medium auswerfen“. Windows führt nun die in Bearbeitung befindlichen Speichervorgänge regulär zu Ende und überträgt im Cache verbliebene Daten auf die USBFestplatte.
  3. Sie erhalten dann die Meldung „Hardware kann entfernet werden“ angezeigt und können das USB-Kabel/ den USB-Stecker aus dem Slot ziehen.

Wenn USB-Geräte am Laptop plötzlich nicht mehr reagieren

Aus Energiespargründen schaltet Windows an mobilen Geräten angeschlossenen USB-Geräten bei längerer Untätigkeit den Strom ab.

Diese sinnvolle Maßnahme kann aber dazu führen, dass das Gerät anschließend nicht mehr aus dem Energiesparmodus aufwacht.

Abhilfe schafft hier das neuerliche Ab- und Anstecken des USB-Geräts oder eine Anpassung des Energiesparplans: 

  1. Klicken Sie in der Systemsteuerung auf „Hardware und Sound“ und dann auf den Eintrag „Energieoptionen“.
  2. Wählen Sie rechts des aktiven Energiesparplans den Eintrag „Energiesparplaneinstellungen ändern“.
  3. Klicken Sie im anschließend angezeigten Fenster auf „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“.
  4. Wechseln Sie nun zum Zweig „USB-Einstellungen – Einstellungen für selektives USB-Energiesparen“ und setzen die Option „Auf Akku“ auf „Deaktiviert“.

Bei Problemen mit USB-Geräten brauchen Sie vor allem eines: schnelle Hilfe mit wirksamen Lösungsmaßnahmen. Die wichtigsten Lösungen finden Sie in diesem Beitrag.

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