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Steigern Sie Ihr Selbstvertrauen durch intensive Selbstwahrnehmung

Lesezeit: 3 Minuten Jeder möchte natürlich gerne wissen, wer er eigentlich ist. Sie nicht auch? Und das sicherlich nicht zuletzt deshalb, weil Sie spüren, dass die Kenntnis über sich selbst die Grundlage ist, das eigene Leben aktiv zu gestalten, beispielsweise sein Selbstvertrauen zu steigern oder Ziele bewusst zu wählen.

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Steigern Sie Ihr Selbstvertrauen durch intensive Selbstwahrnehmung

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Ein tieferes Selbstverständnis geht außerdem mit größeren Leistungen einher: In einer Studie (Allan H. Church, 1997) wurden Selbstwahrnehmungs-Berichte von Managern mit den Beurteilungen verglichen, die ihre Mitarbeiter über sie abgaben.

Die besonders leistungsstarken Führungskräfte zeigten eine sehr hohe Übereinstimmung mit den Einschätzungen der Mitarbeiter. Sie verfügten also über eine bedeutend bessere Selbstwahrnehmung als die hinsichtlich ihrer Leistung als durchschnittlich eingestuften Führungskräfte.

Lesen Sie mehr über die fünf Quellen, die Ihnen dabei helfen können, ein intensiveres Selbstverständnis zu entwickeln:

Quelle 1: Ihre Selbstwahrnehmung
Die Grundlage aller Selbsterkenntnis ist es, sich selbst wahrzunehmen: Beobachten Sie, was in Ihrem Inneren vor sich geht und wie es Ihnen im Umgang mit anderen geht. Dafür ist es notwendig, öfter einmal innezuhalten, statt nur von einer Aktivität zur nächsten zu eilen. Betrachten Sie immer wieder in Ruhe Ihr Tun und dessen Auswirkung auf andere sowie Ihre Gedanken und Gefühle dazu.

Quelle 2: Rückmeldungen von Freunden und Bekannten
Eine sehr wichtige Quelle für Informationen über sich selbst ist die Einschätzung der Menschen, die regelmäßig Kontakt zu Ihnen haben. Wir mögen deren Rückmeldungen nicht immer, sie sind manchmal wenig schmeichelhaft oder auch schmerzlich. Aber wenn Sie von einigen Personen beständig Rückmeldungen bekommen, so sind diese eine wichtige Information über Ihr "öffentliches Selbst".

Quelle 3: Feedback am Arbeitsplatz
Eine aus Amerika kommende Praxis ist die kollegiale Leistungseinschätzung. Dabei werden die Teammitglieder aufgefordert, gegenseitig ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen und rückzumelden. Zwar ist nicht jede Rückmeldung für jede Person gleich wichtig oder hilfreich für die Erkenntnis über das eigene Selbst. Aber oft lassen sich aus den Hinweisen Tendenzen ablesen, über die es sich lohnt nachzudenken.

Diese Art der Einschätzung durch Kollegen ist bei uns noch nicht sehr weit verbreitet. Sie können natürlich dennoch Ihre Kollegen und Ihren Vorgesetzten um ein Feedback bitten – und Letzteres nicht nur beim Jahresgespräch. Und Sie können achtsam werden hinsichtlich der vielen kleinen Hinweise, die Sie täglich quasi nebenbei "geschenkt" bekommen.

Quelle 4: Professionelles Coaching
In zunehmendem Maße finden individuelle Beratungsformen in die Wirtschaft Eingang, die helfen, mehr über sich selbst, den Umgang mit sich selbst und den eigenen Fähigkeiten zu erfahren. Karriereberatung oder Coaching durch geschulte, erfahrene Berater kann eine Bereicherung in der Selbsterkenntnis sein. Sie können selbst wählen, ob Sie einen solchen Berater über einen längeren Zeitraum oder für sehr kurze Zeit für eine bestimmte Fragestellung heranziehen.

Quelle 5: Das Selbstporträt
Dies ist ein sehr effektiver Weg, sich seiner selbst bewusst zu werden. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Ihrem Selbst können Sie ein "wahres" Selbstporträt erstellen – wahr für den Augenblick, denn Sie sind ja stetig in der Entwicklung begriffen. Machen Sie also öfter mal eine Selbstbeschreibung. Und nehmen Sie dabei folgende Trennung vor: Beschreiben Sie sowohl

– Ihr öffentliches Selbst, also so, wie Sie von anderen wahrgenommen werden, als auch
– Ihr privates Selbst, das heißt so, wie Sie im Inneren denken und sich fühlen.

Sie können beispielsweise bei einem der folgenden Stichworte ansetzen:
– Wer bin ich?
– Wer bin ich in Situationen mit anderen (Familie, Freunde etc.)?
– Wer bin ich am Arbeitsplatz?
– Wie ist meine äußere Erscheinung?
– Was ist mein Körpertyp?
– Welches sind meine herausragenden Seiten, die positiven und weniger positiven?
– Welche sind wichtige Einstellungen zu mir selbst?
– Welche sind wichtige Einstellungen zum Leben?
– Was sind meine Wertvorstellungen?

Bleiben Sie, nachdem Sie sich für eine Fragestellung entschieden haben, hartnäckig dran und befassen Sie sich mit dieser einen Frage so, wie es in der Sofort-Übung beschrieben ist:

Sofort-Übung: Selbstporträt
1) Sorgen Sie dafür, dass Sie ungestört sind. Nehmen Sie sich ein Stück Papier und einen Stift.
2) Stellen Sie sich selbst die Frage: Wer bin ich? Schreiben Sie die Antwort auf. Vielleicht taucht als Erstes Ihr Name auf.
3) Stellen Sie sich erneut die Frage: Wer bin ich? Schreiben Sie auch diese Antwort auf. Und stellen Sie sich dann wieder die Frage: Wer bin ich?
4) Gehen Sie dann immer weiter genauso vor. Bleiben Sie – unabhängig davon, was Sie sich als letzte Antwort notiert haben und was Ihnen durch den Kopf geht – immer bei der Ausgangsfrage.
5) Beenden Sie nach etwa zehn Minuten für heute die Übung. Auf diese Weise kommen Sie von den Definitionen, die Sie über sich haben, von den eher nach außen gerichteten Wahrnehmungen zu einer tieferen Innenwahrnehmung.

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