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Ständiger Harndrang: Leiden auch Sie unter einer Reizblase?

Lesezeit: 2 Minuten Bei einer Reizblase leiden die Betroffenen unter einem extrem starken Harndrang, der urplötzlich auftritt und nicht unterdrückt werden kann. Im Normalfall tritt dieser Harndrang erst auf, wenn die Blase gut gefüllt ist. Bei einer Reizblase tritt dieser zwingende Harndrang jedoch schon auf, wenn die Blase nur gering oder normal gefüllt ist.

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Ständiger Harndrang: Leiden auch Sie unter einer Reizblase?

Ständiger Harndrang: Leiden auch Sie unter einer Reizblase?

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Eine Reizblase kann Belastungen im Alltag noch verschlimmern

Betroffene leiden darunter, sehr häufig und sofort auf die Toilette zu müssen. Dies kann zu enormen Beeinträchtigungen im Alltag führen. Nicht immer ist eine Toilette in der Nähe und nicht in jeder Arbeits- oder Freizeit-Situation ist der plötzliche und häufige Gang auf die Toilette überhaupt möglich. Dazu kommt die Angst, die Toilette nicht mehr rechtzeitig zu erreichen und unfreiwillig Urin zu verlieren.

Zudem leiden Betroffene nicht nur tagsüber unter der Reizblase. Auch die Nacht wird erheblich gestört. Häufiges Erwachen in der Nacht und mehrere Toilettengänge sorgen dafür, dass Betroffene am nächsten Tag meist nicht ausgeruht erwachen. Sie leiden tagsüber unter Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten – zusätzlich zu den ständigen Toilettengängen.

Ursachen einer Reizblase

Teilweise geht einer Reizblase eine Blasenentzündung voraus oder es liegt eine Störung des Blasenmuskels vor. Bereits bei normaler oder aber auch schon bei geringer Füllmenge der Blase zieht sich die Blasenmuskulatur zusammen und der plötzliche, sehr starke Harndrang entsteht. Auch Stress, Nervosität und Kummer können Ursache einer Reizblase sein. Frauen sind von einer Reizblase wesentlich häufiger betroffen als Männer.

Zudem gibt es unterschiedliche Ausprägungen einer Reizblase. Während einige lediglich unter einem starken, teilweise sogar schmerzhaften, Harndrang leiden, können andere den Harn in so einer Situation nicht mehr halten
und es kommt zum unfreiwilligen Harnabgang, der die Betroffenen psychisch sehr belastet.

In den meisten Fällen ist die Lebensqualität eingeschränkt. Das Leben wird danach ausgerichtet, immer schnell eine Toilette aufsuchen zu können. Zusätzlich besteht die Angst, die Toilette nicht rechtzeitig zu erreichen und unfreiwillig Harn zu verlieren. Den meisten Betroffenen ist ihr Leiden peinlich und sie sprechen nicht darüber. Es ist ein Tabuthema.

Dabei ist eine Reizblase kein seltenes Phänomen, sondern im Gegenteil sehr weit verbreitet. Aus Schamgefühl unterbleibt der Arztbesuch. Dabei gibt es in vielen Fällen, Möglichkeiten der Therapie.

Wie wird die Diagnose Reizblase vom Arzt gestellt?

Häufiges Wasserlassen kann ein Hinweis auf eine Reizblase sein. Daher erfragt der Arzt zunächst, wie häufig Sie auf die Toilette gehen und wie groß die jeweils abgegebene Harnmenge ist. Zusätzlich interessiert den Arzt, wie viel Sie pro Tag trinken.

Unterstützen kann der Patient die Diagnosefindung, indem er über einen längeren Zeitraum von einigen Wochen ein sogenanntes Miktionstagebuch führt. Dazu wird täglich notiert, wie häufig Wasser gelassen worden ist, wie groß die Urinmenge jeweils gewesen ist und wie viel jeweils pro Tag getrunken wurde. Außerdem wird auf einer Skala notiert, wie stark der Harndrang vor dem Toilettenbesuch gewesen ist.

Die Diagnose Reizblase ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose. Erst wenn der Arzt keine körperlichen Ursachen für das häufige Wasserlassen findet, wird die Diagnose Reizblase gestellt. Zunächst aber wird der Urin auf Erreger untersucht. Finden sich keine Hinweise auf eine Nieren- oder Harnwegsinfektion, spricht dies für eine Reizblase. Zu den körperlichen Untersuchungen gehören Untersuchungen der äußeren Genitalien, Damm und dem Enddarm.

Scheuen Sie sich nicht davor einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann Ihnen bei Ihrem Problem mit der Reizblase weiterhelfen.

Bildnachweis: gballgiggs / stock.adobe.com

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