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Stachelbeerrost vorbeugen und bekämpfen – so geht’s

Lesezeit: 2 Minuten Stachelbeeren sind mit Erdbeeren die ersten Früchte, die in unseren Gärten reifen. Selbst unreif und noch sehr sauer sind sie in der Küche als Kuchenbelag beliebt. Süß werden Stachelbeeren erst dann, wenn sie vollkommen ausgereift sind. Ihr Zuckergehalt wird in der Vollreife nur noch von Weintrauben übertroffen. Allerdings besteht die Gefahr des Stachelbeerrosts.

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Stachelbeerrost vorbeugen und bekämpfen – so geht’s

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Stachelbeerrost vorbeugen und bekämpfen – so geht’s

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Das Beerenobst wehrt sich gegen die Ernte

Obwohl sich die Sträucher mit Dornen dagegen wehren, ihre Früchte herzugeben, sind sie nicht sehr anspruchsvoll. Einmal gepflanzt, ab und zu gedüngt und regelmäßig geschnitten, bringen Stachelbeeren am richtigen Standort über mehrere Jahre gute Ernten. Dabei darf es auch ein halbschattiger Platz im Garten sein.

Staunässe wird nicht vertragen, lang anhaltende Trockenheit ebenso nicht. Dann fallen die Früchte vor der Reife ab. Unter den Sträuchern empfiehlt sich eine Mulchschicht, denn beim Hacken haben Sie schnell die flachen Wurzeln beschädigt. Für eine Düngergabe mit Kompost oder organischem Dünger sind Stachelbeeren zwar dankbar, aber Sie sollten nicht zu viel düngen. Wachsen die Triebe des Beerenobstes zu schnell, werden sie weich und sind leider anfälliger gegen den gefürchteten Amerikanischen Stachelbeerrost. Es ist ein echter Mehltaupilz (Sphaerotheca mors-uvae), der um 1900 nach Europa eingeschleppt wurde.

Stachelbeerrost – so beugen Sie vor

Manch Gärtner hat seine Stachelbeeren aus dem Garten verbannt. Inzwischen sind jedoch mehltaufeste Sorten im Handel, die bei der richtigen Pflege nur noch sehr selten befallen werden. Wenn Sie neue Stachelbeeren pflanzen, achten Sie auf solche Züchtungen. Wichtig ist es, die Sträucher nicht zu dicht wachsen zu lassen. Das Auslichten erfolgt bereits im Sommer direkt nach der Ernte. Es reicht, wenn Sie fünf bis acht Grundtriebe stehenlassen. Alte Triebe werden direkt über dem Boden entfernt.

Zwischen den Ästen muss Luft zirkulieren. Gleichzeitig erhalten die Früchte mehr Sonne und werden süßer. Mit einer Schachtelhalmbrühe können Sie zusätzlich vorbeugend spritzen. Ein weiteres Hausmittel ist eine Mischung aus einem Liter Wasser, einem Päckchen Backpulver (10 Gramm) und 10 ml Rapsöl. Die gut vermischte Lösung wird ab Mai auf die Blätter und deren Unterseite gesprüht, bis diese richtig nass sind. Das wiederholen Sie alle sieben bis zehn Tage. Das Backpulver wirkt pflanzenstärkend. Auch mit Brennnesseljauche können Sie die Sträucher verwöhnen.

Im Winter greifen Sie ruhig noch einmal zur Schere. Dann werden die frischen Triebspitzen bis zu einem Drittel gekürzt. Da sich an den einjährigen Trieben keine Blüten bilden, hat dieser Rückschnitt keine negativen Folgen für die Ernte. Sollte sich der Pilz dennoch einmal zeigen, schneiden Sie die befallenen Pflanzenteile sofort heraus und vernichten diese. Gartenabfälle von kranken Pflanzen gehören nicht auf den Kompost. Beim Gießen achten Sie darauf, dass die Blätter bis zur Nacht wieder abgetrocknet sind.

Mehltaufeste Stachelbeeren – einige Sorten

Sicher spielen viele Kriterien beim Kauf von neuen Stachelbeersträuchern eine Rolle. Neben Geschmack und Aussehen (grün, gelb oder rot), sind die Bedornung und die Mehltaufestigkeit von Bedeutung. Widerstandsfähig gegen Mehltau und gleichzeitig nur einfach bestachelt ist die rotgrüne Sorte Captivator. Ähnlich in den Eigenschaften sind die beiden roten Beeren Pax und Spinefree. Auch die Sorte Rote Eva ist hier zu nennen, allerdings ist sie etwas mehr bestachelt. Sehr beliebt als Naschfrucht ist die alte angenehm süße Sorte Hönings Früheste. Sie wurde 1902 gezüchtet und braucht vorbeugend gegen den Stachelbeermehltau einen regelmäßigen Schnitt und die pflegende Hand des Gärtners.

Weitere Sorten:

  • Hinnomäki (gelb, rot oder grün) aus Finnland: geringe Mehltauanfälligkeit, mittelstark bestachelt
  • Mucurines: grüne, große Früchte, ertragreich: bei Trockenheit kann Mehltau auftreten
  • Invicta: hellgrüne leicht behaarte Frucht, süß-sauer, weniger zum Naschen geeignet, sehr stark bestachelt, starker Wuchs, Mehltau an ungünstigem Standort möglich

Wenn Sie Stachelbeeren lieben und mehr als einen Strauch pflanzen wollen, mischen Sie die Sorten ruhig. Frühe bis späte Reife sorgt dafür, dass Sie den ganzen Juni und Juli ernten können. Zusätzlich fördert es den Ertrag, wenn Sie verschiedene Züchtungen pflanzen.

Bildnachweis: fotolesnik / stock.adobe.com

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