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SQURE, SIMSme, Threema – Ihre sicheren WhatsApp-Messenger-Alternativen

Lesezeit: 3 Minuten Die Geheimdienste geben sich inzwischen kaum noch Mühe, die totale Überwachung abzustreiten. Mit den Apps SQURE Messenger, SIMSme und Threema stehen Ihnen für Android drei Messenger zur Verfügung, die ein bei Weitem höheres Sicherheitspotenzial als der Platzhirsch WhatsApp bieten. So bleiben Ihre E-Mails und SMS-Botschaften wieder eine alleinige Sache zwischen Ihnen und Ihrem Nachrichtenempfänger.

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SQURE, SIMSme, Threema – Ihre sicheren WhatsApp-Messenger-Alternativen

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Zu den "Must-have-Apps" auf einem Android-Smartphone gehören Messenger. Schließlich ist die Telefonie schon beinahe out und SMS nur noch was für Ewiggestrige. Mit den folgenden drei Alternativen zum marktführenden, inzwischen Facebook gehörenden Messenger "WhatsApp" bleiben Sie sicher in Kontakt.

1. Neue Android-App "SQURE Messenger" macht Schluss mit der Spionage

Die kostenlose Android-App "SQURE Messenger" sorgt für einen völlig unbekümmerten SMS-Austausch unter Freunden, Verwandten und Geschäftspartnern. Denn alle Nachrichten werden ab sofort noch auf dem Gerät sicher verschlüsselt und anschließend als Buchstabensalat verschickt, den kein Geheimdienst dieser Welt mehr heimlich dekodieren kann. So werden die Botschaften wirklich nur von dem gelesen, für den sie auch bestimmt sind – vom Empfänger.

Immer neue Datenschutzskandale erschüttern die mobile Welt. Können die Geheimdienste die von den Anwendern ausgetauschten E-Mails und SMS-Botschaften wirklich heimlich mitlesen? Wer dieser Diskussion ganz aus dem Weg gehen möchte, verwendet die neue Messenger-App "SQURE Messenger". Sie lässt sich kostenfrei auf dem Android-Smartphone oder dem Tablet installieren – und erlaubt es anschließend, zwischen den Nutzern der App SMS-Nachrichten auszutauschen, die kein Außenstehender mehr entziffern kann.

Die App verwendet noch auf dem eigenen Gerät eine 4.096-Bit RSA- und eine 256-Bit AES-Verschlüsselung, um aus jeder Textbotschaft einen wirren Buchstabensalat zu machen, der keinen Sinn mehr ergibt. Diese verschlüsselten Zeichen werden übertragen – und erst auf dem Gerät des Empfängers wieder in die lesbare Form zurückkodiert. Auf diese Weise gewährt der "SQURE Messenger" ein Maximum an Sicherheit – und sorgt zugleich dafür, dass neue Nachrichten nur von dem gelesen werden, für den sie auch bestimmt sind.

Übrigens hat auch der App-Entwickler VAPC keinen Zugriff auf die ausgetauschten Nachrichten. Der Name SQURE ("secure" ausgesprochen), macht der App also alle Ehre. SQURE verschlüsselt übrigens auch alle Applikationsdaten wie das Telefonbuch oder bereits gelesene Nachrichten.

Wichtig: Die klassische, unsichere Methode, SMS-Nachrichten zu versenden, kann natürlich parallel zum "SQURE Messenger" weiterhin verwendet werden. Die Installation der App finden Sie an diesem Direktlink im Google Play Store.

2. Deutsche Post startet Messenger-App "SIMSme"

Die Messenger-App "WhatsApp2 ist überaus beliebt, und überaus unsicher. Nun bietet die Deutsche Post mit der neuen App "SIMSme2 eine Alternative für den kostenlosen Versand von Nachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Der – Serverstandort Deutschland garantiert Einhaltung deutscher Datenschutzgesetze, es findet keine Nutzung für Werbezwecke statt.

Die Deutsche Post startet ab sofort einen kostenlosen Messenger-Dienst. Mit der App "SIMSme" können Kunden sicher Textnachrichten sowie Bilder, Videos, Kontakte und Informationen über den eigenen Standort verschicken. Das Besondere an SIMSme ist der hohe und verlässliche Schutz der Daten.

Alle Nachrichten werden automatisch beim Absender verschlüsselt und können nur beim Empfänger wieder entschlüsselt werden. Diese sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung macht das Mitlesen durch Dritte unmöglich. Alle Daten werden ausschließlich auf Servern in Deutschland abgelegt und die Nachrichten nach der Zustellung beim Empfänger von den Servern gelöscht.

Während andere Messenger-Dienste sich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen die Zustimmung der Kunden geben lassen, dass alle Inhalte, auch Bilder, ohne Einschränkung und in allen Medienformaten und über alle Kanäle weiterverbreitet werden können, behält der Nutzer bei SIMSme seine Rechte.

Wer ganz sensible Nachrichten verschicken möchte, kann zusätzlich SIMSme für 0,89 Euro mit einer Selbstzerstörungsfunktion für diese Daten ausstatten. Diese kann dann bei Bedarf für alle Nachrichten angewendet werden und stellt ein Mehr an Sicherheit für diejenigen Nutzer dar, die ihre Daten und Bilder nicht dauerhaft im Netz sehen möchten.

Die neue App SIMSme steht ab sofort für Apple iPhones und Android-Smartphones kostenlos in den jeweiligen Stores zum Download bereit. Die Anmeldung zu SIMSme erfolgt nur über die eigene Mobilnummer. Diese braucht die Deutsche Post, um den Account zu verifizieren und um sie verschlüsselt mit anderen Kontakten aus dem lokalen Telefonbuch abzugleichen.

Denn so erfährt der Kunde, welcher Kontakt aus seinem Telefonbuch ebenfalls SIMSme nutzt und mit wem er somit sicher kommunizieren kann. Sollte ein Adressat noch nicht bei SIMSme registriert sein, kann der Nutzer ihn direkt aus der App per SMS, Facebook oder E-Mail einladen, sich auch bei SIMSme anzumelden.

SIMSme wurde umfassend von mediaTest digital in Kooperation mit TÜViT (TÜV Nord Group) geprüft und als "Trusted App" ausgezeichnet. Auch ein Einsatz von SIMSme als sicheres – dann allerdings kostenpflichtiges – Kommunikationswerkzeug in Unternehmen ist für die Zukunft denkbar. Weitere Infos und die Installationslinks der App finden Sie unter sims.me.

3. Threema – der Sieger der Stiftung Warentest

Im Vergleich der WhatsApp-Messenger-Alternativen hat bei der Stiftung Warentest "Threema" mit der Bewertung "unkritisch" den Vergleich gewonnen. Hauptgründe: Die Schweizer App enthält eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, es werden keine Nutzerdaten unverschlüsselt übertragen.

Zudem werden Adressbucheinträge nur mit Zustimmung des Nutzers und in pseudonymisierter Form gespeichert. Bei der Pseudonymisierung werden die Adressbucheinträge durch ein Pseudonym wie eine Buchstaben- oder Zahlenkombination ersetzt, wodurch die Identifizierung praktisch ausgeschlossen ist.

Threema ist allerdings im Gegensatz zu den anderen Apps nicht kostenlos, sondern kostet in der Android-Version einmalig 1,60 Euro. Weitere Infos: threema.ch/de/

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