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Sportwetten: Worauf Sie bei Büro-Tippgemeinschaften achten müssen

Lesezeit: 4 Minuten Im beruflichen Alltag werden aus Kollegen schnell Freunde oder wenigstens gute Bekannte. Kreuzen sich nicht nur die Wege am Drucker, sondern entdecken Angestellte außerdem ihre gemeinsame Leidenschaft für Sportwetten, liegt der Gedanke an die Gründung einer Tippgemeinschaft nahe. Damit das jedoch unkompliziert und vor allem sicher gelingt, sollten alle Beteiligten die fünf folgenden Tipps beherzigen.

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Sportwetten: Worauf Sie bei Büro-Tippgemeinschaften achten müssen

Sportwetten: Worauf Sie bei Büro-Tippgemeinschaften achten müssen

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1. Den richtigen Anbieter finden

Bevor es losgehen kann, braucht es selbstverständlich einen passenden Anbieter für Sportwetten. Die Branche ist dank ihrer immer weiter steigenden Beliebtheit heute sehr breit aufgestellt, weswegen die letztendliche Entscheidung nicht immer leicht fällt. Eine der wichtigsten Fragen, die sich Tippgemeinschaften stellen sollten, ist die nach der jeweiligen Sportart. Nicht jeder Sportwetten Anbieter ermöglicht das Wetten auf alle Sportarten, weswegen beispielsweise Wetten im Bereich Segeln oder Surfen eher selten angeboten werden. Besonders leicht haben es Tippgemeinschaften jedoch, wenn sie auf klassische Sportarten wie Fußball wetten.

Ist der richtige Anbieter für die gewünschte Sportart gefunden, darf auch ein Sicherheitscheck nicht fehlen. So sollte das jeweilige Unternehmen auf seiner Webseite klare Angaben zu seiner Lizenz machen können. Wurde diese in Ländern wie Malta, Großbritannien oder gar Deutschland vergeben, gibt es kaum Grund für Zweifel. Auch ein TÜV-Zertifikat, über das manche Anbieter inzwischen verfügen, ist ein guter Hinweis auf Seriosität. Darüber hinaus sollten sich Suchende ebenfalls mit neutralen Kundenbewertungen beschäftigen und sich für einen Anbieter entscheiden, der bisher nicht durch unseriöses oder gar rechtswidriges Verhalten aufgefallen ist.

Weitere Hinweise auf einen sicheren und kundenfreundlichen Sportwetten Anbieter sind:

  • ein kostenfreier und gut erreichbarer Kundenservice
  • sichere Zahlungsarten wie PayPal oder SofortÜberweisung
  • ein vollständiges Impressum.

Letztlich sollten alle Mitglieder der Tippgemeinschaft von Beginn an einverstanden mit der Wahl des Anbieters sein. Kommt es dann zu Schwierigkeiten, lassen sich diese ohne Vorwürfe aus der Welt schaffen.

2. Einen Hauptverantwortlichen ernennen

Nach der Auswahl des passenden Anbieters sollte innerhalb der Tippgemeinschaft eine Person ausgewählt werden, die sich künftig um wichtige Angelegenheiten wie das Einsammeln von Geld, die Abgabe von Tipps und die Verwaltung der Gewinne kümmert. Dieser Schritt ist besonders wichtig, um mögliche Streitigkeiten und Unübersichtlichkeit zu vermeiden.

Entscheidungen über das weitere Vorgehen sollten selbstverständlich stets gemeinsam getroffen werden. Am besten gelingt das, wenn sich alle Mitglieder der Tippgemeinschaft regelmäßig zusammensetzen und über ihre nächsten Wetten und mögliche Gewinne sprechen. Der Hauptverantwortliche macht sich bei solchen Gesprächen Notizen und setzt die gemeinsamen Beschlüsse dann in die Tat um. Er ist es auch, der sein persönliches Konto für die Zahlung der Wetteinsätze und die Überweisung der Gewinne zur Verfügung stellt.

3. Kein Tipp ohne Vertrag

Einen Vertrag zu schließen, wird bei der Gründung einer Tippgemeinschaft häufig vergessen. Das Problem hierbei ist jedoch, dass der Verzicht auf ein solches Schriftstück sowohl steuerliche als auch persönliche Probleme nach sich ziehen kann.

Sportwetten: Worauf Sie bei Büro-Tippgemeinschaften achten müssen
Ein Vertrag verhindert die nachträgliche Besteuerung von Gewinnen.

Im Vertrag festgehalten werden sollte zunächst, wer hauptverantwortlich für die Tippgemeinschaft ist und welche Mitglieder sie umfasst. Außerdem verständigen sich alle Mitglieder hier auf die künftigen Wettbereiche, das gemeinsame Budget und das Vorgehen im Gewinnfall. Ein hilfreiches Muster für einen solchen Vertrag bietet serviceseiten50plus.de. Mit der Unterschrift unter den Vereinbarungen geben alle Mitglieder Ihr Einverständnis ab, was Missverständnisse und Streit in der Zukunft verhindert.

Doch ein Vertrag wirkt sich auch auf die Besteuerung von Gewinnen aus. So kann es passieren, dass im Gewinnfall nur derjenige einen steuerfreien Gewinn erhält, der denn letztendlichen Tipp abgegeben hat. Leistet er dann Zahlungen an seine Tippkollegen, handelt es sich im Zweifelsfall um eine Schenkung, die wiederum besteuert werden muss. Der Vertrag dient dann als Nachweis für die Beteiligung aller Mitglieder an der platzierten Wette und verhindert, dass das Finanzamt Ansprüche stellt.

4. Ein klares Budget festlegen

Es gibt nichts ärgerlicheres als eine Tippgemeinschaft, in der sich die Mitglieder nicht über die Höhe ihrer Einsätze und die regelmäßigen Ausgaben einig sind. Daher ist es unabdingbar, schon vor dem Vertragsschluss ein gemeinsames Meeting anzusetzen, bei dem ausschließlich die finanziellen Belange Thema sind. Hier können alle Mitglieder ihre persönliche Meinung äußern und Vorschläge machen. Wichtig ist, dass bei diesem Gespräch alle Teilnehmenden anwesend sind, um eine spätere Wiederholung zu vermeiden.

Wie die Tippgemeinschaft zu einem gemeinsamen Budget kommt, ist dabei recht individuell. Es ist von großer Bedeutung, dass keines der Mitglieder über seine persönlichen Möglichkeiten hinaus zur Teilnahme an Sportwetten gezwungen wird. Daher hilft es, wenn jedes der Mitglieder sich schon vorab Gedanken darüber macht, wie viel Geld er oder sie monatlich in die Tippgemeinschaft investieren möchte. Liegen die erzielten Werte sehr weit auseinander, sollte ein Kompromiss geschlossen werden, mit dem jeder dauerhaft zufrieden ist. Schließlich sind auch spätere Anpassungen noch möglich und ein Start mit besonders hohem Budget erweist sich ohnehin nicht  nicht als unbedingt sinnvoll.

5. Arbeitszeit und Wettzeit klar voneinander trennen

Sportwetten sind eine aufregende Angelegenheit. Schließlich geht es hier nicht nur um Geld alleine, sondern auch um den Nervenkitzel. Brennen alle Mitglieder der Tippgemeinschaft für eine bestimmte Sportart wie beispielsweise Fußball oder Pferderennen, ist das Ausleben der gemeinsam Freude daran selbstverständlich erwünscht. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn sich im Laufe der Zeit keine klare Grenze zwischen Job und Sportwette mehr ziehen lässt.

Sportwetten: Worauf Sie bei Büro-Tippgemeinschaften achten müssen
Spaß an Sportwetten sollten alle Mitglieder nur in der Freizeit ausleben.

So kann die Beschäftigung der Angestellten mit Sportwetten auch der Arbeitgeber sauer aufstoßen. Auch anwaltauskunft.de macht deutlich, dass Wetten eine mögliche Ablenkung darstellen können und Mitarbeiter davon abhalten, ihre eigentlichen Aufgaben wahrzunehmen. Im schlimmsten Fall kann dies zu unangenehmen Konsequenzen wie Abmahnungen führen. Eine klare Trennung ist daher nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt erforderlich.

So sollten sich die Mitglieder einer Tippgemeinschaft nur in den Pausen mit ihren Wetten und der Gründung der Gemeinschaft beschäftigen. Noch besser ist es, wenn sich Termine außerhalb der Arbeitszeit finden lassen. Regelmäßige Treffen in Bars, Restaurants oder auch bei den Mitgliedern zuhause geben dem Wetten seinen Status als Hobby zurück. Der schöne Nebeneffekt für alle Beteiligten: Auch die Freizeit gestaltet sich dank der neuen Gemeinschaft etwas abwechslungsreicher und soziale Kontakte festigen sich.

Bildnachweise:
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