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Sport: Aerobic verbessert die Ausdauer

Lesezeit: 3 Minuten Jane Fonda machte den Trendsport Aerobic in den 70er Jahren weltberühmt. Das Erfolgsrezept dafür war einfach: Rhythmisches Ausdauertraining zu Popmusik gepaart mit tänzerischen Choreographien. Auch heute erfreut sich Aerobic noch großer Beliebtheit, allerdings unter anderen Namen: Step, Low- oder High-Impact heißen moderne Varianten davon.

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Sport: Aerobic verbessert die Ausdauer

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Als der Mediziner Kenneth Cooper Ende der 60er Jahre forschte, wusste er noch nicht, welchen Boom das später einmal auslösen würde. Er wollte einen neuen Bewegungsablauf entwickeln, um Herz und Lunge zu stärken. Als Ergebnis seiner Forschungen veröffentlichte er 1976 ein Buch mit dem Namen „Aerobics“. Darin konzentrierte er sich hauptsächlich auf aerobes Ausdauertraining. Als aerob werden Sportarten bezeichnet, bei denen der Körper die benötigte Energie unter Zufuhr von Sauerstoff gewinnt.

Aerobic boomt in den USA und Europa
Kurz nachdem das Buch erschien, war mit Aerobic eine neue Sportart geboren. Ende der 70er Jahre entwickelte sich Aerobic zu einer Trendsportart in Europa und den USA. Kaum jemand konnte sich dem entziehen. Viele Fitnesstrainer begannen, Ausdauertraining in ihre Gymnastikprogramme einzubinden.

Hauptverantwortlich für den weltweiten Durchbruch war schließlich die Schauspielerin Jane Fonda. Sie vermarktete ihr Gymnastikprinzip unter dem Namen Aerobic. Gerade junge Frauen fühlten sich – auch weil Fonda so bekannt war – davon angesprochen und probierten sich in dem neuen Sport.

Die Schauspielerin eröffnete außerdem 1982 und 1983 zwei Fitnessstudios in San Francisco und bot ebenso Aerobic-Kurse an. Zeitgleich veröffentlichte sie mit „I feel good“ einen Ratgeber, der sich mit der neuen Sportart beschäftigte.

Die neue Fitnesswelle schwappte selbst bis in die DDR. Hier wurde Aerobic Popgymnastik genannt und von Sportmedizinern entwickelt. Überbelastungen und schädliche Übungen wurden so von Anfang an vermieden. Auch die Fernsehsendung „Medizin nach Noten“ zeigte Aerobic. Fitnesstrainer führten in einer Turnhalle Übungen vor, welche die Zuschauer zu Hause vor dem Fernsehgerät nachmachen sollten.

Auch die Bekleidungsindustrie sprang daraufhin auf den Erfolgszug auf. Die modisch gekleideten Aerobic-Sportler trugen damals so genannte "Leg warmers" (Kniestrümpfe) aus dem Ballett sowie Stirnbänder. Zudem gehörten Schweißbänder für die Handgelenke zum traditionellen Gymnastikanzug.

Aerobic-Trainer waren schlecht ausgebildet
Ende der 80er aber debattierten immer mehr Leute darüber, wie schädlich Aerobic ist. Viele litten unter Schmerzen und vermuteten, ihr Aerobic-Training sei der Auslöser. Gründe gab es dafür genug, Fehler wurden ausreichend gemacht. Die Böden der Fitness-Studios waren beispielsweise oft nur aus Plastik, außerdem gab es kaum Schuhe, mit denen belastungsfrei trainiert werden konnte.

Die Übungen waren häufig willkürlich zusammengestellt und vermischten Gymnastik, Ballettübungen und Yogaelemente miteinander. Zu diesen Problemen kam, dass die Trainer oft überhaupt nicht oder nur schlecht ausgebildet waren.

Der Boom ging daraufhin etwas zurück und sportwissenschaftliche Aspekte wurden immer wichtiger. Vor allem auf eine gelenkschonende Ausführung wurde vermehrt geachtet. Seitdem hat sich Aerobic stark weiterentwickelt und vor allem einige tänzerische Elemente aufgenommen. 

Der Fuß wird vollständig abgerollt
Aerobic ist ein Fitnesstraining, in das man rhythmische Bewegungen einfließen lässt. Während man sich bewegt, läuft motivierende Musik. Die choreographischen Übungen werden von einem Trainer vorgeführt und verbinden klassische Gymnastik mit Tanz.

Eine Aerobic-Stunde besteht normalerweise aus fünf Phasen. Die Länge der Phasen variiert, das Training kann unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Zuallererst sollte man sich vor dem Sport aufwärmen, um Verletzungen zu vermeiden und den Körper auf Touren zu bringen. Dann folgen das Herz-Kreislauf-Training, eine Abkühl-Phase und Kraftausdauerübungen. Zum Schluss sollte man noch einmal nachdehnen und sich entspannen.

Low- und High-Impact
Generell unterscheidet man zwischen zwei Belastungsvarianten bei den Schrittmustern, „Low-Impact“ („geringe Belastung“) und „High-Impact“ („hohe Belastung“). Beim ersten Schrittmuster, das gering belastet, hält ein Fuß immer Kontakt mit dem Boden. Gerade für Übergewichtige oder Menschen mit Rückenschmerzen ist diese Variante sehr empfehlenswert.

Bei höherer Belastung verlieren beide Füße gleichzeitig den Bodenkontakt. Reines „High-Impact“-Training gibt es praktisch nicht. Dafür ist die Belastung zu hoch. Deshalb mixt man meist geringer mit hoher Belastung. Alle Schritte haben aber eins gemeinsam: Der Fuß muss immer vollständig abgerollt werden und so kurz den Boden kontaktieren.

Aerobic ist gesund
Es verbessert nicht nur die Ausdauer und verbrennt Kalorien, sondern macht gleichzeitig flexibel und beweglich. Die Herz-Kreislauf-Funktionen werden verbessert und das Körperfett wird reduziert. Und das ist noch nicht alles.

Aerobic hat einen weiteren Vorteil: Regelmäßiges Training sorgt für ein besseres Gleichgewichtsgefühl. Im Gegensatz zu Joggen oder Radfahren wird zudem die Koordinationsfähigkeit geschult. Dadurch, dass sowohl Arme als auch Beine bewegt werden, sind die Muskeln nach kurzer Zeit besser aufeinander abgestimmt. Die Verletzungsgefahr wird durch das Training minimiert.

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