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Spargel als wertvolle Quelle von Aminosäuren

Spargel enthält viele wichtige Inhaltsstoffe. Darunter lebenswichtige Aminosäuren. Wir erklären was Aminosäuren sind und wie viel wirklich im Spargel steckt.

Spargel als wertvolle Quelle von Aminosäuren

Spargel als wertvolle Quelle von Aminosäuren

Neben vielen Vitaminen und Mineralstoffen enthält Spargel eine Reihe von Aminosäuren, die aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff bestehen. Sie sind lebenswichtige Bausteine für alle Körpergewebe wie Haut, Haare, Muskeln, Gefäße und notwendig für die meisten Stoffwechselvorgänge.

Einige Aminosäuren kann unser Körper selbst herstellen, andere müssen regelmäßig zugeführt werden, damit unser Organismus überhaupt funktionieren kann.

Spargelgemüse stellt eine wertvolle Quelle dar, da es von insgesamt 18 Aminosäuren 12 essentielle enthält, die im Körper nicht gebildet werden können. Arginin und Histidin werden als halbessentiell bezeichnet, da sie im Säuglingsalter noch nicht produziert werden.

Wenn wir 100 g Spargel genießen, werden wir mit 600 mg essentiellen Aminosäuren versorgt.

Essentielle Aminosäuren im Spargel

Isoleucin, Leucin und Valin sind für den Erhalt und Aufbau der Muskelmasse unersetzlich. Sie schützen zudem ältere Menschen vor Muskelschwund.

Auch für Sportler ist das Dreiergespann ein wichtiger Energielieferant.

Lysin schützt vor Herpesinfektionen und sorgt für einen raschen Wirkungseintritt vieler Medikamente. Auch die Insulinverwertung wird verbessert.

Das schwefelhaltige Methonin kann zu Cystein umgebaut werden und schützt unser Immunsystem. Beide Aminosäuren versorgen unsere Haare, Nägel und Knorpel.

Threonin sorgt dafür, dass pflanzliche Aminosäuren Eiweißstoffe bilden und besser verwertet werden können.

Es hält die Thymusdrüse gesund und stärkt das Immunsystem.

Gemeinsam mit Glycin und Serin ist Threonin für den Stoffwechsel von Blutfarbstoffen wie Hämoglobin verantwortlich.

Tryptophan ist ein wichtiger Baustein für den Leberstoffwechsel und wird im Körper zu Melatonin und Serotonin umgebaut.

Auf diese Weise wirkt es zugleich beruhigend sowie stimmungsaufhellend und fördert somit einen gesunden Schlaf.

Nicht essentielle Aminosäuren des Spargels

Als nicht essentiell bezeichnet man Aminosäuren, die von unserem Organismus selbst produziert werden können. Dennoch ist eine Ergänzung durch die Nahrung immer ein wertvoller Beitrag. Im Spargel sind folgende nicht essentielle Aminosäuren enthalten:

Tyrosin ist eine Vorstufe von Dopamin und Norephedrin, beeinflusst unsere Stimmung jedoch kaum. Sie ist an der Bildung von Eiweißen beteiligt.

Arginin wird erst im Erwachsenenalter aus Glutaminsäure vom Körper hergestellt, daher ist sie für Säuglinge und Kinder eine essentielle Aminosäure, die noch zugeführt werden muss.

Sie ist an der Bildung von Stickstoff beteiligt, reguliert die Durchblutung der Gefäße, den Hormonstoffwechsel, unterstützt das Immunsystem und die Wundheilung.

Histidin bildet ebenfalls eine Ausnahme, da sie von manchen Erwachsenen und Kindern nicht selbst produziert werden kann, z. B. bei chronischem Nierenversagen.

Ansonsten wirkt Histidin entzündungshemmend, blutdrucksenkend, wundheilend und stellt einen Basisstoff für Histamin, Glutamat und Hämoglobin dar.

Alanin kann Eiweiß in Energie umwandeln und freisetzen, wenn wir Hunger haben. Es wird in der Leber zu Glucose umgebaut, die schnell verwertet werden kann.

Ein wichtiges Element ist der Stickstoff.

Der wird in unserem Körper für zahlreiche Vorgänge benötigt. Asparagin hilft, den Stickstoff zu verteilen und Zuckereiweißmoleküle herzustellen.

Letztere spielen eine wichtige Rolle für unser Immunsystem.

Asparaginsäure ist außerdem ein wesentlicher Bestandteil des Harnstoffzyklus, befreit den Körper von Ammoniak, ist an der Bildung des DNS-Moleküls beteiligt sowie Teil eines Neurotransmitters im Gehirn.

Die Asparaginsäure ist es auch, die den Urin nach dem Genuss von Spargel unangenehm riechen lässt.

Dies kommt jedoch nur bei jedem zweiten Verbraucher vor.

Glutamin wird von allen Aminosäuren am meisten benötigt.

Sie ist die einzige Aminosäure, die die Blut-Hirnschranke schnell passieren kann. Sie hilft vor allem Zellen, die sich rasch teilen, bei der Energiegewinnung und stellt die wichtigste Quelle für Stickstoff dar.

Glutamin kann notfalls in kleinen Mengen vom Körper selbst produziert werden, wird jedoch größtenteils durch die Nahrung zugeführt.

Weniger wichtig ist die Aminosäure Prolin, da sie aus der Glutaminsäure entstehen kann.

Zusammen mit Vitamin C bildet Prolin Kollagen, ein wichtiges Struktureiweiß für unser Bindegewebe.

Bildnachweis: kab-vision/ stock.adobe.com

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