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Sparen für die Kinder – das müssen Eltern wissen

Lesezeit: 2 Minuten 130.000 Euro investieren Eltern durchschnittlich in ihre Kinder bis diese die Volljährigkeit erreichen. Im Anschluss daran folgen meistens Ausbildung oder Studium, wofür erneute Finanzierungen erforderlich werden. Kein Wunder, dass Familien sich bereits nach der Geburt des Kindes Gedanken über mögliche Sparmodelle machen. Doch worauf sollten Eltern bei der Wahl der passenden Geldanlage besonders achten? Welche Optionen kommen in Frage und von welchen Investitionen sollten sie lieber die Finger lassen?

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Sparen für die Kinder – das müssen Eltern wissen

Sparen für die Kinder – das müssen Eltern wissen

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Welche Geldanlage ist die richtige?

1. Tagesgeld

Der große Vorteil von Tagesgeldkonten ist ihre enorme Flexibilität. Damit eignen sie sich vor allem dann, wenn öfters kleinere Geldgeschenke eingehen, die eine zeitnahe Verwendung finden, sodass sich keine größere Summe ansammelt. Ein Tagesgeldkonto macht ebenfalls Sinn, wenn Ereignisse wie das Abitur oder der 18. Geburtstag bevorstehen. So kann das Kind möglichst bald auf das angesparte Geld zugreifen.

2. ETF-Sparplan im Junior-Depot

Viele Eltern schrecken zunächst vor einer Investition in Aktien zurück. Dabei ist diese gerade bei einem langen Anlagezeitraum durchaus zu empfehlen, da sich auf diese Weise Wertschwankungen sehr gut wieder ausgleichen lassen. Am risikoärmsten sind sogenannte ETF-Sparpläne in Junior Depots, die auf dem Namen des Kindes laufen und dementsprechend keine spekulativen Wertpapiere beinhalten. Diese bietet zum Beispiel das Frankfurter Sparkassen-Unternehmen 1822direkt als Sparmethode für Kinder an.

3. Festgeld

Festgeldkonten sind eine Option, wenn es um größere Summen geht. Denn hier fallen die Zinsen höher aus als beim Tagesgeld. Allerdings ist von Festgeldanlagen abzuraten, wenn deren Laufzeit fünf Jahre übersteigt: Aufgrund des derzeit allgemein niedrigen Zinsniveaus würden Anleger von einer Anhebung der Zinsen nicht profitieren.

Diese Geldanlagen machen wenig Sinn

Das klassische Sparbuch hat als Geldanlage für Kinder derzeit ausgedient. Im Vergleich mit anderen Anlagemethoden steht es mittlerweile auf dem letzten Platz aufgrund einer schlechten Verzinsung weit unterhalb der Inflationsrate. Dadurch bleibt schlussendlich weniger vom Ersparten übrig als ursprünglich eingezahlt wurde.

Eine Investition in einen Bausparvertrag ist ebenfalls nicht besonders ratsam, da auch hier die Zinsen niedrig ausfallen und sich Bausparen für Kinder nur dann lohnt, wenn sie später tatsächlich einmal ein Eigenheim bauen werden.

Um Kombiprodukte wie Ausbildungsversicherungen oder Schutzbriefe sollte Eltern ebenso einen großen Bogen machen. Häufig sind sie mit hohen Kosten sowie vielen Einschränkungen verbunden und zudem ohne jegliche Rendite. Verbraucherschützer raten dazu, Sparmaßnahmen und Versicherungen immer zu trennen.

Darauf sollten Eltern beim Geldanlegen achten

  • Eltern und andere Familienangehörige, die mit erspartem Geld für die Zukunft der Kinder vorsorgen möchten, sollten sich frühzeitig Gedanken zu potenziellen Anlagemöglichkeiten machen. Denn je eher sie mit dem Sparen anfangen, desto mehr haben sie vom Zinseszinseffekt.
  • Der Faktor Sicherheit ist bei der Wahl der Geldanlage besonders zu beachten. Genauso wie die Überlegung, ob die Investitionen nach Abzug der Inflation noch genug Rendite einbringen werden.
  • Eltern sollten gründlich abwägen, ob sich das Sparen im Namen des eigenen Kindes noch rentiert. Sie sparen so zwar Steuern, müssen aber auch damit rechnen, dass der Nachwuchs später eventuell Nachteile bekommt, wenn es um BAföG oder Krankenversicherung geht.
  • Bevor das Kind schließlich volljährig wird, sollten Eltern daran denken, das Geld rechtzeitig auf ein sicheres Konto umzuschichten, damit es zeitnah zur Verfügung steht.

Bildnachweis: sewcream / stock.adobe.com

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