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Spaghetti sind hierzulande meist gar keine

Lesezeit: 2 Minuten Die Deutschen lieben sie, die Spaghetti. Die Schnurnudeln gehören zum festen Sortiment eines jeden Supermarktes oder Discounters. Wer aber einmal in Bella Italia die dort im Supermercado angebotenen Spaghetti genauer unter die Lupe nimmt, stellt etwas Merkwürdiges fest.

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Spaghetti sind hierzulande meist gar keine

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Spaghetti sind bei uns oft Spaghettini

In Italien sind Spaghetti durchweg dicker als das, was bei uns so unter Spaghetti läuft. Selbst wenn es sich um in Italien hergestellte Ware handelt und die Verpackung ein großer italienischer Markenname wie Barilla und Buitoni ziert.

Was in Deutschland als Spaghetti offeriert wird, geht in Italien nur als „Spaghettini“ durch, als dünne Spaghetti. Man kann jetzt spekulieren, woran das liegt. Stehen die Deutschen lieber auf dünne Spaghetti oder wird bei uns womöglich die Spaghettini-Überproduktion Italiens abverkauft?

Spaghetti sollten schon Spaghetti sein

Wie dem auch sei – egal sein kann es dem echten italophilen Hobbykoch ganz gewiss nicht. Denn Art, Struktur und Dicke der Nudeln sind ganz entscheidend für ein gelungenes Pastagericht und bestimmen die Soße und deren Konsistenz.

Wer beispielsweise die allseits beliebte „Bolognese“ mit diesen als Spaghetti getarnten Spaghettini kombiniert, muss sich nicht wundern, wenn alles von der Pasta abfällt und man hinterher die Soße aus dem Teller löffeln kann. Wobei, nebenbei bemerkt, auch die „echten“ dickeren Spaghetti die falsche Wahl für dieses Soßenart sind. Aber das ist ein anderes Thema.

Wie Sie dennoch zu echten Spaghetti kommen

Was also ist zu tun, will man mit Spaghetti italienischer Dicke kochen? Muss man zum Direktimporteur von Spaghetti werden? Nein, zum Glück gibt es Auswege, die sich so gut wie überall in Deutschland realisieren lassen:

  • In italienischen Feinkostläden oder Super- oder Großmärkten lässt sich oft Pasta anderer Hersteller finden, die nicht extra für den deutschen Markt produzieren. Tipps für gute Standard-Qualität: De Cecco (ist auch in vielen deutschen Supermärkten zu finden), Voiello, Riscossa, Divella, La Molisana.
  • Sind nur Barilla oder Buitoni auftreibbar, dann zu den „Spaghettoni“ greifen. Das sind dem Namen nach dickere Spaghetti. Sie haben in etwa die Dicke, die Spaghetti eigentlich haben sollten.
  • Ist nur eine einzige Marke greifbar, beispielsweise die Eigenmarke beim Discounter, hilft das Internet. Dann müssen halt Spaghetti im Webshop auf Vorrat bestellt werden.

Lesen Sie bei experto.de „Essen & Trinken“ auch: Spaghetti Bolognese: Das Pasta-Unding

Bildnachweis: Andrey / stock.adobe.com

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