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Spätakne: Pickel im Erwachsenenalter – was hilft dagegen?

Lesezeit: 2 Minuten Über dreißig und immer noch Pickel? Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Abhilfe schaffen konsequente Pflege, fachkundige Hilfe und eventuelle auch eine Ernährungsumstellung. Hier kommen ein paar Tipps zur Behandlung der Spätakne.

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Spätakne: Pickel im Erwachsenenalter - was hilft dagegen?

Spätakne: Pickel im Erwachsenenalter – was hilft dagegen?

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Über dreißig und immer noch Pickel? Viele Frauen plagen sich seit Jahren mit unreiner Haut. Manch andere bekommt erst jenseits der Pubertät die ersten Pickel. Fast dreißig Prozent der erwachsenen Frauen sind von Spätakne (akne tarda) betroffen, während Männer meist verschont bleiben. Die häufigsten Ursachen für Pickel im Erwachsenenalter sind Hormonschwankungen und falsche Hautpflege.

Genetisch bedingte Hormonschwankungen

Oft treten vor Eintritt der Menstruation besonders viele Pickel auf. Grund hierfür ist, dass der Körper weniger weibliche Hormone produziert und sich somit das Gleichgewicht zugunsten männlicher Hormone verschiebt. Die Haut reagiert darauf sensibel und produziert mehr Fettsäuren, der ideale Nährboden für Bakterien, die Pickel und Entzündungen hervorrufen.

Viele Frauen, die die Pille absetzen, bekommen plötzlich Pickel. Auch in diesem Fall hat sich das Verhältnis weiblicher Hormone zugunsten männlicher verschoben. Lässt sich die Akne nicht durch intensive Pflege beeinflussen und können andere Faktoren wie Stress, Nikotin oder falsche Ernährung ausgeschlossen werden, sollte ein Hormonstatus durchgeführt werden. Ist ein genetisch bedingter männlicher Hormonüberschuss festgestellt worden, ist eine medikamentöse Therapie unter ärztlicher Aufsicht vonnöten.

Die falsche Hautpflege

Viele vermuten, Akne sei eine Folge von Unsauberkeit. Um die Haut „porentief“ zu reinigen, greifen sie zu scharfen Reinigungsmitteln wie Seife, alkoholischen Gesichtswässern und  Peelings. Durch diese Maßnahmen wird der Säuremantel der Haut zerstört, und die Haut trocknet aus, was durch eine Creme wieder ausgeglichen werden soll.

In diesem Milieu gedeihen Aknebakterien besonders gut. Um den Säuregehalt der Haut zu erhalten, welcher wie ein Schutzschild gegen Bakterien wirkt, dürfen nur milde, hautneutrale oder leicht saure Pflegemittel benutzt werden. Auf die Ansprüche reifer Aknehaut hat sich die Kosmetikindustrie eingestellt. Zahlreiche Firmen bieten Pflegeprodukte sogar mit Anti-Aging-Wirkung an.

Fachkundige Hilfe

Blühen die Pickel gar zu prächtig, juckt es oft in den Fingern, ihn auszuquetschen, was häufig zu Infektionen führt. Ein deckendes Make-up ist hier besser. Eine gründliche Hautreinigung mit Mitesserentfernung sollte regelmäßig von einer Kosmetikerin vorgenommen werden, Schälkuren mit Vitamin A-Säure vom Hautarzt.

Ernährungsumstellung

Zucker, Fett, Schweinefleisch, Milchprodukte und Weißmehl stehen im Verdacht, Akne auszulösen oder zu verschlimmern. Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht. Eine Ernährungsumstellung kann helfen. Jedenfalls sollte das Rauchen aufgegeben werden. Nikotin regt die Haut an, vermehrt Fett zu produzieren. Haut sollte nie ohne Sonnenschutz UV-Licht ausgesetzt werden. Das verstopft die Poren. Das Hautfett kann sich nicht verteilen. Unreinheiten entstehen.

Mit konsequenter Pflege, und gezielter Medikation (z. B. Haut-Antibiotika, Hormonpräparate, Vitamin A-Säure) ist auch einer hartnäckigen Akne beizukommen.

Bildnachweis: frank29052515 / stock.adobe.com

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