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Soziale Angst und Stress: Neue Forschung an der TU Dresden gestartet

Lesezeit: 2 Minuten Soziale Angst verursacht Stress. Die TU Dresden untersucht nun in einer Studie, ob und wie diese besondere Form von Stress durch seelische, körperliche und erbliche Faktoren beeinflusst wird. Als weiteren Schritt wollen die Forscher herausfinden, welche Behandlung für soziale Angst am sinnvollsten ist.

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Soziale Angst und Stress: Neue Forschung an der TU Dresden gestartet

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Soziale Angst ist gar nicht so selten
Man geht heute davon aus, dass etwa 15% der Deutschen irgendwann in ihrem Leben soziale Angst entwickeln. In einer Welt von Netzwerken und allumfassender Kommunikation ist das für die Betroffenen eine schwerwiegende Beeinträchtigung.

Woran erkennt man soziale Angst?
Soziale Angst zeichnet sich durch Stress in verschiedenen, auch alltäglichen Beziehungen aus. Das kann sich durch Angst vor fremden Menschen ausdrücken oder auch davor, in einer Gruppe etwas sagen zu müssen. Soziale Angst betrifft den Umgang mit Autoritätspersonen ebenso, wie mit Kollegen oder Bekannten.

Gemeinsam haben alle Formen von sozialer Angst die Sorge, sich zu blamieren, sich lächerlich zu machen und abgelehnt zu werden. Darum möchte ein Mensch, der soziale Angst hat, auf keinen Fall Aufmerksamkeit erregen. Allein die Vorstellung verursacht höchsten Stress bis hin zur ausgewachsenen Panik.

Wie macht sich soziale Angst bemerkbar?
Typische Symptome von Stress stehen auch im Vordergrund, wenn soziale Angst das Leben schwer macht. Fast jeder hatte schon einmal Herzklopfen, wenn er vor anderen Menschen sprechen musste. Diese Art von Aufregung und Stress ist sicherlich völlig normal. Eine Person mit ausgeprägter Angst reagiert jedoch weitaus stärker. Zittern, Schwitzen, Atemnot bis hin zur Hyperventilation und vor allem der Wunsch, der Situation möglichst schnell zu entfliehen, weisen auf den Fluchtmodus bei starkem Stress hin.

Wie wirkt sich soziale Angst im täglichen Leben aus?
Wie bei allen Angststörungen haben auch Menschen mit sozialer Angst die Tendenz, die auslösenden Umstände möglichst zu meiden. Dadurch, dass der Stress in diesen Situationen so elementar und bedrohlich erlebt wird, möchte man am liebsten nie wieder in diese Lage kommen. Das führt zu einem stetigen Rückzug vom sozialen Umfeld. Die Kontakte reduzieren sich kontinuierlich. Wer sich diesen Symptomen von Stress nicht entziehen kann, gerät in Gefahr sich mit Alkohol oder Medikamenten "aufzulockern".

Woher kommt die soziale Angst?
Die Forschergruppe um Prof. Jürgen Hoyer von der TU Dresden untersucht, ob hormonelle Faktoren die soziale Angst verstärken. Bekannt ist, dass Personen, die unter sozialer Angst leiden, ihre Stress-Reaktionen in den entsprechenden Situationen wesentlich ausgeprägter wahrnehmen.

Außerdem soll herausgefunden werden, ob bestimmte genetische Modalitäten eine Rolle spielen. Die Ergebnisse sollen bessere Behandlungsmöglichkeiten erschließen.

Was kann man vorerst gegen die soziale Angst tun?
Die derzeit sinnvollste Behandlung liegt in der Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Psychotherapeuten. Diese arbeiten mit dem Patienten einerseits gegen den Stress. Andererseits werden in tiefenpsychologischen oder verhaltenstherapeutischen Verfahren die seelischen Gesichtspunkte behandelt.

Darüber hinaus kann man natürlich auch selbst etwas gegen soziale Angst tun. Das ist nicht leicht, weil man selbst die ablaufenden Denkstrukturen oft nicht wahrnimmt. Sie laufen durch den Stress beinahe automatisiert ab.

  • Überlegen Sie, welche Angst Sie genau befällt, wenn Sie in einer solchen Situation sind (Beispiel: Ich werde herumstottern)
  • Überlegen Sie, welche Taktik Sie anwenden, um Ihrer Angst zu entgehen (z. B. Alkohol trinken, schweigen)
  • Überlegen Sie, welche körperlichen Symptome der Stress bei Ihnen verursacht.
  • Überlegen Sie, mit welchen sinnvollen Maßnahmen, Sie diesen Stress-Symptomen entgehen können. (Bewusstes langsames Durchatmen, kurzes Dehnen etc.)
  • Versuchen Sie mögliche negative Praktiken Schritt für Schritt durch positive zu ersetzen.

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