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Sorbitunverträglichkeit: Tipps zur Ernährung

Lesezeit: 2 Minuten Sie leiden gelegentlich unter Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall? Obst und Gemüse verschlimmern diese Beschwerden? Diät- und kalorienreduzierte Lebensmittel vertragen sie schlecht? Vielleicht ist eine Sorbitunverträglichkeit die Ursache. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Symptomatik der Sorbitintoleranz und was Sie bei Ihrer Ernährung unbedingt beachten sollten.

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Sorbitunverträglichkeit: Tipps zur Ernährung

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Was ist Sorbitol?

Sorbitol bzw. Sorbit ist ein Zuckeralkohol und wird als Süßungsmittel, Trägerstoff für Aromen und Vitamine, sowie als Feuchthaltemittel in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt.

Ursprünglich wurde Sorbit aus den Früchten der Eberesche (Vogelbeere) gewonnen, die bis zu 12 Prozent Sorbit enthalten. Industriell wird Sorbit aus Glukose gewonnen. Sorbit liefert mit 2,4 kcal/g weniger Kalorien als Haushaltszucker (Saccharose). Seine Süßkraft entspricht jedoch nur etwa 50–60 Prozent der des Haushaltszuckers.

Was ist Sorbitunverträglichkeit?

Bei einer Sorbitunverträglichkeit oder Sorbitintoleranz – medizinisch korrekt Sorbitmalabsorption – ist die Verwertung von Sorbit im Dünndarm ganz oder teilweise gestört. Menschen mit Fructoseintoleranz oder Fructosemalabsorption dürfen auch keinen Sorbit zu sich nehmen, da er im Stoffwechsel in Fructose umgewandelt wird.

Oft ist die Sorbitunverträglichkeit mit einer Fructosemalabsorption (siehe dazu meinen Artikel zu Fructoseintoleranz) und/oder anderen Kohlenhydratintoleranzen gekoppelt. Deshalb sollten diese auf jeden Fall zusätzlich beim Arzt abgeklärt werden.

Wie es zu einer Sorbitintoleranz kommt, ist noch nicht erforscht. Es wird ein ähnlicher Mechanismus wie bei einer Fruktosemalabsorption vermutet.

Sorbitunverträglichkeit: Symptome

Bei einer Sorbitunverträglichkeit zeigen sich klinische Symptome wie Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall schon nach dem Verzehr geringer Mengen. Therapeutisch sollten sorbithaltige Nahrungsmittel möglichst gemieden werden. Ihre individuelle Toleranzgrenze sollten Sie selbst austesten.

Wo ist Sorbitol enthalten?

Sorbitol wird insulinunabhängig verstoffwechselt und deshalb oft als Zuckeraustauschstoff in vielen Diabetiker- und Diätlebensmitteln eingesetzt. Deswegen ist Sorbitol oft enthalten in:

  • Diabetikersüßwaren,
  • Diabetiker-Marmelade/Konfitüre,
  • Diabetikerzucker,
  • Diät-Backmischungen,
  • Diät-Eiscreme,
  • Diät-Gebäck,
  • zuckerfreien Lebensmitteln,
  • zahnschonenden Lebensmitteln,
  • Erfrischungspastillen,
  • zahnpflegenden Kaugummis,
  • zuckerfreien Bonbons und
  • fast allen herkömmlichen Zahnpflegemitteln.

Sorbit ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff, mit Ausnahme von Getränken, mit der Nummer E 420 in beliebig hoher Menge zugelassen. Allerdings können Mengen von mehr als 20 Gramm pro Portion und 50 Gramm Sorbit täglich auch bei gesunden Menschen zu Beschwerden führen. Diese Menge kann beispielsweise in 30 g Diätkonfitüre enthalten sein.

Von einem häufigen Verzehr ist deshalb abzuraten. Lebensmittel, die mehr als 10 Prozent Sorbit enthalten, müssen den Hinweis tragen: "…kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken". Auch unter den E-Nummern 432–436 (sogenannte Polysorbate) verbergen sich sorbithaltige Zusatzstoffe.

Ebenso kommt Sorbit natürlicherweise in vielen Obstsorten wie z. B. in Birnen, Pflaumen, Äpfeln, Aprikosen, Pfirsichen sowie in Trockenobst in nicht unerheblicher Menge vor.

Hinweis: Sorbit in Zahnpflegemitteln

Auch in fast allen herkömmlichen Zahnpflegemitteln ist Sorbit enthalten. Es empfiehlt sich daher immer die Zutatenliste zu prüfen.

Für weitere Fragen stehe ich Ihnen als erfahrener Ernährungsexperte gerne zur Verfügung.

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