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Sodbrennen vorbeugen und behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland leidet regelmäßig oder immer wieder an Sodbrennen. Gehören Sie auch dazu? Was sind die Ursachen für das unangenehme Brennen in der Speiseröhre? Wie können Sie selbst Sodbrennen behandeln? Welche Mittel gegen Sodbrennen gibt es? Welche vorbeugenden Maßnahmen lassen Sodbrennen erst gar nicht entstehen?

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Sodbrennen vorbeugen und behandeln

Sodbrennen vorbeugen und behandeln

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Bei Sodbrennen fließt die Magensäure in die Speiseröhre und greift dort die empfindlichen Schleimhäute an. Falls Sie an Sodbrennen leiden, kann es sein, dass Sie nicht nur in der Speiseröhre das unangenehme Brennen spüren, sondern auch das Gefühl haben, dass sich ein brennender Schmerz bis hinter Ihr Brustbein und sogar bis zum Rachen ausbreitet. Es kann vorkommen, dass Sie einen sauren Geschmack im Mund haben und vermehrt aufstoßen müssen.

Die Gründe für Ihr Sodbrennen können ein erhöhter Druck auf Ihren Magen sein oder Ihr Speiseröhrenschließmuskel ist geschwächt und dadurch nicht mehr voll funktionsfähig.

Welche Gründe kommen für eine Schwächung des Speiseröhrenschließmuskels in Frage?

Besonders im Alter lässt die Funktion des Speiseröhrenschließmuskels nach. Aber auch Stress kann dazu führen, dass der Speiseröhrenschließmuskel nicht mehr voll funktionsfähig ist. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Sportler und Jogger vermehrt an Sodbrennen leiden. Deshalb ist es wichtig, dass Sportler keine kohlensäurehaltigen Getränke zu sich nehmen, sondern nur stilles Wasser trinken.

Was können die Auslöser von Sodbrennen sein?

  • zu hastiges Essen
  • zu üppige Mahlzeiten
  • scharf gewürzte Speisen
  • fettreiche Mahlzeiten
  • Süßigkeiten
  • Stress
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Übergewicht
  • Schwangerschaft
  • Medikamenteneinnahme (zum Beispiel bestimmte Schmerzmittel)

So können Sie Sodbrennen vermeiden

  • Essen Sie keine üppigen Mahlzeiten, essen Sie stattdessen besser mehrere kleine Mahlzeiten.
  • Essen Sie weniger fettreich.
  • Vermeiden Sie stark zuckerhaltige Nahrungsmittel und Süßigkeiten.
  • Essen Sie keine scharf gewürzten Speisen.
  • Trinken Sie wenig Alkohol.
  • Werden Sie Nichtraucher.
  • Bauen Sie Ihr Übergewicht ab.
  • Vermeiden Sie eng sitzende Kleidung.
  • Auch Getränke können Sodbrennen auslösen. Besonders Säfte aus Citrusfrüchten, Cola und Kaffee können die Säurebildung anregen.

So können Sie Ihr Sodbrennen selbst behandeln

Sodbrennen wird in der Regel auf drei verschiedene Arten behandelt:

1. Die Säure wird mit Hilfe von Säurebindern (Antazida) gebunden.
Diese Mittel eignen sich bei akut auftretendem Sodbrennen und leichteren Beschwerden. Die Säure wird rasch gebunden und die Beschwerden lassen nach.

2. Die Säurebildung wird mit Hilfe von so genannten Protonenpumpenhemmern oder H2-Blockern verringert. Der Einsatz dieser Medikamente kann notwendig werden, wenn Sie an immer wiederkehrendem Sodbrennen leiden. Die Säureproduktion wird je nach Arzneimittel entsprechend reduziert. Die Mittel müssen über einen bestimmten Zeitraum in einer festgelegten Dosierung regelmäßig eingenommen werden. Die Wirkung tritt aber nicht sofort ein, wie dies bei den Antazida der Fall ist. Deshalb sind diese Mittel für akutes Sodbrennen nicht geeignet.

3. Alginate (zum Beispiel Gaviscon) bilden zusammen mit der Magensäure eine zähflüssige Schutzschicht. Diese Schicht kann den Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre verhindern und sie schützt die empfindliche Schleimhaut.

Tipp: Die Alginate wirkten recht schnell gegen das unangenehme Sodbrennen und werden nicht vom Körper resorbiert. Sie eignen sich deshalb auch für empfindliche Personen oder Schwangere.

Bildnachweis: Adiano / stock.adobe.com

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