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So wird Ihr Smartphone zum Navigationsgerät fürs Motorrad

Lesezeit: 2 Minuten Diese App deckt große Teile des weltweiten Straßennetzes ab und ist perfekt für Motorradfahrer. Wie sie in der Praxis funktioniert, zeige ich Ihnen hier.

2 min Lesezeit
So wird Ihr Smartphone zum Navigationsgerät fürs Motorrad

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So wird Ihr Smartphone zum Navigationsgerät fürs Motorrad

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Smartphone-Navigationslösungen für das Auto finden sich im App Store von Apple genauso, wie bei Google Play massenhaft. Eher mau ist die Auswahl aber, wenn der digitale Routenfinder den Ansprüchen von Motorradfahrern gerecht werden soll.

Die wollen nämlich in der Regel nicht auf dem möglichst direkten Weg über Autobahnen und Schnellstraßen von A nach B kommen.

Stattdessen bevorzugen Biker eher kurvige Strecken, die übers Land führen. Umgesetzt werden solche Navigationslösungen, meist recht teuer, von den einschlägigen Herstellen.

Die lassen, ähnlich, wie bei der Navigation im Auto, einen Bildschirm am Lenker montieren. Deutlich preiswerter geht es mit einem Smartphone und der App Navigon Cruiser, die es für iPhone und Android-Geräte gibt.

So funktioniert Navigon Cruiser in der Praxis

Grundlegend bietet Navigon Cruiser die einfache Navigation von A nach B an. Dazu tippt der Nutzer einfach auf „Ziel eingeben“. Wie bei der Fahrzeugnavigation werden dann Zielort, Straße und Hausnummer/Kreuzung eingegeben.

Auf dieser Basis berechnet die App die Strecke und unterbreitet mit einer kleinen Vorschaukarte eine Route.

An dieser Stelle setzt die Einstellung für Motorradfahrer ein, denn der Nutzer kann jetzt die gewünschte Kurvenhäufigkeit und den Neigungswinkel des Motorrades eingeben. Entsprechend plant die App neue Strecken.

Durchaus ist dabei auch eine Streckenplanung über die Autobahn möglich. Dieser Bereich ist in der Kurvenhäufigkeit leicht schraffiert. Wer eine Einstellung jenseits dieser Kennzeichnung macht, bekommt eine Route angeboten, die übers Land führt.

Dauer der Tour und Streckenlänge werden jeweils zu den Einstellungen angezeigt.

Gelungen ist auch die Funktion „Round Trip“, dabei berechnet die App, ausgehend von der aktuellen Position des Nutzers eine Strecke, die letztendlich wieder zum Ausgangspunkt zurückführt. So lassen sich vor der Haustür oder in der Fremde einfach neue Strecken erkunden.

Der Navigon Cruiser-Nutzer gibt dabei wahlweise Zwischenziele vor, die von der App in die Routenplanung einbezogen werden oder teilt nur mit, wie lang (in Stunden) die Tour geplant werden soll und in welche Himmelsrichtung diese führen soll.

Danach werden wieder Kurvenhäufigkeit und Neigungswinkel feinjustiert, um eine geeignete Route zu finden.

Praktisch ist, dass sich – auch während der Navigation – per Fingerwisch auch wichtige Stationen, wie Tankstellen, Restaurants, ausgehend von der aktuellen Position ermitteln und ansteuern lassen.

Auch über die Wetterlage auf der Strecke hält die App auf dem Laufenden.

Nützliches Zubehör für Navigon Cruiser

Damit Sprachanweisungen vom Smartphone an den Fahrer weitergegeben werden können, empfiehlt es sich, ein Headset zu tragen. Kleine Kopfhörer mit Bluetooth stellen hier die preisgünstigste Lösung dar.

Im Test haben die Bluetooth-Kopfhörer von iFrogz eine gute Figur gemacht, weil Sie flach unter dem Helm zu verstauen sind und guten Halt bieten. Wer mehr Geld ausgeben möchte und auch gleich ein Kommunikationssystem nutzen möchte kann Navigon Cruiser auch über das Sena 20S anbinden.

Wer neben akustischen Fahranweisungen auch grafische Symbol auf dem Bildschirm wünscht, dem ist zu einer Handy-Halterung für den Lenker zu raten. Hier ist allerdings zu beachten, dass der Akku jedes Smartphones bei Bildschirm-Dauerbetrieb recht zügig geleert wird.

Welches Kartenmaterial bietet Navigon Cruiser an und was kostet es?

In der ersten Woche ist die Nutzung von Navigon Cruiser für alle Nutzer kostenlos. Danach bietet Navigon in drei Ländergruppen das Straßennetz von Europa, Nordamerika sowie Australien & Neuseeland an.

Die uneingeschränkte Nutzung pro Ländergruppe kostet 59,99 Euro. Wird das Straßennetz für ein Jahr abonniert, werden 19,99 Euro fällig. Die Nutzung für einen Monat wird mit 3,99 Euro berechnet. Praktisch ist, dass die Karten auch in Teilbereichen heruntergeladen werden können.

Entscheiden Sie sich beispielsweise für die Ländergruppe Europa, können Sie über den Map Manager die Karten der Länder herunterladen, in denen Sie Touren planen. Das schont den Speicher des Smartphones.

Bildnachweis: Miredi / adobe stock

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