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So verhalten Sie sich richtig bei Nachtschreck (Pavor nocturnus)

Lesezeit: 2 Minuten Wenn Ihr Kind erstmals unter einem Nachtschreck (Pavor nocturnus) leidet, sind Eltern häufig sehr besorgt und aufgeregt. Auch wenn Ihr Kind sehr erschreckt wirkt, ist es meist gar nicht richtig wach. Wie Sie sich richtig verhalten, lesen Sie in diesem Artikel.

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So verhalten Sie sich richtig bei Nachtschreck (Pavor nocturnus)

So verhalten Sie sich richtig bei Nachtschreck (Pavor nocturnus)

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Mitten in der Nacht schreckt ihr Kind voller Panik auf. Es schreit laut, tritt um sich, hat die Augen weit aufgerissen und stößt Sie weg, wenn Sie versuchen, es anzufassen. Dieses beängstigende Verhalten kann bis zu einer Viertelstunde andauern.

Richtig aufwachen tut Ihr Kind dabei nicht. So dramatisch wie sich ein Nachtschreck (Pavor nocturnus) zeigt, ist er in der Regel nicht. Er ist für die Eltern erschreckender als für die Kinder, denn die können sich am nächsten Tag meist gar nicht oder nur sehr vage daran erinnern.

Woher kommt der Nachtschreck?

Die genauen Ursachen sind bisher noch unbekannt. Vermutet werden Reifungsprozesse des zentralen Nervensystems. Möglicherweise kann Stress das Auftreten eines Nachtschrecks begünstigen. Meistens löst sich das Problem von selbst. Mit zunehmendem Alter treten die Anfälle zunächst seltener und dann gar nicht mehr auf. Besonders häufig tritt der Nachtschreck bei Kindern zwischen dem 2. und 6. Lebensjahr auf.

Wenn der Nachtschreck auch über das 6. Lebensjahr hinaus oder mehr als einmal pro Woche auftritt, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

An diesen Anzeichen erkennen Sie einen Nachtschreck

Für Eltern ist es nicht immer leicht, zwischen der Angst durch einen Alptraum und einem Nachtschreck zu unterscheiden. Nach Alpträumen erkennt das Kind die Eltern und lässt sich gerne von ihnen trösten, während das Kind mit einem Nachtschreck die Eltern nicht erkennt und diese sogar von sich weg stößt.

Nach einem Alptraum braucht es längere Zeit, bis das Kind wieder einschläft. Meist verlangt es nach der Gesellschaft der Eltern. Sobald der Nachtschreck vorbei ist, schläft das Kind weiter. Am nächsten Morgen erinnern sich Kinder an Alpträume, an den Nachtschreck jedoch nicht.

Tipps zum richtigen Verhalten

Im akuten Fall

  • Versuchen Sie nicht, ihr Kind zu wecken.
  • Warten Sie in Ruhe ab, bis der Nachtschreck vorbei ist.
  • Beobachten Sie ihr Kind, um es vor Verletzungen zu schützen, die es sich beim Herumwerfen oder Treten zuziehen könnte.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Achten Sie auf regelmäßige und ausreichende Schlafenszeiten.
  • Entspannung durch das Hören von Phantasiereisen reduziert auch schon bei den Kleinsten Stress.
  • Ihr Kind erinnert sich am nächsten Tag nicht an den Nachtschreck. Sprechen Sie es daher nicht darauf an, damit es keine Angst vor dem Schlafen bekommt.

Bildnachweis: Sergey Nivens / stock.adobe.com

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