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So steigen Sie gekonnt auf Linux um

Lesezeit: 3 Minuten Am Heimcomputermarkt gibt es prinzipiell drei unterschiedliche Systeme: Windows, Mac OS X (das nur auf teuren Apple-Computern oder speziellen Hackintoshs läuft) und Linux (das nach wie vor als schwer zu bedienendes Expertenprogramm gilt).

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So steigen Sie gekonnt auf Linux um

Lesezeit: 3 Minuten

Gerade viele Windows-User reizt der Umstieg auf Linux schon, nur scheuen viele die Hürde des klaren Einschnitts. Dabei bietet Linux viele Vorteile und ist längst kein Moloch aus Kommandozeilen mehr.

Komfort, Sicherheit und Kompatibilität – auch auf Alt-PCs

Grundsätzlich gilt für alle unterschiedlichen Linux-Versionen, dass gewisse Systemanforderungen Ihres PCs erfüllt werden müssen. Hier sollten Sie sich also im Vorfeld informieren, zu welcher Version Ihr PC am besten passt. Anders als bei kommerziellen Betriebssystemen, haben Sie hier aber die Möglichkeit, aus einem ausgedehnten Versionsarchiv zu schöpfen. Auch neuere Versionen der quelloffenen Betriebssysteme stellen aber vergleichsweise niedrige Ansprüche an die Hardware und laufen auch auf älteren Rechnern und verhelfen Ihrem alten PC vielleicht sogar zum zweiten Frühling.

Zu den am weitesten verbreiteten Varianten zählen Gentoo, Fedora und Ubuntu. Besonders Ubuntu erfreut sich großer Beliebtheit und das liegt vor allem an dem grafischen Aufbau des Systems, der allen Komfort eines modernen Betriebssystems mit der Sicherheit und Verlässlichkeit eines UNIX-Unterbaus verbindet.

Unsicher? Dann testen Sie Linux einfach

Wenn Sie noch sehr unentschlossen sind, bietet Ubuntu Ihnen einige tolle Möglichkeiten, ganz unverbindlich in Linux hinein zu schnuppern. So müssen Sie Ubuntu nicht gleich installieren und Windows von der Festplatte löschen, Sie können das System von DVD booten oder als virtuelles Betriebssystem im Fenster nutzen und jederzeit zu Windows zurückkehren.

Wenn Sie keine der Hürden zum Linux-Umstieg schreckt, sollten Sie z. B. Ubuntu unbedingt einmal ausprobieren.

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Installieren können Sie per Klick nach dem Download oder von einer DVD, die Sie mit dem Downloadpaket selber brennen. Anschließend werden Sie durch die Installation geführt.

Es gibt hier keine komplizierten Befehlszeilen und Sie müssen auch keinen Code selber schreiben (nach wie vor eines der beliebtesten Vorurteile). Nur nach passenden Treibern müssen Sie eventuell etwas länger suchen, oder sich Behelfstreiber laden. Da die Community rund um Linus Torvalds Betriebssystem aber sehr belebt ist, finden Sie für gängige Hardware stets passende Lösungen.

Wichtig ist, dass Sie auch Software von Drittanbietern bei der Installation die Erlaubnis zum Download erteilen, sonst fehlen Ihnen etwa Codecs zur Medienwiedergabe. Das kann schnell ärgerlich werden, denn DVDs, MP3s, Quicktime-Filme und Co. brauchen diese Codecs.

Installation abschließen – ganz ohne Hacking-Kenntnisse

Als nächstes müssen Sie noch Zeitzone und Tastatur-Layout bestimmen und Ihrem Rechner Namen und Passwort zuordnen. Beachten Sie, dass Sie Ihre Nutzerkennung vor Updates von Programmen brauchen und nicht nur zum Einloggen. Jede Änderung des Systems muss sicher durch Sie autorisiert werden.

Anschließend wird das System automatisch als Vollversion oder virtuelles Betriebssystem installiert.

Das dauert dann je nach Alter des Rechners, Geschwindigkeit der Festplatte und verfügbarer Rechenleistung unterschiedlich lange – in der Regel müssen Sie aber nicht mehr als eine halbe Stunde einplanen. Etwas langwieriger wird das ganze Prozedere für Sie dadurch, dass nach der Installation erst einmal Updates für Codecs, Programme und das System geladen werden müssen.

Das kann ein wenig dauern, da alle aus dem Software-Center verwalteten Anwendungen zentral aktualisiert werden. Das Software-Center ist gewissermaßen Linux‘ App Store, viele der Anwendungen dort sind gratis und basieren ebenfalls auf Open Source (etwa das Grafikprogramm GIMP).

Fazit: Einfach einmal ausprobieren

Natürlich sind nach wie vor nicht alle Programme für sämtliche Versionen von Linux verfügbar. Und besonders für Gamer ist Windows nach wie vor das einzige, sinnvolle Betriebssystem für den PC. Auch Grafikdesign-Riese Adobe unterstützt mit seiner Creative Suite lediglich Windows und Mac OS X – doch es gibt viele Open Source-Alternativen und immer mehr große Hersteller ziehen mit der Kompatibilität nach.

Denn Linux-Versionen wie Ubuntu lassen den Komfort von Windows oder Mac OS X nicht vermissen. Sie lassen sich intuitiv bedienen, sind sicher und funktionieren auch auf älterer Hardware. Wenn Sie sich nicht scheuen, auch einmal selbst einen Treiber zu installieren, sollten Sie Ubuntu einmal ausprobieren. Es muss ja nicht gleich die Vollinstallation sein.

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