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So sicher ist die Bezahlung mit der Paysafecard

Der Onlinehandel boomt. Dinge im Internet zu bestellen hat viele Vorteile. Beim Bezahlen fühlen sich die Verbraucher allerdings nicht immer so sicher. Meldungen von Sicherheitslücken, Phishing-Angriffen und Datenlecks verunsichern die Verbraucher. Es besteht die Gefahr von großem finanziellem Schaden. Die Paysafecard soll die Sicherheit beim Bezahlen im Internet erhöhen. Sie gilt als sicheres Zahlungsmittel, mit dem Verbraucher anonym ihre Einkäufe bezahlen können. Doch was steckt dahinter? Wie funktionieren Paysafecards? Wie sicher sind die Karten? Hier gibt es noch viele Fragezeichen.

So sicher ist die Bezahlung mit der Paysafecard

So sicher ist die Bezahlung mit der Paysafecard

Was ist eine Paysafecard?

Die Paysafecard ist eine Wertkarte für die Barzahlung im Internet, so die Ansage des Betreibers. Allerdings schließen Onlineshopping und Barzahlung sich gegenseitig aus. Über einen Umweg klappt es dennoch – mit der Paysafecard. Das ist ein großes Plus für alle Kunden, die lieber bar bezahlen.

Die Paysafecard ist mittlerweile ein anerkanntes Zahlungsmittel geworden, das Verbraucher in vielen Shops nutzen können. Der Vorteil der Paysafecard liegt darin, dass die Privatsphäre geschützt ist. Schließlich ist es nicht notwendig, beim Bezahlen persönliche Daten preiszugeben. Das allein ist schon ein großer Vorteil, den viele Kunden zu schätzen wissen. Weltweit gibt es bereits mehr als 50.000 Shops, die die Paysafecard akzeptieren. Aber nicht nur beim Shopping ist es Verbrauchern wichtig, sicher und anonym zu bezahlen. Mittlerweile gibt es auch zahlreichen Online Casinos, die die Paysafecard als Zahlungsmittel akzeptieren. Eine Übersicht dazu findet sich auf dieser Seite.

Die Funktionsweise der Paysafecard

Verbraucher, die im Internet anonym und sicher zahlen wollen, brauchen zunächst eine Wertkarte der Paysafecard. Diese gibt es beispielsweise an Tankstellen oder in Postfilialen. Aber nicht nur im stationären Handel sind sie verfügbar, sondern auch online. Die Paysafecard gibt es ab einem Wert von 5 Euro. Möglich sind aber auch höhere Guthaben in verschiedenen Wertstaffelungen. Zu jeder Paysafecard gehört ein 16-stelliger PIN-Code, ohne den keinerlei Zahlungen möglich sind. Der Code sichert das Guthaben auf der Wertkarte. Wenn ein Shop die Paysafecard als Zahlungsmittel akzeptiert, geben Kunden lediglich diesen PIN-Code beim Bezahlen ein, und schon ist die Bezahlung abgewickelt. 

Was macht die Paysafecard so sicher?

Überall dort, wo User ihre persönlichen Daten preisgeben müssen, ergeben sich Sicherheitslücken. Seriöse E-Commerce-Unternehmen haben eine gut verschlüsselte Webseite und leiten die Kunden sicher zum Online-Banking Server. Dennoch gibt es an diesen Schnittstellen immer wieder Sicherheitslecks.

Manchmal ist es auch Malware, die für Unsicherheit sorgt, und den User an seinem eigenen PC ausspioniert. Mithilfe von Phishing-Software können Betrüger Programme einschleusen und Daten stehlen. Die Paysafecard umgeht diese Bedrohungen. Neben der 16-stelligen PIN macht der User keine weiteren Eingaben. Da gibt es dann auch nichts zum Ausspionieren.

Mit der Paysafecard die Ausgaben im Griff

Wer sich eine Paysafecard kauft, muss schon zu diesem Zeitpunkt bestimmen, wie viel Geld er ausgeben will. Dann steht zum Bezahlen im Internet nicht mehr als die vorher festgelegte Summe zur Verfügung. Damit ist es viel leichter, sich beim Einkaufen auf das zu beschränken was quasi auf der Liste steht. Mehr als das Guthaben auf der Wertkarte kann der Verbraucher nicht ausgeben, wenn er mit seiner Paysafecard sicher und anonym bezahlen will. Damit behalten Verbraucher ihre Ausgaben im Griff und schützen sich vor Überschuldung.

Die Sicherheit der Paysafecard – warum jeder eine haben sollte

Für viele Verbraucher sind EC- und Kreditkarte ein Unsicherheitsfaktor. Jeder weiß, dass Kriminelle sehr erfinderisch sein können. Früher, wenn es darum ging einen Safe zu knacken, heute, wenn es darum geht Daten im Internet abzugreifen. Mit immer neuen Strategien und Tricks verschaffen sie sich Zugang zu fremden Bankkonten und missbrauchen fremde Kreditkarten zu ihren eigenen Zwecken. Beim Bezahlen mit der Paysafecard muss niemand persönliche Daten preisgeben. Die Zahlungen erfolgen ganz anonym und erscheinen auch nicht auf dem Kontoauszug. Datendiebe können keine Logindaten stehlen. Phishing ist hier von Anfang an ausgeschlossen. Einkäufe können über fast jedes Endgerät erfolgen.

Aber Achtung: Nach dem Kauf kann es vorkommen, dass Betrüger Phishing-Mails verschicken, um doch noch an die persönlichen Daten der User zu gelangen. Grundsätzlich sollten User E-Mails von einem unbekannten Absender oder solche, die verdächtig wirken, gar nicht öffnen, sondern ungelesen in den Papierkorb schieben.

PIN-Code-Verfahren als Sicherheit

Eine weitere Sicherheitsmaßnahme ist das PIN-Code-Verfahren. Bei jedem Zahlungsvorgang muss der Nutzer den 16-stelligen Code eingeben. Verbleibt noch Guthaben auf der Karte, lässt es sich für weitere Einkäufe verwenden. Wer vermutet, dass jemand unbefugt den PIN-Code nutzt, kann seine Paysafecard mit einem einfachen Anruf beim Betreiber sperren lassen. Hier besteht obendrein die Möglichkeit, Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Risiko bei Verlust oder Diebstahl ist begrenzt

Wer seine Paysafecard verliert oder sonst wie die Verfügungsgewalt über seine Karte verliert. kann das Guthaben auf der Karte in den meisten Fällen abschreiben. Ohne PIN-Code geht nichts. Doch beschränkt sich der Verlust auf das Guthaben auf der Karte. Der Dieb oder Finder hat nur Zugriff auf das Kartenguthaben. Es ist weder ein Zugriff auf Kreditkartenguthaben noch auf das Bankkonto möglich. Die Paysafecard zu verlieren ist wie Bargeld verlieren.

Rückerstattung bei Nichtnutzung

Wer seine Paysafecard erfolgreich hat sperren lassen oder sie aus einem anderen Grund nicht mehr nutzen möchte oder kann, kann sich das Guthaben auf sein Bankkonto erstatten lassen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn noch mehr als 10 Euro auf der Karte sind. Denn die Bearbeitungsgebühr für Erstattungen beträgt 7,90 Euro. Die Beantragung der Erstattung geht ganz einfach. Dazu einfach auf die Internetseite des Betreibers gehen und das entsprechende Formular ausfüllen. Der Betreiber verlangt einen Identitätsnachweis und eine Kopie oder ein Foto des PIN-Codes. Die Erstattung erfolgt in der Regel innerhalb von 11 Werktagen.

Fazit

Die Paysafecard stellt eine gute Alternative zu den verschiedenen Zahlungsarten dar. Vor allem für Kunden mit einer Aversion gegen jegliche Karten und alle die sicher und anonym bezahlen wollen, ist sie eine echte Alternative. Die Verwendung wird durch die wachsende Akzeptanz bei den Händlern immer vielseitiger.

Bildnachweis: Ralf / stock.adobe.com

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