Gesundheit Praxistipps

So schlafen Sie sich schön

Lesezeit: 3 Minuten Schön im Schlaf – was zu gut klingt, um wahr zu sein, ist mit der richtigen Pflege tatsächlich möglich. Nachts kann nicht nur der Geist neue Kraft tanken, sondern auch der Körper. Dazu müssen allerdings die Umstände stimmen. Erfahren Sie hier, was Sie tun müssen, um Ihre abendliche Pflegeroutine zu optimieren.

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Schlafstörungen sind ein Phänomen der Moderne. Untersuchungen zeigen, dass bei vielen ursprünglich lebenden Völkern etwas wie Schlafstörungen so unbekannt ist, dass es nicht einmal ein Wort dafür gibt. Unser moderner Umgang mit Schlaf auch alles andere als vernünftig. Morgens früh raus, abends aber noch eben etwas erledigen oder über einen spannenden Film ganz die Uhrzeit vergessen.

Kein Wunder, dass unser Körper, der evolutionär einige tausend Jahre hinterher ist, damit nicht klar kommt. Dabei ist Schlaf nicht nur absolut notwendig für Ihre Gesundheit, sondern kann auch richtig zelebriert werden. Denn was gibt es Schöneres, als wenn Sie Ihren Körper nach einem langen Arbeitstag im weichen Bett ausstrecken?

Schlafenszeit ist Regenerationszeit

Wohl bekannt ist, dass der Körper im Schlaf viele Regenerationsprozesse anstößt. Das Gehirn verarbeitet neue Eindrücke und der Körper repariert kleine Schäden. Kein Wunder also, dass der Blick in den Spiegel nach einer durchwachten Nacht so erschreckend ist.

In der Nacht hat Ihre Haut Zeit für regenerative Prozesse, während sie am Tag vor allem damit beschäftigt ist, den Hydrolipidfilm aufrecht zu erhalten und Schutzprozesse ablaufen zu lassen. Nachts werden Zellschäden repariert und die Durchblutung und Zellteilung steigt.

Die Durchblutung der Haut ist um 23 Uhr am höchsten, wie neue Studien zeigen. Um ein Uhr nachts ist die Zellteilung dann schneller als am Rest des Tages. Um vier Uhr morgens ist die Haut am durchlässigsten und kann am besten wasser- oder fettlösliche Substanzen aufnehmen.

Wenn Sie diesen Biorhytmus der Haut kennen, begreifen Sie auch, warum es so wichtig ist, die richtige Creme zu wählen und Ihre Haut gut zu pflegen.

1. Abendliche Pflege: Zu viel? Gibt es nicht!

Zwar stimmt es, dass eine zu reichhaltige Creme Pickel verursachen kann, aber mit der richtigen Technik kann sogar fettige Haut nachts richtig auftanken. Vor das Cremen hat der liebe Gott aber die Reinigung gesetzt. Die ist deswegen so wichtig, damit Ihre Haut ungehindert Pflegestoffe aufnehmen kann.

Eine gute Reinigung sollte vor allem mild sein, egal wie viele Unreinheiten Sie haben. Eine aggressive Reinigung reizt Ihre Haut nur noch mehr, trocknet sie aus und verhindert das problemlose Abheilen von Pickeln. Gut geeignet ist daher ein Reinigungsöl (zum Beispiel von Balea, um 2,45€). Dieses wird auf das trockene Gesicht aufgetragen, aufemulgiert und dann mit warmem Wasser abgewaschen.

Ein gutes Öl nimmt auch wasserfestes Make-Up herunter. So können Sie auf alkoholhaltige Make-Up-Entferner verzichten. Fettige oder unreine Haut können Sie dann noch mit einem sanften Waschgel von Ölresten befreien. Wenn Sie möchten, können Sie dann noch ein mildes Gesichtswasser nutzen, um das Gesicht komplett zu reinigen und schon einmal zu pflegen. Gut ist Gesichtswasser mit Glycerin oder anderen feuchtigkeitsspendenden Stoffen. Derart vorbereitet wartet Ihre Haut jetzt auf extra viel Pflege.

2. Anti-Aging im Schlaf

Das Wichtigste ist die richtige Reihenfolge der Cremes. Nach dem Prinzip des Layering (engl. schichten) werden mehrere Cremes und Seren genutzt. Dabei wird prinzipiell von leicht nach schwer geschichtet. Nach der ersten Portion Feuchtigkeit durch das Gesichtswasser, nutzen Sie jetzt am besten ein Serum.

Da das Serum vor allem dafür da ist, Ihre Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, gibt es hier noch nicht viele Unterschied für die Hauttypen, denn auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit. Ideal sind Seren mit Retinol (Vitamin A), das als der Anti-Aging-Wirkstoff schlechthin gilt.

Jetzt ist auch der richtige Moment, um statt des Serums eine Creme mit Fruchtsäure oder ähnlichen alpha hydroxy acids (AHA) zu nutzen. Diese dringen in Ihre Haut ein und wirken wie ein sanftes Peeling für einen frischen Teint am nächsten Tag. Bei unreiner Haut sind Cremes mit Salizylsäure (beta hydroxy acids, BHA) gut geeignet, um Ihre Haut über Nacht porentief zu pflegen.

Weitere gute Wirkstoffe für das Anti-Aging sind Vitamin E und Coenzym Q10. Anti-Aging darf übrigens bereits ab Mitte Zwanzig begonnen werden, denn es geht dabei vor allem darum, Schäden gar nicht erst entstehen zu lassen.

3. Krönender Abschluss: Die passende Nachtcreme

Nach Seren und anderen Cremes mit besonders vielen Wirkstoffen kommt jetzt der zweite wichtige Schritt. Denn auch, wenn sich Ihre Haut erst einmal gut durchfeuchtet anfühlt, darf es nachts ruhig ein bisschen mehr sein.

Nachts ist die Haut durchlässiger. Das aber in beide Richtungen. Deswegen verliert sie nachts viel Feuchtigkeit, wenn Sie dem nicht entgegenwirken. Trockene Haut verträgt viel Fett, kann also ruhig mit pflanzlichen Ölen gepflegt werden. Diese bilden eine leichte Fettschicht auf der Haut, die verhindert, dass sie nachts zu viel Feuchtigkeit verliert. Zusätzlich kann die Pflege darunter besser einwirken und verdunstet nicht einfach.

Unreine oder fettige Haut hat im ersten Pflegeschritt viel Feuchtigkeit und viele Wirkstoffe bekommen, die jetzt über Nacht wirken sollen. Nachts ist deshalb auch Mineralöl erlaubt, da es die Wirkstoffe sehr wirksam auf Ihrer Haut einschließt. Eine Creme, die nochmal Feuchtigkeit spendet und deren Wirkstoffe sich mit dem ersten Pflegeschritt ergänzen, ist optimal geeignet.

Derart gepflegt kann Ihre Haut am nächsten Morgen strahlen.

Bildnachweis: nenetus / stock.adobe.com

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