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So schalten Sie 5 Spionagefunktionen von Windows 10 ab

Lesezeit: 2 Minuten Windows 10 ist erstmals für die meisten PC-Anwender als kostenloses Angebot verfügbar gemacht worden. Wenigsten teilweise handelt es sich bei dem Betriebssystem aber um ein trojanisches Pferd. Dann wenn Sie Windows 10 mit den Standardeinstellungen installieren, verteilen Sie jede Menge Daten und Informationen an Microsoft. Wie Sie die Spitzeldienste abschalten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

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So schalten Sie 5 Spionagefunktionen von Windows 10 ab

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Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geht mit Windows 10 hart ins Gericht und bezeichnet Microsofts für die Nutzer von Windows 7, 8 und 8.1 kostenlose Betriebssystem aus Redmond als „private Abhöranlage“. Denn Windows 10 ermittelt, wenn Sie es mit den Standard-Einstellungen installieren, ungefragt zahlreiche Nutzungsdaten, die sich anschließend auch bestens für maßgeschneiderte Werbung eignen. Diese Datensammelwut sollten Sie eindämmen.

Können Sie die Datensammelwut von Windows 10 eingrenzen?

Von wichtigen Informationen, die Microsoft über die Standard-Einstellungen von Windows 10 gerne über Sie erfahren würde, können Sie den Konzern abschneiden. Das funktioniert glücklicherweise auch dann, wenn Sie das Upgrade mit den empfohlenen Express-Einstellungen vorgenommen haben, die alle kritischen Datenübermittlungen freischalten. Eine aufwendige Neuinstallation ist erfreulicherweise also nicht erforderlich.

So schalten Sie die Spionagedienste von Windows 10 ab

Installation: Schon während des Setups bietet Windows 10 die Option „Express-Installation“ an, die viele Spionagefunktionen als Voreinstellung aufspielt. Wenn das Betriebssystem noch nicht installierte haben, sollten Sie anstelle der „Express-Installation“ den Eintrag „Einstellungen anpassen“ auswählen. Schalten Sie dann die angebotenen Funktionen per Schieberegler auf „Aus“, um Microsoft so wenig Daten wie möglich zu liefern.

Sprachassistent spioniert: Der Sprachassistent Cortana verlangt weitreichenden Zugriff auf Ihre Daten. So müssen Sie unter anderem Zugriff auf Ihre Kontakte gewähren und Ihren Kalender freigeben. Abschalten können Sie Cortana, indem Sie auf das „Mikrofon“-Symbol rechts in der Suchbox klicken und dann unter „Einstellungen“ (Zahnrad-Symbol) den Schieberegler hinter dem Eintrag „Cortana“ auf „Aus“ schalten.

Browser Edge: So schön der neue Browser Edge, als Nachfolger des Internet Explorers arbeitet, ist auch er ein Datenspion. Informationen, wie aufgerufene Webseiten werden an Microsoft übertragen. Das geschieht, um Ihnen Inhalte automatisch vorzuschlagen. Auch heruntergeladene Dateien werden auf Schadsoftware geprüft.

Um die Spionage zu deaktivieren, klicken Sie oben rechts auf das Symbol mit den drei Punkten. Wählen Sie dann aus dem Menü den Eintrag „Einstellungen“ aus. Um die MSN-Vorschläge von Microsoft zu unterbinden wählen Sie unter „Neue Tabs öffnen mit“ den Eintrag „Leere Seite“ aus. Gehen Sie dann auf „Erweiterte Einstellungen anzeigen“. Deaktivieren Sie hier „Suchvorschläge bei der Eingabe anzeigen“, „Seitenvorschläge verwenden“ und „Meinen PC mit Smart-Screen vor schädlichen Websites und Downloads schützen“, damit Ihnen Microsoft beim Stöbern im Internet nicht über die Schulter schaut.

Einstellungen bearbeiten: Wenn Windows 10 bereits auf Ihrem Rechner installiert ist, sollten Sie die Einstellungen anpassen. Um die zu erreichen, klicken Sie auf die Windows-Schaltfläche und wählen das Kommando „Einstellungen“ aus. Im folgenden Dialogfenster klicken Sie auf „Datenschutz“. Hier deaktivieren Sie den Zugriff auf Ihren Standort, die Kamera des Rechners oder Ihre Kontakte.

Auch die „Werbungs-ID“, die Sie im Internet eindeutig identifizierbar macht, lässt sich hier deaktivieren. Bitte beachten Sie, dass einige Funktionen durch Ihren Sicherheitsanspruch deaktiviert werden. So kann Cortana beispielsweise ohne einen Zugriff auf Ihren Standort keine lokalen Wetterdaten liefern.

Tipp: Spionage per Software deaktivieren. Für fortgeschrittene Anwender empfehlen wir das Tool DoNotSpy10. Hier schalten Sie Spionagefunktionen einfach per Mausklick ab. Allerdings werden Ihnen hier auch zahlreiche komplexe System-Einstellungen zum An- bzw. Abschalten angeboten. Sie sollten also genau wissen, was Sie tun.

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