Familie Praxistipps

So lernen Kinder den Umgang mit Feuer

Lesezeit: 2 Minuten Anstatt immer nur vor dem Feuer zu warnen und Ihren Kindern den Umgang mit Streichhölzern zu verbieten, sollten Sie ihnen lieber den verantwortungsvollen Umgang damit nahebringen. Das schützt auch vor ungewollten Bränden.

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So lernen Kinder den Umgang mit Feuer

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So lernen Kinder den Umgang mit Feuer

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Fast jedes Kind ist schon einmal mit Feuer konfrontiert worden. Sei es bei einem Beitrag im Fernsehen, wenn die Eltern den Kamin anzünden oder einfach beim gemeinsamen Lagerfeuer. Dabei empfinden Kinder die Flammen nicht immer bedrohlich, sondern sind oftmals davon sogar fasziniert.

Damit Sie als Eltern keine Angst zu haben brauchen, dass Ihr Kind einmal heimlich selbst das Zündeln probiert, sollten Sie mit ihm gemeinsam den Umgang mit Feuerzeug und Streichholz üben.

Nicht den Umgang mit Feuer verbieten

Wenn Sie Ihrem Kind den Umgang mit dem Feuer einfach nur verbieten, weil Sie Angst haben, dass daraus ein Brand entstehen könnte, erreichen Sie nichts und bewirken im Extremfall sogar das Gegenteil. Gerade der Reiz des Verbotenen könnte dazu führen, dass die Kinder dann heimlich das Zündeln probieren, was zu fatalen Folgen führen kann.

Anzünden des Feuers bewusst üben

Schon in Kindergartenalter sind die Kinder in der Lage, selbst einen Streichholz oder ein Feuerzeug anzuzünden. Unterhalten Sie sich mit Ihrem Kind zunächst über alle Arten von Feuer und machen Sie ihm deutlich, welche Folgen es haben kann, wenn die Kontrolle darüber verloren wird. Wenn das Kind bereit dazu ist, gehen Sie zu gemeinsamen praktischen Übungen über.

Beginnen Sie einfach mit dem Anzünden und Auspusten eines Streichholzes. Schon davon wird Ihr Kind beeindruckt sein. Lassen Sie Ihr Kind ruhig solange unter Aufsicht üben, bis es keine Angst mehr davor hat.

Praktische Übungen ausdehnen

Lassen Sie Ihr Kind dann eine Kerze anzünden. Dabei lernt es, dass es ein wenig Geduld haben muss, bis das Feuer entfacht. Legen Sie eine feuerfeste Unterlage bereit, damit das Streichholz fallen gelassen werden kann, falls es zu weit abbrennt. Als nächste Stufe kann das Kind dann beim Entzünden des Kaminfeuers oder eines Herdfeuers dabei sein.

Lassen Sie es zunächst zuschauen und nur wenn es von sich aus möchte, darf es das Feuer auch einmal selbst entfachen.

Praktische Übungen im Freien mit großem Feuer

Im weiteren Verlauf können Sie dann im Freien mit größeren Feuern üben. Beginnen Sie am Grill und demonstrieren Sie eine sichere Anzündweise. Zum Abschluss planen Sie dann ein gemeinsames Lagerfeuer. Stellen Sie bei allen Aktionen stets einen Eimer Wasser in die Nähe.

Über Brandfolgen ausgiebig sprechen

Jedes Mal, wenn Sie mit dem Kind etwas üben, weisen Sie noch einmal eindringlich darauf hin, dass ein Feuer niemals ohne Aufsicht brennen darf, egal wie klein es auch ist. Führen Sie ihm ständig vor Augen, welche Folgen es haben kann, wenn ein Brand außer Kontrolle gerät. Zeigen Sie Ihrem Kind ruhig auch Bilder von ausgebrannten Wohnungen und Brandverletzungen. So lernt es nicht nur den praktischen, sondern auch den respektvollen Umgang mit dem heißen Element.

Bildnachweis: Stephan Dinges / stock.adobe.com

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