Computer Praxistipps

So kommen Sie Leistungs- und Stabilitätsproblemen auf die Schliche

Lesezeit: 4 Minuten Wenn Ihr Windows 8.1 allmählich langsamer wird, sind die Ursachen und Lösungsansätze vielfältig: Liegt eventuell ein Hardware-Problem vor, oder ist Ihr PC schlicht zu schwach auf der Brust? Bevor Sie einen Neukauf oder eine Neuinstallation ins Auge fassen, nutzen Sie besser erst einmal die Werkzeuge, die Windows 8.1 mitbringt.

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So kommen Sie Leistungs- und Stabilitätsproblemen auf die Schliche

Lesezeit: 4 Minuten

Damit kommen Sie Leistungs- und Stabilitätsproblemen schnell auf die Schliche:

Tolles Tool: Die Leistungsüberwachung

Die Leistungsüberwachung bietet Ihnen vielfältige Möglichkeiten, Ihr Windows zu überwachen und auszuwerten. Sie rufen die Leistungsüberwachung direkt auf, indem Sie die Tastenkombination "Windows-Taste" + "r" drücken, perfmon eintippen und "Enter" drücken. Die Leistungsfunktionen bestehen aus verschiedenen Komponenten.

Mit dem Systemmonitor Ihren Windows 8.1-PC überwachen

Klicken Sie zunächst auf Überwachungstools und Leistungsüberwachung. Dadurch öffnet sich der Systemmonitor. Beim Systemmonitor handelt es sich um eine Echtzeit-Anzeige, mit deren Hilfe Sie verschiedene Messparameter (Leistungsindikatoren) beobachten können. Klicken Sie auf das grüne Plus-Symbol, können Sie dem Systemmonitor bestimmte Leistungsindikatoren hinzufügen. Für eine bessere Übersicht sind die Leistungsindikatoren in verschiedene Gruppen eingeteilt.

So finden Sie beispielsweise in der Gruppe Prozessor die Messparameter Prozessorzeit, Leerlaufzeit und Interrupts. Per Klick auf einen dieser Parameter fügen Sie ihn dem Systemmonitor hinzu. Nun können Sie genau beobachten, wie sich der Indikator bei bestimmten Situationen verhält.

Nur was verrät uns das nun? Das ist natürlich von der Wahl der Indikatoren und dem Wissen um deren Bedeutung abhängig. Allerdings gibt es Hunderte davon, viele mit kryptischen Beschreibungen. Immerhin finden Sie unten im Fenster Leistungsindikatoren hinzufügen eine Beschreibung für jeden Indikator. Lesen Sie diese genau durch, um zu verstehen, was Sie messen. Ansonsten wird Ihnen der Systemmonitor keine große Hilfe sein. Einfacher klappt’s mit den so genannten Datensammlersätzen.

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Mit deren Hilfe erstellen Sie entweder Datenprotokolle, grafisch ansprechende
Berichte oder Leistungswarnungen, die beim Über- oder Unterschreiten eines bestimmten Werts eines zuvor definierten Leistungsindikators erscheinen.

So überprüfen Sie Ihren Computer mithilfe eines Datensammlersatzes

Sie haben den Eindruck, dass Ihr Rechner nicht die gewünschte
Leistung bringt? In diesem Fall hilft der Systemperformance-Datensammlersatz.
So funktioniert’s:

  1. Zum Starten der Leistungsüberwachung, drücken Sie gleichzeitig "Windows-Taste" + "r", tippen perfmon ein und drücken "Enter". Dadurch öffnet sich das Fenster Leistungsüberwachung. Hier klicken Sie auf Leistung, Datensammlersätze und System.
  2. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Eintrag System Performance (Systemleistung). Im Aufklappmenü wählen Sie dann Starten. Der Test dauert nun circa 60 Sekunden.
  3. Anschließend klicken Sie auf Berichte, System und System Performance. Hier finden Sie nun einen neuen Bericht, den Sie am Namen Ihres PC’s sowie dem aktuellen Datum erkennen. Klicken Sie darauf.
  4. Nun gilt es, den Bericht korrekt auszuwerten. Im Abschnitt Leistung sehen Sie mithilfe des Ampelsystems auf einen Blick, ob eine PC-Komponente einen Engpass im System erzeugt und falls ja, welche. Dabei kommen die typischen Signalfarben zum Zuge: Grün – alles gut, Gelb – Warnung, Rot – zu hohe Auslastung. Windows meldet gegebenenfalls auch das Programm, das für den Fehler verantwortlich ist.

Systemanalyse mit dem Ressourcenmonitor

Ein weiteres praktisches Werkzeug, um Ihren PC auf Herz und Nieren zu testen, ist der Ressourcenmonitor. Dabei handelt es sich um eine Art verbesserten Task-Manager. Sie starten Ihn mit der Tastenkombination "Windows-Taste" + "x" sowie Klicks auf Computerverwaltung, Leistung und Ressourcenmonitor öffnen. Der Ressourcenmonitor ist in fünf Register aufgeteilt. Auf dem ersten sehen Sie eine Übersicht der vier wichtigsten Komponenten, per Klick auf die Registerreiter CPU (Prozessor), Arbeitsspeicher, Datenträger und Netzwerk erhalten Sie detaillierte Infos zu den verschiedenen Bereichen.

In der linken Fensterhälfte sehen Sie unter jedem Reiter unterschiedliche Menüabschnitte, die zur besseren Übersicht nicht alle vollständig angezeigt werden. Per Klick auf das kleine Pfeilsymbol auf der rechten Seite der Bezeichnungen öffnet Windows 8.1 die einzelnen Abschnitte. Den Spalten entnehmen Sie dann die verschiedenen Messdaten.

Bewegen und halten Sie den Mauszeiger kurz auf eine Spaltenüberschrift, zeigt Windows 8.1 einen Beschreibungstext an, der Ihnen hilft, die Daten zu interpretieren. Rechts im Fenster sehen Sie die Echtzeitansicht (die letzten 60 Sekunden) einzelner Komponenten in Form eines Liniendiagramms. Wenn Sie das vergrößern möchten, klicken Sie auf Ansicht und wählen im Auswahlmenü das gewünschte Format.

Die Linien in der Echtzeitansicht zeigen Ihnen die Werte unterschiedlicher Leistungsindikatoren an, beispielsweise die Prozessor-Auslastung. In manchen Anzeigen finden Sie zusätzlich eine blaue Linie, die wiederum einen anderen Leistungsindikator visualisiert.

Welche Indikatoren angezeigt werden, verraten die Beschreibungen im Überschriftenfeld des jeweiligen Abschnitts im linken Fenster, die an dieser Stelle auch farbig markiert sind. Ein Beispiel:

So spüren Sie leistungsfressende Programme auf

Der PC lahmt oder die Festplatte rattert ständig? Verantwortlich dafür können Programme sein, die unbemerkt im Hintergrund laufen. So funktioniert’s: Starten Sie wie oben beschrieben den Ressourcenmonitor. Damit können Sie herausfinden, welche Programme den PC belasten. Welches Programm die Festplatte auslastet, finden Sie beispielsweise so heraus: Klicken Sie auf die Registerkarte Datenträger, dann Datenträgeraktivität und die Spalte Gesamt. Der erste Eintrag in der Spalte Prozess beschäftigt die Festplatte am meisten.

Und welche Software die meisten Prozessor-Ressourcen auffrisst, sehen Sie auf die gleiche Weise nach Klicks auf den Reiter CPU. Bewegt sich der Wert CPU – Gesamt auf einem modernen Computer (während keine aufwendigen Berechnungen anstehen) dauerhaft über 25 Prozent, ist das ein Zeichen, das mit einem Programm etwas nicht stimmt und es den Prozessor unnötig belastet. Norma sind hohe Prozessorlasten nur dann, wenn das Antivirenprogramm den Computer turnusgemäß vollständig untersucht, Sie ein Spiel spielen oder etwa einen Film schneiden und neu berechnen. Fehlerhafte Programme beschäftigen oft durch unnütze Anfragen besonders den Prozessor, der dann heiß wird und die Lüfter auf Hochtouren bringt.

Diesen Prozess sollten Sie identifizieren und beenden. Klicken Sie dazu auf den Spaltenkopf CPU, erscheinen die Programme, die Ihrem PC aktuell am meisten Leistung abverlangen, ganz oben in der Liste. Zum Beenden eines störrischen Programms klicken Sie mit der rechte Maustaste darauf und klicken im Aufklappmenü auf Task beenden.

Den dazugehörigen Prozess beendet Windows 8.1 nun ohne Rückfrage. Anschließend können Sie das Programmneu starten. In der Regel funktioniert es nun wieder einwandfrei. Wichtig: Versuchen Sie vor dem Abschießen eventuell geöffnete Dateien zu sichern, denn diese werden beim Beenden durch den Ressourcenmonitor nicht gespeichert.

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