Homöopathie Praxistipps

So können Sie Medikamente absetzen, Nebenwirkungen abbauen und genesen

Lesezeit: 4 Minuten Manch einer von Ihnen befürchtet, wenn er schulmedizinische Medikamente gegen entsprechende homöopathische Arzneien austauscht, ein gesundheitliches Risiko einzugehen. Meines Erachtens besteht das Problem weniger darin, wirksamen Ersatz zu finden, als vielmehr darin, die Nebenwirkungen der Medikamente abzubauen, damit Sie genesen können. Erfahren Sie nun, wie sich dieses Problem lösen lässt.

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So können Sie Medikamente absetzen, Nebenwirkungen abbauen und genesen

So können Sie Medikamente absetzen, Nebenwirkungen abbauen und genesen

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Gefahren der Medikamenteneinnahme

Viele Menschen sind von der Schulmedizin enttäuscht, da Sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie mit den verabreichten Medikamenten nicht gesünder, sondern kränker geworden sind. Warum die Schulmedizin ihren Erwartungen nicht gerecht werden kann, werde ich Ihnen kurz erläutern, damit ich anschließend einen Ausweg aus diesem Dilemma skizzieren kann.

Überschätzte Wirksamkeit

Viele Menschen nehmen z. B. Beta-Blocker ein, um ihren Blutdruck zu senken. Sie finden sich damit ab, dass die Ursachen ihres Bluthochdrucks nicht behoben werden, hoffen aber darauf, mit Hilfe der Tabletten einen schlimmen gesundheitlichen Einbruch zu verhüten.

Der Arzneimittelfachmann Prof. Dr. F.  P. Meyer fand jedoch heraus, dass sich durch 5 Jahre lange Blutdrucktherapie von 93 Patienten nur in einem Fall ein Schlaganfall und bei 178 Patienten nur in einem Fall eine koronare Herzkrankheit verhindern ließ!

Unterschätzte Nebenwirkungen

Der äußerst geringen Wirksamkeit der medikamentösen Blutdruckbehandlung, laut Prof. Meyer, auf der einen Seite stehen auf der anderen Seite umso bedenklichere, mögliche Nebenwirkungen von Beta-Blockern gegenüber: z. B. Verstärkung von Asthma und Diabetes, Gewichtszunahme, Potenzstörungen und Herzrhythmus- und Durchblutungsstörungen. Bitte schauen Sie sich die beiden letzten Nebenwirkungen, die auftreten können, genauer an! Ist Ihnen aufgefallen, dass Beta-Blocker die Beschwerden, die sie behandeln sollen, auch auslösen können?

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Teufelskreis der Medikamenteneinnahme

Auch bei anderen Medikamenten können Sie den Beipackzetteln entnehmen, dass sie gegen die Symptome verordnet werden, die sie auch als Nebenwirkungen hervorrufen können, wie z. B. bei Mezavant, das bei Colitis ulcerosa verordnet wird, und Pantoprazol, dem sogenannten „Magenschutz“. Bei Wikipedia können Sie lesen: „Grundsätzlich können alle Analgetika (Schmerzmittel) zu einem medikamentenbedingten Kopfschmerz führen.“

Patienten, die bei ihrer Migräne, ihren Kopf-, Nacken- oder Rückenbeschwerden unter unerträglichen Schmerzen leiden, neigen dazu, zu viele Schmerzmittel einzunehmen, da die normale Dosierung nicht oder nicht mehr wirkt. Häufig führt dieser übermäßige Tablettenkonsum zu einem chronischen Schmerzsyndrom, zu einem weit schlimmeren Zustand als vor der Medikamenteneinnahme.

Verlust der Chance auf Heilung

Meist greift man erst dann zu einem schulmedizinischen Medikament, wenn man keinen anderen Ausweg sieht. Sobald man aber beginnt, regelmäßig allopathische Medikamente einzunehmen, gibt man die Chance auf, dass die Selbstheilungskräfte die Beschwerden bewältigen können. Häufig ist einem dabei jedoch nicht bewusst, dass ein Großteil der Medikamente die bereits überforderten Selbstheilungskräfte noch weiter strapazieren, so weit, dass sie (fast) zum Erliegen kommen.

Trigger-Effekt

In diesem Zustand tritt der sogenannte Trigger-Effekt (Auslöser-Effekt) auf. Damit ist Folgendes gemeint: Vor der Medikamenteneinnahme hatte es das Immunsystem gerade noch geschafft, ein gewisses gesundheitliches Gleichgewicht herzustellen.

Nun wirkt sich das regelmäßig eingenommene Medikament, das Symptome ineffektiv behebt, hemmt oder blockiert, wie das Zünglein an der Waage aus: Das bereits aus den Fugen geratene Gleichgewicht bricht endgültig zusammen, und wir sind dauerhaft, also chronisch, krank geworden. Dabei können alle möglichen Symptome auftreten, was daher rührt, dass alte, nicht ausgeheilte, verborgene Krankheits-Restbestände getriggert, d. h. reaktiviert, werden.

Fazit (1)

Bei regelmäßiger Einnahme allopathischer Medikamente besteht die Gefahr, dass der Trigger-Effekt auftritt, und wir gesundheitlich – in der Sprache der Technik und vereinfacht ausgedrückt – von dem Reservemodus (angeschlagenen gesundheitlichen Zustand) in den Stottermodus (gesundheitlicher Ein- oder Zusammenbruch) geraten.

Ausweg aus dieser Sackgasse

Um den Trigger-Effekt zu überwinden und Patienten aus dem oben erwähnten Einbruch wieder herauszuhelfen, bleibt mir als Homöopathin nichts anderes übrig, als nach und nach die reaktivierten alten Belastungen, genauer gesagt die Toxine, die in ihrem Organismus zurückgeblieben sind, abzubauen. Hierfür setze ich verschiedenartige homöopathische Arzneien ein: Nosoden und Drainage-Arzneien.

Nosoden

Hauptsächlich verwende ich dabei bestimmte homöopathische Arzneien, die „Nosoden“ genannt werden. Nosoden, was sich in etwa mit „aus einem Krankheitsprodukt hergestellte Arzneien“ übersetzen lässt, werden aus besonderen Ausgangssubstanzen wie z. B. Krankheitsabsonderungen, Bakterien, Viren und schulmedizinischen Medikamenten hergestellt. Mit ihrer Hilfe kann man – stark vereinfacht ausgedrückt – den z. T. inaktiven Selbstheilungskräften einen Impuls geben, so dass sie wieder ihre Funktion aufnehmen und Toxine, die den Nosoden gleichen, freisetzen.

In meinen bisherigen Artikeln, die sich mit Homöopathie beschäftigen, habe ich Ihnen bislang folgende Nosoden vorgestellt:

Medikamenten-Nosoden

  • Cortisonum
  • Morphinum
  • Penicillinum

Impfnosoden

  • Diphterinum-Tetanus-Polio
  • Diphterinum-Tetanus-Pertussinum-Polio

Bakterielle und virale Nosoden

  • Parotidinum
  • Pertussinum
  • Streptococcinum
  • Variolinum

Strahlen-Nosoden

  • Radium bromatum
  • X-Rays

Außer den beiden Nosoden Diphterinum-Tetanus-Pertussinum-Polio und Pertussinum, die meinen jungen Patienten halfen, ihren Hustenreiz loszuwerden, sowie Parotidinum haben meine erwachsenen Patienten, die vor der homöopathischen Behandlung allopathische Medikamente eingenommen hatten, all die aufgeführten Nosoden benötigt. Außerdem musste ich allen noch folgende Nosoden verabreichen:

  • Borrelia (Borrelien-Nosode)
  • Lyssinum (Tollwut-Nosode) und entweder
  • Morbillinum (Masern-Nosode) oder, falls erhalten, die Impfnosode
  • Masern-Mumps-Röteln.

Drainage-Arzneien

Um die durch die gleichartigen Nosoden gelösten Toxine auszuleiten, verwende ich hauptsächlich Darmnosoden und Solunate, wie ich in meinem Artikel Wie man homöopathische Arzneien richtig verordnet ausgeführt habe.

Fallbeispiel (gekürzt): Schmerzpatientin mit Fibromyalgie

Eine Frau litt unter unerträglichen Rücken- und Gliederschmerzen. Neben einer angeborenen Gelenk-Fehlbildung war Fibromyalgie (chronisches -Muskel-Sehnen-Schmerzleiden) diagnostiziert worden. Trotz meiner Warnung ließ sie sich, bevor sie als Patientin zu mir kam, Cortison injizieren.

Nachdem Schmerz-Tabletten zuvor versagt hatten, wollte sie endlich die Entzündung im Rückenwirbelbereich loswerden. Da sie eine heftige Steroid-(Cortison-) Akne und Atemwegsinfektion bekam, verzichtete sie auf weitere Injektionen und ließ sich von mir mit Nosoden und Drainage-Arzneien behandeln. Ich setzte nach und nach die oben erwähnten Nosoden ein, wofür ich – nach energetischem Austesten – einen Therapieplan aufstellte.

Bei diesem Plan berücksichtigte ich, dass vor allem die drei Nosoden Lyssinum, Radium bromatum und Variolinum nicht täglich gegeben werden sollten, da sie erst langsam ihre Wirkung aufbauen und diese hierdurch abgebremst würde. Die Beschwerden der Patientin besserten sich schnell, klangen aber – bis auf Hautprobleme – erst ab, als ich Morphinum in den Behandlungsplan mit aufnahm. Wie sonst auch, zeigte sich auch hier, dass es darauf ankommt, so viele Belastungen wie möglich zu erfassen und die entsprechenden Toxine auszuleiten.

Fazit (2)

Anders als in der üblichen klassischen Homöopathie setzt  man in der Nosodentherapie mehrere hömöopathische Arzneien, Nosoden und Drainage-Arzneien gleichzeitig ein, um die Toxine, die Auslöser der Beschwerden, abzubauen. Der Erfolg dieser Therapie lässt sich daran erkennen, dass die Symptome – gemäß der homöopathischen Heilungsregel – von den inneren Organen und den Schleimhäuten nach außen zur Hautoberfläche wandern und die Beschwerden zurückgehen.

Zurück zu dem Fallbeispiel

Die oben erwähnte Schmerzpatientin bekam während der Nosodentherapie Pickel auf Kinn und Nase, die weniger unangenehm als die vorausgegangene Steroid-Akne waren und nicht schmerzten. Sie sagte: „Wenn ich Ihre Mittel absetze, wird meine Haut besser, aber dann bekomme ich wieder Schmerzen. Wenn ich sie nehme, geht’s mir wieder gut. Dann nehme ich doch lieber die Pickel in Kauf.“

Nach knapp einem Jahr hatte sich auch das Hautbild auffallend gebessert, und sie fühlte sich wohl und vital, ein Gefühl, das nach einem langen Leidensweg erst mit Hilfe der Nosodentherapie wieder zurückgekehrt war.

Bildnachweis: Robert Kneschke / stock.adobe.com

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