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So haben Eltern und Kind Spaß am Babyschwimmen

Lesezeit: 3 Minuten Die meisten Neugeborenen bewegen sich wie ein Fisch im Wasser. Beim Babyschwimmen lernen sie aber nicht wirklich schwimmen, denn die dazu erforderlichen motorischen Bewegungsabläufe begreifen Kinder erst ab dem 4. Lebensjahr. Auch wenn das Babyschwimmen die Entwicklung des Kindes fördert, steht der Spaß für Eltern und Kind im Vordergrund.

3 min Lesezeit
So haben Eltern und Kind Spaß am Babyschwimmen

So haben Eltern und Kind Spaß am Babyschwimmen

Lesezeit: 3 Minuten

Vorteile für das Babyschwimmen

Obwohl sich Babys in dem ersten Lebenshalbjahr rasant entwickeln, sind ihre Bewegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt. Beim Babyschwimmen erhält das Baby im Wasser Auftrieb und kann nach Herzenslust zappeln und strampeln. Auf diese Weise werden die motorischen Fertigkeiten eines Kindes positiv beeinflusst. Außerdem verstärkt das vertrauensvolle Miteinander die Eltern-Kind-Bindung. Das Baby fühlt sich auf dem Arm von Mutter oder Vater geborgen und gleichzeitig gewinnen die Eltern Sicherheit im Umgang mit ihrem Kind.

Babyschwimmen: Mehr Spiel statt Sport

Im Prinzip ist Babyschwimmen ein Badespaß für Eltern und Neugeborenen. Unter Anleitung eines Kursleiters führen die Eltern zusammen mit dem Baby kleine Übungen aus. Der Spaß im nassen Element steht dabei im Vordergrund. Für junge Mütter, die sich mit dem Baby isoliert fühlen, ist das lustige Vergnügen außerdem eine ideale Gelegenheit, um soziale Kontakte mit anderen Müttern zu knüpfen.

Ab wann zum Babyschwimmen

Ab dem dritten Lebensmonat können Sie mit Ihrem Kind zum Babyschwimmen gehen. Manchmal werden sogar schon Kurse für jüngere Babys angeboten. Gehen Sie aber erst zum Babyschwimmen, wenn Sie schon etwas Routine im Umgang mit dem Baby gewonnen haben und auch in ungewohnten Situationen gelassen bleiben. Falls Ihr Kind oft kränkelt, gehen Sie erst nach Rücksprache mit dem Kinderarzt zum Schwimmen. Besprechen Sie sich auch mit dem Kinderarzt, welche Impfungen Ihr Baby haben sollte.

Wo finden Kurse statt

In der Regel bieten Schwimmbäder entsprechende Kurse für Eltern und Babys an. Da die Kurse aufgrund der kleinen Teilnehmerzahl schnell ausgebucht sind, empfiehlt es sich rechtzeitig zu buchen. Das Babyschwimmen findet meistens in einem getrennten Schwimmbecken statt. Hier hat das leicht gechlorte Wasser eine wohlig warme Temperatur von rund 34 Grad.

Tipps für das Babyschwimmen

Erkundigen Sie sich beim Anbieter, wie der entsprechende Kurs abläuft und welche Besonderheiten für das Babyschwimmen gelten. Unsere Zusammenstellung hilft Ihnen, sich schon vorab zu orientieren:

  • Gewöhnlich tragen die Babys im Wasser eine Schwimmwindel. In der Regel erhalten Sie die Aquawindeln gegen eine kleine Gebühr beim Ausrichter des Kurses.
  • Die Eltern brauchen Schwimmzeug, empfehlenswert sind außerdem Badelatschen.
  • Sie brauchen für sich mindestens ein Badehandtuch und für das Baby zwei Badehandtücher sowie Duschzeug. Bei manchen Schwimmbädern kann der eigene Föhn zum Trocknen der Haare benutzt werden.
  • Babys kühlen schnell aus. Sobald Ihr Baby das Wasser verlässt, wickeln Sie es in ein weiches Handtuch ein.
  • Denken Sie an die Wickeltasche mit frischen Windeln.
  • Beschränken Sie bei Babys den Aufenthalt im Wasser auf maximal 20 Minuten.
  • Lassen Sie sich vom Kurzleiter zeigen, wie Sie Ihr Baby sicher im Wasser halten.
  • Behalten Sie Ihr Kind im Wasser und am Beckenrand immer im Auge.
  • Wenn Ihr Kind zittert oder die Lippen blau anlaufen, verlassen Sie das Schwimmbecken und wickeln Sie Ihr Kind in ein weiches Handtuch.
  • Gehen Sie nicht direkt nach einer Mahlzeit mit dem Baby schwimmen sondern warten Sie eine Stunde.
  • Babyschwimmen ist anstrengend. Danach ist Ihr Kind sehr müde, hungrig und durstig. Wenn Sie nicht stillen, nehme Sie entsprechend Nahrung und Flüssigkeit mit. Denken Sie auch daran, für sich etwas zu Essen und zu Trinken einzupacken.
  • Nach dem Schwimmen duschen Sie sich und Ihr Baby gemeinsam unter der Dusche ab. Wickeln Sie das Baby in das Handtuch und legen Sie es in die Babyschale oder in den Buggy. Eventuell stellt das Schwimmbad auch Babyschalen, Laufstall oder Wickeltisch zur Verfügung. Während Ihr Baby sicher und warm ruht, trockenen Sie sich ab und ziehen Sie sich um.
  • Ziehen Sie das Baby warm an und setzen Sie ihm ein Mützchen auf, wenn Sie nach dem Schwimmen nach Hause fahren.
  • Sich und das Baby nach dem Schwimmen zu trocknen, ist gar nicht so einfach. Bitten Sie einfach Verwandte, Sie zu begleiten. Die Oma wartet am Beckenrand und nimmt das Baby in sicherer Obhut, während die Mutter sich in Ruhe duscht und umzieht. Klären Sie mit dem Veranstalter, ob eine Begleitperson kostenlos mitkommen darf.

Bleiben Sie gelassen

Nicht immer fühlen sich Babys im großen Schwimmbad oder in den Duschräumen wohl. Bleiben Sie entspannt, wenn Ihr Kind nicht lachend im Wasser tobt sondern auf die vielen fremden Einflüsse mit Weinen reagiert. Falscher Ehrgeiz hilft jetzt nicht weiter sondern verschlimmert nur die Situation.

Nehmen Sie Ihr Kind einfach auf den Arm und schauen Sie dem Treiben erst einmal aus sicherer Entfernung zu. Beim nächsten Mal setzen Sie sich an den Beckenrand, so dass vielleicht schon die Füßchen im Wasser plantschen. Wenn Sie Ihrem Kind Zeit lassen, überwindet es nach und nach die Scheu vor dem Wasser.

Mit diesen Tipps nehmen Sie dem Baby die Angst vor dem Wasser.

Bildnachweis: JenkoAtaman / stock.adobe.com

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