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So gehen Sie besser mit Kränkungen um

Lesezeit: 2 Minuten Haben Sie gelegentlich das Gefühl, dass Mitmenschen Sie abwerten, demütigen, beleidigen, ablehnen oder Sie mit Kritik bombardieren und so verletzen, dass Sie aus dem Gleichgewicht geraten? Bekommen Sie von Ihren Mitmenschen manchmal zu hören, dass Sie zu empfindlich und ein "Sensibelchen" sind? Lesen Sie, wie Sie Ablehnung weniger persönlich nehmen und mit Kränkungen angemessener umgehen können.

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So gehen Sie besser mit Kränkungen um

So gehen Sie besser mit Kränkungen um

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Jeder Mensch weiß, wie schmerzhaft es sich anfühlt ausgegrenzt, zurückgewiesen oder verletzt worden zu sein. Mangelnde Wertschätzung belastet unser Selbstwertgefühl. Wird unser Bedürfnis nach Wertschätzung und Zugehörigkeit übergangen, fühlen wir uns hilflos oder „kochen vor Wut“ und sinnen auf Rache. Fühlen wir uns bei einem Fehler ertappt, schämen wir uns.

Wurde unser Selbstvertrauen stark erschüttert, ziehen wir uns hilflos schmollend oder schwer beleidigt zurück oder holen wutentbrannt zum Gegenschlag aus. Wir können in einen Kreislauf von Kränkung-Wut-Rache-Gegenkränkung geraten.

Machen Sie eine Bestandsaufnahme, wie Sie mit Kränkungen umgehen

Manche Menschen verhalten sich häufig rücksichtslos, gemein, desinteressiert oder besitzen kein Taktgefühl. Deshalb ist eine Eigen-Inventur notwendig, um nicht wehr- und hoffnungslos in der Opferrolle auszuharren. Stellen Sie sich dazu folgende Fragen: Wann, wo und wie fühlen Sie sich gekränkt? Denken Sie über die Situation und Ihre Reaktion nach? Wie regeln Sie sich danach wieder herunter?

Hinterfragen Sie Ihre Bewertungen

Wie tief ein Giftpfeil in uns eindringt, liegt vor allem an unserer eigenen Bewertung. Ein Beispiel: Der Partner hält unseren Lieblings-Joghurt in der Hand und sagt: „Der Joghurt ist abgelaufen.“

Diese Feststellung könnten wir als Vorwurf werten, denn er muss doch glauben, dass wir liederlich sind und folglich werden wir wütend. Oder wir fühlen uns kontrolliert und bevormundet, da wir wissen, dass man Joghurt drei Tage über dem Verfallsdatum noch essen kann, und ärgern uns über diese Ansage.

Eventuell sehen wir auch Fürsorglichkeit in seinen Worten, da der Magen empfindlich ist und wir denken, dass er uns vor Bauchschmerzen bewahren will.

Gedanken bestimmen die Gefühle

Nicht jeder Mensch wird durch die gleichen Worte verletzt und jeder kann anders mit Kränkungen umgehen. Oft gibt es bestimmte „Knöpfe“, auf die Mitmenschen drücken. Dabei interpretieren wir Sätze und Verhalten anderer gemäß unserer derzeitigen Stimmungslage, unseren Erwartungen und entsprechend unserer bisherigen Lebenserfahrung.

Selten lassen sich Aussagen oder Verhalten anderer verhindern, aber mit einer anderen Bewertung empfinden wir sie nicht als Bedrohung. Hat es jemand darauf abgesehen Sie aus Ihrer Balance zu bringen, so liegt es an Ihren Gedanken, ob er es schafft – und falls ja für welche Zeitdauer.

Überlegen Sie ob ein tiefes Verletzt-Sein der Situation angemessen ist und ob es Ihnen nützt. Oft ist das, was Andere von uns glauben, eher für deren momentane seelische Verfassung charakteristisch als für uns. Falls möglich, fragen Sie nach einer verbalen Attacke nach, was ganz konkret „nicht passt.“ Manchmal wundert sich die Gegenseite dann, wie Worte und Verhalten bei Ihnen angekommen sind.

Bösartigkeiten sind vielfach nicht vorsätzlich geplant

„Angreifer“ sind oft gedankenlos oder verstecken eigene Ängste. Manchmal dient der Angriff als Krücke für ein schwaches Selbstwertgefühl, das durch das „Runtermachen“ anderer Menschen scheinbar gesteigert wird. Es gibt eine Menge Ursachen für das Verhalten von Unruhestiftern, die meist nur wenig mit dem Angegriffenen zu tun haben.

Ablehnung durch Andere ist keine Katastrophe

Sollten Sie tatsächlich von jemandem rundheraus abgelehnt werden, seien Sie sich gewiss, dass dies keine Katastrophe ist und Mitmenschen ähnliche Erfahrungen machen. Auf der anderen Seite kennen Sie viele Menschen, die Sie mögen, schätzen und respektieren.

Bildnachweis: nikodash / stock.adobe.com

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