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So finden Sie die richtige Brieftasche für ihre Kryptowährungen

3 min Lesezeit
So finden Sie die richtige Brieftasche für ihre Kryptowährungen

So finden Sie die richtige Brieftasche für ihre Kryptowährungen

Lesezeit: 3 Minuten

Es gibt grundsätzlich drei verschiedene Möglichkeiten seine Kryptowährungen in einer digitalen Brieftasche, auch Wallet genannt, aufzubewahren. Entweder speichern Sie diese online oder auf einem Datenträger wie einem USB-Stick, bzw. einer Festplatte und schließlich in gedruckter Form. Alle drei Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Bevor Sie sich für eine Variante entscheiden, sollten Sie zunächst Ihre persönlichen Bedürfnisse analysieren und dann auswählen.

Kryptowährungen sind noch ein relativ junges Finanz-Phänomen. Ihr Aufstieg ist untrennbar mit der stark gestiegenen Leistungsfähigkeit der Computer verbunden.

Rechenleistung treibt die Innovationen an

Die Künstliche Intelligenz hat längst den Bereich der Unterhaltung verlassen und ist in unser aller Leben vorgedrungen. Die ständig anwachsende Rechenleistung der Computer hat dazu geführt, dass die Programme immer besser darin werden, komplexe Fragestellungen zu lösen. Was Mitte der 1950er Jahre mit einem Dame-Computerprogramm begann, ist heute ein wesentlicher Treiber bei der Entwicklung neuer Technologien. Die enorme Rechenkraft von Computern hat zu zahlreichen Revolutionen geführt.

Eine dieser bahnbrechenden Entwicklungen ist das Aufkommen digitaler Währungen. Bitcoin und Co. haben sich in kürzester Zeit zu einer Alternative zu staatlichen Währungen entwickelt. Was vor drei Jahren noch als Spielwiese von Nerds abgetan wurde, ist heute Thema von Weltwirtschaftskonferenzen. Die richtige Aufbewahrung stellt sicher, dass die Kryptowährungen nicht in falsche Hände geraten. Dabei unterscheiden sie sich nicht von Bargeld.

Welche Brieftasche ist die Richtige?

Wie bei jeder anderen Anlageform auch, sollten Sie sich zu Beginn die Frage stellen, was Sie mit dem Kauf von Kryptowährungen bezwecken wollen. Möchten Sie Geld anlegen oder mit Bitcoin und Co. online handeln? Die Antwort auf diese Frage führt Sie zur richtigen Brieftasche für Ihre Kryptowährungen. Die folgenden drei Varianten bilden die derzeitigen Möglichkeiten ab, die eigenen digitalen Währungen zu verwahren. Um diese Formen der Lagerung beurteilen zu können, ist es wichtig zu verstehen, was eine digitale Brieftasche oder Wallet überhaupt ist.

Es handelt sich dabei um eine Software, die die Speicherung und den Handel mit Kryptowährungen zulässt. Sie können damit also beispielsweise Bitcoin senden und empfangen. Das digitale Geld ist allerdings nicht direkt in der Wallet gespeichert, diese dient als Aufbewahrungsort für die digitalen Schlüssel, die Ihnen Zugriff auf Ihr Guthaben gewähren und Transaktionen möglich machen. Ihre Coins sind in Wahrheit dezentral in einer Blockchain gespeichert. Um Zugang zu erhalten, bzw. Transaktionen durchzuführen, hat jede Wallet zwei verschiedene Schlüssel.

Der öffentliche Schlüssel entspricht der IBAN einer EC-Karte. Dieser wird dazu verwendet, um Kryptowährungen an diese Adresse zu senden. Der private Schlüssel hingegen ist mit der Geheimzahl der EC-Karte vergleichbar. Er wird dazu verwendet, um selbst Geld zu versenden. Damit ist er auch jener Code, der unbedingt geschützt werden muss. Dazu bieten sich drei Möglichkeiten an.

Händler greifen zur heißen Lagerung

Die sogenannte heiße Lagerung von Kryptowährungen bezeichnet die Aufbewahrung im Netz. Sie ist ideal für Käufer, die mit ihren unterschiedlichen digitalen Währungen handeln und daher raschen und unkomplizierten Zugriff benötigen. Für eine heiße Brieftasche benötigen Sie keine zusätzliche Hardware. Zahlreiche Krypto-Börsen bieten diese Form der Lagerung als Teil ihrer Leistung mit an. Der Zugriff erfolgt über das Internet, die Handhabung ist einfach und praktisch. Das hat allerdings den Nachteil, dass diese digitalen Brieftaschen Ziel von Hackerangriffen werden können. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu solchen Attacken.

Einen Schritt zu mehr Sicherheit stellt die sogenannte Mobile oder Desktop Wallet dar. Dabei werden Ihre Kryptowährungen auf einem Gerät nach Wunsch, also einem Smartphone oder Desktop-PC gespeichert. Dazu laden Sie einfach eine Wallet auf Ihr Gerät und speichern Ihr digitales Geld lokal. Der Zugriff auf Ihre neue Geldbörse kann in weiterer Folge jedoch nur noch lokal über dieses Gerät erfolgen. Das macht die Handhabung schon etwas weniger einfach. Der Vorteil liegt darin, dass Ihre Zugangsschlüssel nicht mehr auf einem fremden Server in der Cloud gespeichert werden müssen.

Investoren bevorzugen die kalte Lagerung

Investoren, die längerfristig denken, greifen zu einer kalten Lagerung. Dabei gibt es ebenfalls verschiedene Möglichkeiten. Die Speicherung kann über eine externe Festplatte, einen USB-Stick oder sogar über ein Blatt Papier erfolgen. Diese Form der Lagerung entspricht grob der Lagerung von Bargeld. Wenn Sie nicht darauf aufpassen oder vergessen, wo es deponiert ist, haben Sie es verloren. Der Preis für die Anschaffung einer guten Hardware-Wallet liegt bei rund 100 Euro. Diese werden mit einem USB-Kabel an das Smartphone oder den PC angeschlossen und sind danach einsatzbereit.

Wenn Sie ganz sicher gehen möchten, dann speichern Sie Ihren privaten Zugangsschlüssel ganz einfach auf Papier. Dazu schreiben Sie den Schlüssel auf ein Blatt Papier oder drucken diesen in Form eines QR-Codes aus. Das Papier sollte danach an einem sicheren Ort verwahrt werden, denn der Besitzer hat Zugriff auf den Speicherort Ihrer Kryptowährungen.

Jede dieser Aufbewahrungsformen hat etwas für sich. Je nach Ihrer bevorzugen Form des Umgangs mit dem digitalen Geld können Sie nun überlegen, welche Aspekte für Sie im Vordergrund Ihrer Überlegungen stehen. Ist es der rasche und unkomplizierte Zugriff oder möchten Sie Ihre Kryptowährungen sicher verwahrt wissen? Die Antwort auf diese Fragen entscheidet über die Form der Aufbewahrung.

Bildnachweis: Eisenhans / stock.adobe.com

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