Fotografie Praxistipps

So erstellen Sie 3D-Fotos mit jeder Kamera

Lesezeit: 2 Minuten 3D ist groß in Mode. Bei jedem Kinobesuch ist es möglich, mindestens einen Film in der dritten Dimension zu erleben. Auch 3D-Digitalkameras, Camcorder oder Handys die 3D Bilder schießen kann man mittlerweile erwerben. Den wenigsten Menschen ist jedoch bekannt, dass man schon vor über 160 Jahren 3D-Fotos, genauer gesagt Stereofotos, aufgenommen hat und dass es mit jeder herkömmlichen Kamera möglich ist, 3D-Fotos zu schießen. Ich sage Ihnen wie das geht.

2 min Lesezeit

So erstellen Sie 3D-Fotos mit jeder Kamera

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3D-Fotos von sich nicht bewegenden Objekten können Sie tatsächlich mit jeder Kamera und ohne weitere Hilfsmittel aufnehmen. Anschließend benötigen Sie eine Software, um ein 3D-Bild zu erzeugen. Eine leistungsfähige Software, die dazu noch in der Lage ist, 3D-Fotos für unterschiedliche Betrachtungsmethoden zu erzeugen, steht kostenlos zur Verfügung. Wenn Sie eine x-beliebige Digitalkamera haben, kostet Sie ein 3D-Foto somit keinen Cent sondern nur ein wenig Zeitaufwand.

Ein wenig Theorie
Ein 3D-Foto besteht immer aus zwei Bildern, die in etwa dem Augenabstand horizontal versetzt aufgenommen werden. Eine 3D-Kamera hat dazu zwei Objektive, die in diesem Abstand angeordnet sind. Der Vorteil: Das Stereofoto wird bei einer Auslösung erzeugt und man kann auch sich bewegende Motive einfangen.

Steht nur eine Kamera zur Verfügung, werden die zwei benötigten Fotos nacheinander aufgenommen, indem man die Kamera zwischen den Aufnahmen um den Augenabstand verschiebt. Dieses Verschieben der Kamera kann exakt auf bspw. einem Makroschlitten erfolgen, ist aber mit etwas Übung auch aus der Hand möglich. 

So schießen Sie ein 3D-Foto in zwei Schritten

  1. Stellen Sie sich leicht breitbeinig hin und visieren Sie ein Motiv an. Das Hauptmotiv darf nicht zu nah liegen. Als Faustregel gilt; das nächste Objekt im Motivbereich sollte ca. 3 Meter entfernt sein. Belasten Sie dann für die Aufnahme des ersten Fotos das linke Bein und lösen Sie aus.
  2. Ohne die Kamera zu bewegen, verlagern Sie das Körpergewicht auf das rechte Bein. Dies hat zur Folge, dass sich die Kamera etwas nach rechts bewegt, was in etwa dem Augenabstand entspricht. Lösen Sie nun erneut für die Aufnahme des zweiten Fotos aus.

So habe Sie zwei Aufnahmen im Kasten, die sich mittels Software zu einem 3D-Bild zusammensetzen lassen.

Tipp: Machen Sie von einem Motiv immer mehrere Aufnahmen nach demselben Schema. Zum einen kann es passieren, dass eines der Bilder unscharf wird, was zur Folge hat, dass sich kein brauchbares 3D-Foto erstellen lässt und zum anderen kann die Aufnahmebasis bei dieser Methode schwanken und unterschiedliche 3D-Wirkungen zur Folge haben. Je mehr Ausgangsmaterial Sie also haben, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein richtig gutes 3D-Bild das Ergebnis ist.

3D-Bild erzeugen und betrachten
Die beiden aufgenommen Fotos müssen mittels Software nun zu einem 3D-Bild zusammengesetzt werden. Dazu gibt es unterschiedliche Methoden. So kann man die Bilder so anordnen, dass sie sich mit einer speziellen Blicktechnik (bspw. Kreuzblick) ohne Hilfsmittel betrachten lassen – oder man bereitet Sie für die Betrachtung mit einer 3D-Brille auf. Die kostenlose und empfehlenswerte Software StereoPhoto Maker beherrscht fast alle gängigen Methoden.

Tipp: Besorgen Sie sich eine sogenannte Anaglyphenbrille (aus Pappe für ein paar Cent erhältlich) und erstellen mit der Software entsprechende 3D-Bilder, die sich mit der Anaglyphenbrille betrachten lassen. Das ist für den Anfänger die einfachste Möglichkeit, in den 3D-Genuss zu kommen, denn das Betrachten ohne Hilfsmittel mit einer speziellen Blicktechnik ist nicht ganz so einfach zu erlernen. Zudem finden Sie im Internet die meisten 3D-Bilder für die Betrachtung mit einer Anaglyphenbrille vor, so dass sich die Anschaffung einer Brille immer lohnt.

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