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So erkennen Sie Schulstress bei Ihrem Kind

Lesezeit: 2 Minuten Die Zahlen sind alarmierend: Man geht davon aus, dass heute jeder dritte Schüler unter Stress leidet. Egal, ob es dabei um Notendruck oder Mobbing durch die Mitschüler geht. Wie können Sie erkennen, ob auch Ihr Kind von Schulstress betroffen ist?

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So erkennen Sie Schulstress bei Ihrem Kind

So erkennen Sie Schulstress bei Ihrem Kind

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Schulstress erkennen, das ist nicht einfach. Zunächst einmal ist klar, dass Ihr Kind nicht immer gleich „gut drauf“ ist und natürlich in der Pubertät weniger motiviert ist als zuvor. Das sollten Sie nicht gleich als Zeichen werten, dass Ihr Kind vor lauter Stress resigniert ist, sozusagen alles hinwerfen will. Es ist eben mit lauter anderen wichtigen Dingen beschäftigt, die das Leben so bereithält.

Ein sicheres Zeichen von Stress ist jedoch, wenn Ihr Kind – egal, wie alt es ist – häufig unter Kopfschmerzen oder Magendrücken leidet. Damit will Ihr Sohn oder Ihre Tochter möglicherweise auch ein wenig Aufmerksamkeit erhaschen, aber es kann eben auch heißen: „Halt, bis hierher, ich kann nicht mehr, der Körper macht nicht mehr mit.“ An diesen Symptomen können Sie also Schulstress erkennen.

Auch häufig zu beobachten: die Flucht in Traumwelten

Sie können Schulstress erkennen oder vermuten, wenn Ihr Kind, sobald es aus der Schule kommt, zum Computer eilt und den Rest des Nachmittags mit Spielen und Chatten verbringt. Klar, vor allen Dingen Jungen sind von den Phantasiewelten und der vermeintlichen Macht, die sie ausüben können, fasziniert. Aber es kann auch bedeuten, dass die Kinder aus dem als anstrengend und hoffnungslos erlebten Schulalltag aussteigen wollen.

Das kann ein wahrer Teufelskreis sein, denn in dem Maße, in dem die bunten Bilder das Erlernte überlagern, wird Ihr Kind in seinen Leistungen in der Schule natürlich schlechter. Werden Sie aktiv, besprechen Sie die Lage mit Ihrem Kind.

Schulstress erkennen und ernst nehmen

Wenn Ihr Kind, halb scherzhaft, halb ernst, auf die Frage von Verwandten oder Bekannten antwortet, es werde „Hartz 4“, ist das mehr als nur ein etwas blöder Spruch. Der Schocker, den er oder sie damit auslöst, ist sicher manchmal gewollt, aber es kann auch eine Portion Wahrheit darin liegen. Sie können hier den Schulstress erkennen, den ein doch recht gnadenloses System auf die Kinder ausübt.

Entweder du bist super oder du kannst gleich aufgeben. Ein Abdriften in Traumwelten oder die völlige Weigerung, etwas für die Schule zu tun, kann hier bedeuten, dass sich das Kind aus seiner Ohnmacht befreit. Wenn ich nur Mittelmaß bin, das nicht reicht, dann entscheide ich mich eben komplett gegen die Schule. Das ist eine Haltung, die Sie sicher ängstigt, aber lassen Sie dem Kind Zeit, es kann sich noch „berappeln.“

Auch ein Zeichen: exzessiv betriebene Hobbys

Auch wenn es positiv wirken mag, dass Ihr Kind sich rührend um sein Pferd kümmert oder dem Sport all seine Kraft widmet – auch das kann ein Zeichen sein, dass er oder sie sich von der Schule und ihren Forderungen erschlagen fühlt und sich in eine heile, überschaubare Welt flüchtet.

Bildnachweis: photophonie  / stock.adobe.com

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