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So erkennen Sie Reptilienkrankheiten

Lesezeit: 2 Minuten Krankheiten in Form von Schmerzen, Leiden und Schäden bei Reptilien und auch Amphibien werden oft durch Haltungsfehler hervorgerufen. Faktoren hierfür können ein nicht artgerechtes Klima, eine ungeeignete Einrichtung, zu hohe Besatzdichte im Terrarium, falsche Nahrung oder andere Einflüsse auf die Tiere sein. Nachfolgend möchte ich Ihnen die häufigsten Reptilienkrankheiten nennen und wie Sie diese erkennen können.

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So erkennen Sie Reptilienkrankheiten

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Die Rachitis (Stoffwechselstörung)
Stoffwechselstörungen sind eine der häufigsten Erkrankungen bei Reptilien und Amphibien. Verursacht durch evtl. mangelhafte Ernährung, so dass ein erforderliches Kalzium/Phosphor-Verhältnis in dem Futter nicht vorhanden ist oder auch durch mangelnde UVB-Strahlung, die viele Reptilien zur Vitamin-D3-Synthese benötigen, ist es möglich, dass bei Echsen verdickte Gliedmaßen, mangelhafter Maulschluss, Verkrümmungen der Wirbelsäule oder auch eine Färbung der Maulschleimhaut auftreten. Bei Amphibien macht sich oft eine Abmagerung, ein geschwollener Bauch und das Abknicken von Gliedmaßen bemerkbar.

Es ist deshalb ganz wichtig, dass Sie das Futter, bzw. die Futtertiere mit Vitaminen, am besten mit Korvimin ZVT bestäuben, um solchen Krankheiten vorzubeugen.

Erkrankungen durch Parasiten
Es wird unterschieden zwischen Endoparasiten (im Körper lebend) und Ektoparasiten (auf der Körperoberfläche lebend). Oft werden Parasiten durch das Einsetzen fremder Tiere in das Terrarium eingeschleppt. Dies betrifft vor allem Tiere, die aus Wildfängen stammen. Deshalb ist es ganz wichtig, dass solche Tiere, aber auch solche, die aus fremden Nachzuchten kommen, zuvor in Quarantänebecken gehalten werden, damit man den Kot genau beobachten kann und ggf. untersuchen lässt.

Untersuchungsstellen, sowie regionale Tierärzte, gegliedert in PLZ-Bereiche, finden Sie auf der folgenden Webseite der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT): .

Meistens erkennt man einen Parasitenbefall daran, dass die Ausscheidungen der Tiere sichtbar mit Würmern vermischt sind, eine weiche Masse haben und ganz übel riechen. Weitere Anzeichen können sein, dass ein Tier das Futter wieder auswürgt, welches es kurz zuvor zu sich genommen hatte oder sich auf der Körperoberfläche kleine Milben und andere Tierchen, die man anhand einer Lupe erkennen kann, befinden.

Häutungsprobleme bei Reptilien
Wenn die neue Haut sich nicht richtig von der alten ablöst oder Hautfetzen kleben bleiben, kann dies ein Anzeichen für eine Erkrankung Ihres Tieres sein. Die häufigsten Ursachen hierfür sind Vitaminmangel (Vitamin A und C), zu trockene Haltung, zu niedrige Temperatur im Terrarium, Ektoparasiten, alte Verletzungen, Ursachen anderer Art, wie z.B. ein schlechter Ernährungs- und Allgemeinzustand.

Geben Sie Ihren Tieren anhand rauher Gegenstände im Terrarium eine Hilfestellung für deren Häutung!

Ratschläge in Literatur und Internet
Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe anderer möglicher Reptilienerkrankungen, wie z.B. im Verdauungstrakt, dem Nervensystem, an Geschlechtsorganen oder der Haut. Die Webseite http://www.dihu.ch/index.html von Dieter Humbel, klärt Sie ausführlich über Symptome, Vorbeugung und Ursachen von Reptilien- und Amphibienkrankheiten auf.

An Literatur kann ich Ihnen ein Buch von Frau Dr. Petra Kölle, erschienen im Kosmos-Verlag, „Reptilienkrankheiten“ ISBN 3-440-09010-8, sowie eine Ausgabe des „Atlas der Reptilienkrankheiten“, welcher aus mehreren Bänden besteht und vom Verlag Bede veröffentlicht wurde, empfehlen.

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