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So diskutieren Sie Shooter-Spiele mit Ihren Kindern

Lesezeit: 2 Minuten Shooter-Spiele sind eine gesellschaftliche Realität, mit der umzugehen vielen Eltern noch schwer fällt. An ihnen hängt sich der Großteil der allgemeinen Diskussionen um Pro und Contra von Computerspielen in Deutschland auf. Lesen Sie hier, wie Sie mit Ihren Kindern dieses Problem diskutieren können.

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So diskutieren Sie Shooter-Spiele mit Ihren Kindern

So diskutieren Sie Shooter-Spiele mit Ihren Kindern

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Es wird bei Diskussionen selten zwischen Shooter-Spielen und anderen Spielgenres differenziert. Der Tenor ist meist: Ego-Shooter isolieren Spieler und fördern Gewalt. Vor allem in den traurigen Fällen von Amokläufen ist diese Rhetorik zu hören und wird von Politikern, Journalisten und anderen öffentlichen Persönlichkeiten gebetsmühlenartig wiederholt.

Laut einer Bitkom-Studie aus dem Jahr 2014 spielten damals 93 % der Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren fast zwei Stunden am Tag am Rechner oder der Konsole. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil an Shooter-Spielen nicht gering war – und immer noch ist.

Unkenntnis beseitigen und auf Augenhöhe kommunizieren

Ein großes Hemmnis, die Diskussion um Shooter-Spiele mit Kindern ergebnisorientiert zu führen, ist, dass sich Eltern meist nicht mit den Spielen und ihrem Unterhaltungswert auskennen. Die Frage, warum genau welches Spiel gespielt wird, können Eltern in den meiste Fällen nicht beantworten. Außerdem ist ihnen oft nicht bekannt, welche Modalitäten vorherrschen.

Gerade Online-Spiele sind entgegen des Klischees des am Bildschirm vereinsamenden Teenagers sehr sozial. Viele davon werden im Team gespielt und die Spieler müssen sich mittels ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten auf dem Spielfeld unterstützen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Eben, weil sich Eltern nicht damit beschäftigt haben, arten Diskussionen über Shooter-Spiele mit Kindern oft zu einem heftigen Streit aus: Aus Unkenntnis und Angst nehmen sie eine stark polarisierte und autoritäre Gegenposition zu der des Kindes oder des Jugendlichen ein. Das wiederum steigert nur den Trotzreflex, gerade bei Teenagern.

Daher sollte man versuchen, sich dem Thema unvoreingenommen zu nähern. Dazu können sich Eltern beispielsweise

  • in Spielezeitschriften einlesen,
  • in Spielerforen umschauen,
  • auf der Webseite der FSK (Freiwillige Selbstkontrolle) umsehen,
  • durchaus auch selbst an einem Shooter versuchen.

Auf www.prosiebengames.de findet man ein breites Angebot an Shootern, die man kostenlos ausprobieren und sich so ein Bild über Spielmechaniken und Story machen kann. Wer sich somit in die Erfahrungen und Erlebniswelten seines zockenden Nachwuchses hineinversetzen und eine Diskussion auf Augenhöhe führen kann, erfährt schnell mehr über Spielgewohnheiten, Motivation und allgemeine Einstellungen, vor allem zur Gewalt in den Spielen. So lässt sich auch leichter über Zeitlimits beim Spielen und andere Regelungen reden.

Bildnachweis: sakkmesterke / stock.adobe.com

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