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So bereiten Sie sich auf eine ambulante Geburt vor

So bereiten Sie sich auf eine ambulante Geburt vor
geschrieben von Adelheid Fangrath

Fast jede schwangere Frau wünscht sich für die Geburt die medizinische Versorgung in einem Krankenhaus. Entscheidet sie sich für die ambulante Geburt, geht sie nach der Entbindung nach Hause. Mutter und Baby gewöhnen sich in der vertrauten häuslichen Umgebung ohne den störenden Klinikablauf aneinander. Wir sagen Ihnen, wie Sie die ambulante Geburt optimal planen.

Was ist eine ambulante Geburt

Bei der ambulanten Geburt entbindet die Frau ganz normal im Kreißsaal des Krankenhauses. Verläuft die Geburt ohne Komplikationen, können Mutter und Kind die Klinik schon wenige Stunden nach der Geburt verlassen. Generell gibt es keine feste Regel, wie lange Mutter und Kind im Krankenhaus bleiben. Entscheidend ist der Gesundheitszustand der beiden. Es ist möglich, das Krankenhaus ein oder zwei Tage nach der Geburt zu verlassen. Besprechen Sie Ihre Vorstellung mit den Ärzten Ihrer ausgewählten Entbindungsklinik.

Ambulante Geburt: Pro und contra

Gegen den Aufenthalt im Krankenhaus sprechen die sterile Atmosphäre, unruhige Zimmernachbarn und die einengende Krankenhausroutine. Auf der anderen Seite bietet der Klinikaufenthalt nach der Geburt viele Vorteile: Sie brauchen sich nicht um den Haushalt kümmern sondern konzentrieren sich nur auf das Baby. Bei Fragen zum Stillen oder der Säuglingspflege stehen Ihnen erfahrene Kinderkrankenschwestern mit Rat und Tat zur Seite. Ein weiteres Plus ist die Rückbildungsgymnastik, die zu Hause erfahrungsgemäß zu kurz kommt. Außerdem findet im Krankenhaus die Vorsorgeuntersuchung U2 des Babys statt.

Eine ambulante Geburt vorbereiten

Bevor Sie sich für eine ambulante Geburt entscheiden, überlegen Sie, ob Sie im häuslichen Umfeld genügend Unterstützung erfahren. Können Ihr Partner und Freunde oder Verwandte den Haushalt führen, damit Sie genügend Zeit und Ruhe für sich und Ihr Baby finden? Außerdem brauchen Sie eine Hebamme, die Sie und Ihr Baby regelmäßig betreut.

  • Suchen Sie sich während der Schwangerschaft eine Hebamme, die Sie eventuell während der Geburt und danach zu Hause betreut.
  • Vereinbaren Sie mit Ihrem Partner, dass er in der ersten Woche komplett den Haushalt übernimmt.
  • Organisieren Sie Verwandte oder Freunde, die falls erforderlich das Mittagessen kochen und sich um die Geschwisterkinder kümmern.
  • In bestimmten Fällen wie bei einer ambulanten Geburt übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Haushaltshilfe. Nehmen Sie diese Hilfe in Anspruch, wenn Sie kleine Kinder haben oder alleine leben. Klären Sie die Übernahme der Kosten vor der Geburt mit Ihrer Krankenkasse.
  • Vereinbaren Sie mit dem Kinderarzt, dass er zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag des Babys für die Vorsorgeuntersuchung U2 zu Ihnen kommt.

Bildnachweis: annanahabed / stock.adobe.com

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Adelheid Fangrath