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So beeinflussen Sie Wut und Ärger

Lesezeit: 2 Minuten Eventuell sammelt sich bei Ihnen im Innern regelmäßig ein Berg Ärger und Wut an. Missliche Situationen des täglichen Lebens bringen Sie schnell aus der Ruhe. Sie antworten gereizt und verstimmt auf Unannehmlichkeiten. Eventuell haben Sie Schwierigkeiten, weil Sie auf Enttäuschungen unter bestimmten Umständen stärker reagieren. Selbst ein Wutanfall ist Ihnen nicht ganz unbekannt. Was können Sie dagegen tun?

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So beeinflussen Sie Wut und Ärger

So beeinflussen Sie Wut und Ärger

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Empfindungen der Reizbarkeit erschweren Ihnen das Leben

Übellaunigkeit beeinträchtigt Ihre Seelenlage und wirkt sich negativ auf Ihr psychisches Behagen und Ihre Lebensfreude aus. Bahnt sich der Ärger den Weg nach innen, dann saugen Sie dort Ihren Groll auf wie Wasser in einen Schwamm. Sie schaden sich und leiden am Ende häufig unter Schuldgefühlen und Depressionen.

Gehören Sie zu den Personen, die  Ärger nach außen  tragen und sich „Luft machen“, empfinden Sie viele Mitmenschen als schwierigen Zeitgenossen. Problematisch wird es, wenn Sie die Kontrolle über Ihre Wut verlieren und zu impulsiven Ausbrüchen von Feindseligkeit neigen.

Wer fabriziert Ihre Wut?

Möglicherweise glauben Sie, dass die Person, auf die Sie wütend sind, die eigentliche Ursache für Ihre negativen Gefühle bildet. Sie meinen etwa: „Der Kollege hat mich geärgert. Er nervt nur noch. Er ist schuld, dass ich frustriert bin.“ Tatsächlich kann kein anderer Mensch Sie wirklich „wütend machen“.  Die Gefühle, die Sie spüren, sind die unmittelbare Folge der Bedeutung, die Sie selbst einer Angelegenheit geben. Es ist nicht das Erlebnis an sich, sondern Ihre Wertung, welche die Wut in Ihnen entfacht. Sie erzeugen dieses Gefühl durch Ihre gedanklichen Beurteilungen.

Unterschiedliche Bewertungen der gleichen Situation führen zu verschiedenen Gefühlen

Beispielsweise kommt Ihre Freundin zu spät zur Verabredung, obwohl sie genau weiß, dass Sie Unpünktlichkeit hassen und wenig Zeit haben. Beurteilen Sie dies als einen persönlichen Angriff, empfinden Sie ihr Verhalten als unfair und werden wütend. Folglich fühlen Sie sich aufgebracht und missmutig. Die Freundin ist gar nicht da, um Sie in diese aufgebrachte Gemütslage zu versetzen. Sie hat lediglich einen Gedankengang, der schon lange in Ihnen vorhanden ist, angestoßen. Wütend gemacht haben Sie sich ganz allein. Kein Fremder bringt Sie auf die Palme, Sie klettern selbst hinauf.

Erkennen Sie den Zusammenhang zwischen Ihren Gedanken und Gefühlen

Machen Sie sich beim Zu-spät-kommen Ihrer Freundin dagegen Sorgen, dass ihr etwas passiert sein könnte, werden Sie eher ängstlich reagieren. Empfindungen von Wut und Angst sind unangenehme negative Gefühle.

Sind Sie dagegen derjenige, der beim letzten Treffen zu spät erschien, denken Sie vielleicht, dass die Person Ihnen nun nichts mehr vorwerfen kann. So ist für Sie alles ausgeglichen und Ihr Gefühl ist neutral. Vielleicht haben Sie auch ein spannendes Buch dabei und können während der Wartezeit das ersehnte Kapitel schnell zu Ende lesen. In diesem Fall stellt sich ein freudiges positives Gefühl ein.

Im Ergebnis ist Folgendes festzuhalten: Immer wenn Sie sich bei negativen Gefühlen ertappen, sollten Sie überlegen, was Sie kurz davor gedacht haben. Einseitige, falsche oder verzerrte Gedanken führen zu Wut, Angst oder Frustration. Versuchen Sie in diesem Fall Ihre geistigen Automatismen durch realistischere oder funktionalere Gedanken zu  ersetzen.

Bildnachweis: Minerva Studio / stock.adobe.com

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