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Smartphones für Kinder: Was ist zu berücksichtigen?

Lesezeit: 3 Minuten 96 % aller Jugendlichen sind bereits im Besitz eines Handys; bei den Kindern im Alter von zwölf und 13 Jahren sind bereits 92 % mit einem Mobiltelefon ausgestattet. Hierbei handelt es sich heutzutage im seltensten Fall noch um Geräte, die einzig die schnelle und andauernde Erreichbarkeit gewährleisten sollen.

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Smartphones für Kinder: Was ist zu berücksichtigen?

Smartphones für Kinder: Was ist zu berücksichtigen?

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die Tatsache, dass drei von vier Personen in den benannten Altersgruppen laut dem Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (JIM-Studie 2013) im Besitz eines Smartphones sind, spricht für umfangreichere Verwendungen. Darüber, ob ein junger Mensch in diesem Alter bereits auf ein hochmodernes Mobiltelefon dieser Kategorie angewiesen ist, mag sich streiten lassen, doch der Fortschritt ist bekanntermaßen ja nicht aufzuhalten.

Damit die Jugendlichen jedoch zum einen die modernen und in der Regel teuren Gerätschaften zu schätzen wissen, vor allem aber durch ihre Benutzung nicht zu Schaden kommen, ist seitens der Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten einiges zu beachten:

Alter, Entwicklung und psychische Reife:

Jeder Mensch entwickelt sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass der Reifegrad eines Kindes nicht mit dem eines Kindes im ähnlichen Alter vergleichbar ist, sodass stattdessen das Kind oder auch der Jugendliche als individuelle Person zu betrachten ist. Die Entscheidung, dem eigenen Sprössling statt einem schlichten Mobilfunkgerät ein Smartphone an die Hand zu geben, sollte sich demnach an den geistigen Fähigkeiten von diesem orientieren.

Hierzu zählen neben der Reife des Verstands auch das Verantwortungsbewusstsein und die Sorgfalt. Beides entscheidet zum einen, wie achtsam mit dem kostspieligen Gerät umgegangen wird und zum anderen, ob die Funktionen und Möglichkeiten für den neuen Smartphone-Besitzer tragbar sind und nicht zu viele Informationen auf einmal beinhalten.

Finanzielle Ressourcen:

Die finanziellen Ressourcen spielen ebenfalls eine Rolle. Ein Smartphone muss nicht nur erworben beziehungsweise angezahlt werden, es versucht auch Kosten. Diese sind entweder in Form von Flatrates gedeckelt und bringen somit eine festgelegte monatliche Zahlungsverpflichtung mit sich, oder aber summieren sich je nach Art und Dauer der Nutzung (zum Beispiel Telefonie, SMS, kostenpflichtige Apps) auf.

Die Folgekosten sollten für die Eltern oder sogar für den Jugendlichen selbst bezahlbar sein und nicht unterschätzt werden – Mobilfunkverträge sind in der Regel über einen längeren Zeitraum verbindlich. Sinnvoll ist es hierbei übrigens, auf Flatrates zurückzugreifen. Sie stellen einen sicheren Kostenschutz dar.

Beim vorab zu erledigenden Kauf des Smartphones bietet es sich an, einen Preisvergleich vorzunehmen, ehe das Gerät seinen Besitzer wechselt. So lassen sich aus der Vielzahl an Optionen – Sofortkauf, Ratenzahlung et cetera – günstige Angebote finden. Ein unabhängiger Fachhändler oder auch entsprechende Websites wie zum Beispiel Preis24.de können helfen, Geld einzusparen und zudem Vertragsoptionen ausfindig zu machen, die den Bedürfnissen des Verwenders gerecht werden.

 

Möglichkeiten und Einschränkungen:

Besonders ganz neue Geräte bieten eine unendliche Vielzahl an Möglichkeiten, da die Verbindung zum Internet immer neuen Musik-, Video- und Game-Konsum erlaubt. Damit der Download von Apps keine unnötigen Kosten verursacht, oder aber Inhalte via Internet abgerufen werden, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind, muss das Smartphone präpariert werden: Kinderschutz-Apps sind hier nicht nur eine gute Maßnahme, sie sind günstig oder sogar kostenlos und einfach zu bedienen.

Damit müssen Eltern nicht permanente Kontrolle ausüben und können dennoch sicher sein, dass ihre Sprösslinge keine Schulden verursachen oder ungeeignete Inhalte konsumieren.

Soziale Auswirkungen:

Je jünger ein Mensch ist, desto mehr ist er damit beschäftigt, seinen Platz im Sozialgefüge unserer modernen Gesellschaft zu finden. Das bedeutet, dass er sich vor anderen Kindern und Jugendlichen behaupten oder zumindest eine gewisse sichere Position einnehmen möchte. In Zeiten von sozialen Netzwerken und Cybermobbing ist das nicht immer einfach.

Hier ist es Rolle und Aufgabe der Eltern, nicht bloß bei der Übergabe des Mobilfunkgeräts ein klärendes Gespräch zu führen, sondern im stetigen Austausch mit dem jungen Smartphone-Benutzer zu stehen. Sie verhindern so, dass sich negative soziale Konsequenzen entwickeln, weil der Jugendliche zum Beispiel statt Kontakt zu seinen Mitmenschen eher den Handy-Bildschirm suche oder aber zu starke Prioritäten auf das legt, was im World Wide Web kommuniziert wird.

Ein bewusster und sicherer Umgang mit einem Smartphone ist demnach dann möglich, wenn es kontrolliert gekauft, eingerichtet und verwendet wird.

Bildnachweis: Syda Productions / stock.adobe.com

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