Gesundheit Praxistipps

Sind Impfungen bei Kindern sinnvoll oder nicht notwendig?

Lesezeit: 2 Minuten Einige Eltern fragen sich, ob die vielen Impfungen bei Kindern überhaupt notwendig sind. Wäre es nicht besser, mein Kind nicht zu impfen, überlegen manche. Sollte mein Kind nicht auch Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln und Windpocken durchmachen, wie das früher der Fall war? Ist eine Impfung nicht viel zu gefährlich?

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Sind Impfungen bei Kindern sinnvoll oder nicht notwendig?

Sind Impfungen bei Kindern sinnvoll oder nicht notwendig?

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Baby hat durch das Stillen einen natürlichen Impfschutz

Über die Muttermilch erhalten Säuglinge einige Abwehrstoffe. Diese Abwehrstoffe werden Antikörper genannt. Allerdings erhält das Baby über die Muttermilch nur die Antikörper, über die die Mutter selbst verfügt. Die Antikörper bieten dem Kind einen passiven Schutz, der nicht lange anhält. Zudem können nicht alle Abwehrstoffe von der Mutter an das Kind übertragen werden (zum Beispiel gegen Keuchhusten).

Impfungen bewirken, dass das Immunsystem einen langfristigen Schutz aufbaut

Gefährliche Infektionskrankheiten, wie zum Beispiel die Kinderlähmung, konnten durch Impfungen mit modernen Impfstoffen nahezu vollständig eingedämmt werden. Aber auch die „üblichen“ Kinderkrankheiten, wie zum Beispiel Masern, können bei den Betroffenen schwere Schädigungen verursachen. Je mehr Menschen geimpft sind, desto weniger Personen erkranken an der entsprechenden Infektion. Die Folge davon ist, dass schwere Infektionskrankheiten immer weniger vorkommen.

Was geschieht eigentlich bei einer Impfung?

Im Impfstoff sind die Krankheitserreger in einer bestimmten Form enthalten. Dadurch kann der Impfstoff die Krankheit nicht auslösen. Unser Immunsystem lernt aber durch diese besondere Form, die Krankheitserreger zu erkennen. Die Erreger werden vom Immunsystem bekämpft und dadurch für den Fall einer tatsächlichen Infektion trainiert.

Welche Impfungen sind für Kinder sinnvoll?

Babys ab der 8. Woche

Die 6-fach-Impfung gegen

* Diphtherie
* Tetanus
* Keuchusten
* Kinderlähmung
* Hepatitis B
* Haemophilus influenzae B

und die Impfung gegen

* Pneumokokken

(Auffrischung der Impfungen im Alter von vier, fünf und zwölf Monaten.)

Kleinkinder ab dem 12. Monat

Impfungen gegen

* Masern
* Mumps
* Röteln
* Windpocken

(Auffrischungen vier bis sechs Wochen später.)

und einmalig die Impfung gegen

* Meningokokken

Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren

Auffrischung der Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.

Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren

Auffrischung der Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung.

Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren

* Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs  

Sind Kombinationsimpfstoffe sinnvoll?

Viele Eltern erschrecken, wenn sie lesen, dass ihr Kind gleichzeitig gegen sechs verschiedene Erkrankungen geimpft werden soll. Es hat sich jedoch erwiesen, dass Kombinationsimpfstoffe in der Regel gut verträglich sind. Der Vorteil ist, dass das Kind nur einmal gepiekst werden muss. Eltern müssen nicht sechs Impftermine wahrnehmen und wichtige Impfungen werden nicht vergessen.

Bildnachweis: kerkezz / stock.adobe.com

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