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Sicher ist sicher: Die Windows 10-Backup-Funktionen

Lesezeit: 4 Minuten Der Klügere sorgt vor: Damit Windows-Probleme ihren Schrecken verlieren, sollten Sie regelmäßig Sicherungen anlegen. Das können Sie direkt mit Windows 10 erledigen. Das ist einfach klasse: Microsoft hat Windows 10 einige richtig gute Backup ­Funktionen spendiert.

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Sicher ist sicher: Die Windows 10-Backup-Funktionen

Lesezeit: 4 Minuten

Grundsätzlich stehen Ihnen ab Werk 3 verschiedene Arten für die Sicherung zur Verfügung:

1. Systemabbildsicherung/Image

Bietet die größtmögliche Sicherheit. Bei dieser Art der Sicherung speichert Windows sämtliche Informationen, inklusive Betriebssystem, aller Daten und Programme. Es handelt sich um eine 1:1 ­Kopie der Systempartition, die Sie benötigen, wenn etwa dieF estplatte Ihres PCs einen Defekt aufweist oder sich ein Virus breit gemacht hat.

2. Systemwiederherstellungspunkt

Wiederherstellungspunkte setzen Windows in einen früheren Zustand zurück, etwa bevor bestimmte Treiber oder Aktualisierungen installiert wurden. Sie sind dann sinnvoll, wenn nach der Installation neuer Hard-­ und Software oder Updates Probleme auftreten.

3. PC auffrischen

Hierbei handelt es sich um ein Bordmittel, mit dem Sie Windows einfach zurücksetzen können. Mit der Funktion "PC auffrischen" können Sie Windows 10, wenn es Probleme macht, ganz einfach neu installieren. Dabei bleiben alle persönlichen Dateien, installierten Apps und Einstellungen erhalten. Sie haben also wieder ein frisches Windows, sparen sich aber viele Stunden für die Einrichtung. Programme müssen Sie jedoch neu installieren.

Praktisch: Die Funktion ist ohne vorherige Datensicherung nutzbar.

So erstellen Sie einen Systemwiederherstellungspunkt

Um einen Systemwiederherstellungspunkt zu erstellen, gehen Sie so vor:

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  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste unten links auf das "Windows Symbol". Anschließend wählen Sie "Systemsteuerung", "System und Sicherheit", "System und Computerschutz". Es öffnet sich das Fenster "Systemeigenschaften".
  2. Klicken Sie auf "Erstellen". Tippen Sie einen Namen ein, etwa "Vor Grafikkarten-Installation", und klicken Sie ein weiteres Mal auf "Erstellen". Windows legt den Systemwiederherstellungspunkt nun an (das kann einige Minuten dauern). Abschließend folgt ein Klick auf "Schließen".

Tipp: Windows 10 legt regelmäßig selbst Systemwiederherstellungspunkte an. Klicken Sie im Fenster Systemeigenschaften auf "Konfigurieren", können Sie einstellen, wie viel Speicherplatz Sie Windows10 dafür zur Verfügung stellen. Je mehr Sie hier vorgeben, umso mehr Punkte kann Windows 10 speichern.

Probleme? So setzen Sie Windows 10 mithilfe eines Systemwiederherstellungspunkts zurück

Nach einer Aktualisierung oder einem Treibe­r Update läuft Ihr Computer nicht mehr rund? So setzen Sie ihn schnell und einfach zurück:

  1. Öffnen Sie wie zuvor beschrieben das Fenster Systemeigenschaften. Klicken Sie hier auf "Systemwiederherstellung". Im Assistenten klicken Sie dann auf "Weiter" bis zu dem Punkt, an dem Windows die Auswahl der "Wiederherstellungspunkte" erlaubt.
  2. Klicken Sie hier auf "Nach betroffenen Programmen suchen", zeigt Ihnen Windows 10 an, welche Programme und Treiber beim Zurücksetzen wieder gelöscht werden.
  3. Klicken Sie gegebenenfalls auf "Weitere Wiederherstellungspunkte anzeigen". Wählen Sie nun den aktuellsten Wiederherstellungspunkt aus, der vor dem Auftauchen der Probleme erstellt wurde. Klicken Sie dann auf "Weiter", "Fertigstellen" und "Ja".

Profitipp: Wenn Windows 10 nicht mehr starten will

Wenn Windows 10 partout nicht mehr starten will, kann ei nWiederherstellungspunkt Wunder wirken. Nur: Wie den aufspielen, wenn Windows 10 nicht mehr verfügbar ist? In diesem Fall versuchen Sie Windows 10 mithilfe der erweiterten Startoptionen zu reparieren.

  1. Da man oft kein geeignetes Boot-Medium zur Hand hat, kommt die sogenannte Holzhammermethode zum Einsatz. Schreibtisch-PC: Schalten Sie den PC beim Start von Windows 10 einfach aus. Nach dem dritten Mal sollten automatisch die erweiterten Startoptionen erscheinen. Notebook: Entfernen Sie den Akku, und versorgen Sie das Gerät per Netzteil mit Strom. Ziehen Sie dann beim Start von Windows 10 das Kabel aus der Buchse. Nach dem dritten Mal sollten automatisch die erweiterten Startoptionen erscheinen.
  2. Im erweiterten Startmenü wählen Sie nun "Computer reparieren" und dann "Problembehandlung", "Erweiterte Optionen" und "System wiederherstellen". Folgen Sie wie oben beschrieben den Anweisungen.

So legen Sie eine 1:1-Sicherung von Windows 10 an

Manuelle Backups nerven: Eigentlich braucht man sie nur für den Notfall, und wenn der eintritt, ist oft kein aktuelles verfügbar. Da man immer vergisst, welche anzulegen, gibt es automatisierte Backups. Entsprechende Programme lassen sich Software-Firmen teuer bezahlen, dabei hat Windows 10 eine brauchbare Backup-Lösung bereits vorinstalliert. Einmal angelegt, lassen sich die Backups bei Festplatten-Crashs, Virenbefall oder Windows-Tod einfach wieder aufspielen.

Die Sicherung enthält auf Wunsch sämtliche Daten, Programme und Windows-Einstellungen, sodass das System genau so läuft wie beim Erstellen des Backups. Sie benötigen dafür eine angedockte USB-Festplatte oder einem USB-Stick mit mindestens 33 Gigabyte freiem Speicherplatz.

So funktioniert’s:

  1. Drücken Sie auf der Tastatur gleichzeitig "Windows-Taste" + "x", öffnet sich die Systemsteuerung. Dort klicken Sie auf "System und Sicherheit", "Dateiversionsverlauf" sowie unten links auf "Systemabbildsicherung".
  2. Im nächsten Schritt klicken Sie rechts auf "Sicherung einrichten". Nach einigen Sekunden startet der Assistent. Microsoft empfiehlt für Sicherungen mindestens 33 Gigabyte freien Speicherplatz. Wählen Sie daher am besten eine externe oder (nach einem Klick auf "In Netzwerk speichern") eine Netzwerkfestplatte (dauert sehr lange). Es folgt ein Klickauf "Weiter".
  3. Nun haben Sie die Auswahl zwischen zwei Sicherungsarten: Wählen Sie "Auswahl durch Windows (empfohlen)", speichert Windows sämtliche Daten der Bibliotheken und der Windows-Standardordner App Data, Kontakte, Desktop, Downloads, Favoriten, Verknüpfungen, gespeicherte Spieleund Suchvorgänge. Ist die Festplatte für die Sicherung NTFS-formatiert (das sehen Sie im Windows-Explorer: Klick mit der rechten Maustaste auf das "Laufwerk", dann "Eigenschaften" wählen), erzeugt Windows zudem ein Systemabbild inklusive Betriebssystem, Programmen, Treibern und Registrierungseinträgen.

Tipp: Für die Praxis ist die Einstellung "Auswahl durch Benutzer" besser. In diesem Fall öffnet sich ein neues Fenster, in dem Sie gezielt einzelne Ordner, Bibliotheken oder ganze Festplatten auswählen bzw. einstellen können, wenn auch ein Systemabbild angelegt werden soll.

Sichern Sie Ihre Bilder, Musik und Videos separat auf einem anderen Medium, ansonsten wird das Image sehr groß. Nachteil: Erstellen und Aufspielen dauern ewig. Treffen Sie Ihre Wahl, und klicken Sie auf Weiter.

  1. Haben Sie Auswahl durch Benutzer ausgewählt, erscheint ein Fenster, in dem Sie einstellen, was alles gesichert werden soll. Es reicht, wenn Sie hier die Systempartition auswählen. Wichtig ist, dass das Häkchen vor Systemabbild von Laufwerken einschließen gesetzt bleibt. Für den Fall, dass Windows10 nicht mehr startet, ist es so möglich, die Sicherung samt funktionierendem Bootsektor wieder zurückzuspielen. Klicken Sie auf Weiter.
  2. Abschließend legen Sie noch fest, wann und wie oft Windows 10 die Sicherung durchführt. Das erledigen Sie per Klick auf "Zeitplan ändern". Über die Aufklappmenüs hinter den Einträgen "Häufigkeit, Tag der Sicherung und Uhrzeit" passen Sie den Sicherungszeitpunkt und die Sicherungsfrequenz an. Da Windows inkrementielle Backups erstellt, also ab dem zweiten Backup nur Änderungen berücksichtigt, können Sie ruhig "täglich" auswählen. Übrigens: Falls der Computer am eingestellten Sicherungstermin nicht eingeschaltet ist, holt Windows das Backup bei der nächsten Sitzung nach. Das automatische Sichern aktivieren Sie letztlich per Klick auf "Einstellungen speichern" und "Sicherung ausführen". Abhängig von der Größe, kann es nun einigeZeit dauern, bis das Backup angelegt ist.

Tipp: Möchten Sie keinen Zeitplan einrichten und stattdessen Backups stets manuell erstellen, klicken Sie einfach auf "Zeitplan ändern",und entfernen die Markierung vor "Sicherung auf Basis eines Zeitplanes ausführen".

Gut zu wissen: Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass bei regelmäßige nBackups der Speicherplatz knapp wird. Geht er zur Neige, löscht Windows 10 automatisch die älteste Sicherung.

So spielen Sie Sicherungen wieder auf

Um von Windows angelegte Sicherungen wieder aufzuspielen ,haben Sie zwei Möglichkeiten.

  1. Windows funktioniert noch: Zum Wiederherstellen einer Sicherung begeben Sie sich wieder wie oben in Schritt 1 beschrieben ins Menü "Sichern und Wiederherstellen" (Windows7). Hier klicken Sie auf "Andere Sicherung zum Wiederherstellen von Dateien auswählen" und folgen den Anweisungen des Assistenten.
  2. Windows startet nicht mehr: Klicken Sie wie im Tipp, "Wenn Windows 10 nicht mehr starten will" Erweiterte Optionen im Startmenü. Wählen Sie dann Systemimage "Wiederherstellung", und folgen Sie den Anweisungen.

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