Pflege Praxistipps

Senioren beim Entrümpeln der Kleidung helfen

Lesezeit: 3 Minuten Älteren und pflegebedürftigen Menschen fällt das Entrümpeln ihrer Habe besonders schwer, da sich nicht selten viel angesammelt hat, aber die Kraft fehlt, eine solche Aufgabe anzugehen. Häufig mangelt es auch an Know-How, wie man Dinge effektiv aussortiert und neu ordnet. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihren Angehörigen leichter helfen, ihre Wohnung oder ihr Haus zu organisieren.

3 min Lesezeit

Senioren beim Entrümpeln der Kleidung helfen

Lesezeit: 3 Minuten

Je älter wir werden, desto mehr Dinge häufen sich an und verstopfen nicht nur die Schränke, sondern auch unser Leben. Besonders Senioren fällt es schwer, sich von Kleidung, Büchern, Porzellan und anderen Gegenständen zu trennen, obwohl sie diese nicht mehr benutzen. Schließlich hat deren Anschaffung viel Geld gekostet.

Selbst wenn ältere Menschen die Notwendigkeit sehen, die Wohnung gründlich zu entrümpeln, sind sie durch den Berg von Sachen oft so entmutigt, dass sie eine solche Aktion immer wieder verschieben. Mit Ihrer Hilfestellung können Ihre Angehörigen diese sicher leicht angehen und bewältigen.

Nach Kategorien entrümpeln und aufräumen 

Falls Sie selbst ein wenig hilflos vor dieser Aufgabe stehen, richten Sie sich nach den folgenden Tipps, mit denen das Entrümpeln leichter funktioniert. Beginnen Sie damit, alle Dinge in Kategorien einzuteilen, statt Raum für Raum vorzugehen. Wenn Sie zum Beispiel mit der Kleidung anfangen möchten, sammeln sie alle Kleidungsstücke aus sämtlichen Räumen ein und geben Sie sie auf einen Haufen. Das klingt zunächst nach Chaos, das sich jedoch schnell lichten wird.

Kleidung begutachten, behalten oder aussortieren

Stellen Sie einige große Kisten oder Wäschekörbe bereit, in die sie nicht mehr benötigte Kleidung geben können. Nun fangen Sie gemeinsam mit Ihrem Angehörigen an, jedes einzelne Stück zu begutachten. Fragen Sie ihn, ob ihm dieses Kleidungsstück noch Freude macht oder nicht. Außerdem sollte es natürlich passen und ihm gut stehen. Ist dies der Fall, wird es in den Schrank gehängt oder gelegt. Sachen, die er nicht behalten möchte, können Sie in verschiedene Kisten sortieren und entweder verschenken, verkaufen oder wegwerfen.

Wenn sich Ihr Angehöriger nicht trennen kann

Kann sich Ihr Angehöriger von einigen Sachen nicht trennen, obwohl sie ihm nicht mehr passen und auch nicht geändert werden können, sammeln Sie diese Teile in einem gesonderten Karton, der in einem Abstellraum oder im Keller/Boden Platz findet. So verstopfen diese Kleidungsstücke nicht mehr den Kleiderschrank und der Senior kann sich Zeit nehmen, sich von diesen Dingen zu verabschieden. Sind sie außer Sichtweite, werden sie eher vergessen. Eine fertig gepackte Kiste kann dann bei Bedarf schnell entsorgt werden. Werfen Sie jedoch nichts gegen den Willen Ihres Angehörigen weg!

Kleidung sortieren und einräumen

Die Kleidung, die Ihr Angehöriger behalten möchte, sortieren Sie zunächst nach Art. Kleider, Blusen und Mäntel werden aufgehängt. Falls die Kleiderbügel schon etwas älter sind und die Kleidung nicht gut tragen, besorgen Sie neue Bügel, die beflockt sind. Darauf halten die Kleidungsstücke optimal, selbst wenn sie aus glattem Stoff bestehen. Außerdem sieht alles ordentlicher aus, wenn alle Bügel das gleiche Design besitzen.

Alle anderen Kleidungsstücke, die gefaltet in einer Kommode oder einem Schrankfach aufbewahrt werden, sortieren Sie am besten so ein, dass sie senkrecht stehen. Schauen Sie sich in Videos von Marie Kondo oder anderen YouTubern, die ihre Methode verwenden, an, wie man die Kleidung am besten faltet. Marie Kondo ist eine weltberühmte Meisterin im Entrümpeln, Einsortieren und Falten.

Kurze Beschreibung der Marie Kondo Faltmethode

Im Wesentlichen werden sämtliche Kleidungsstücke zu einem länglichen Rechteck gefaltet, dass je nach Länge noch einmal zur Hälfte zusammen gelegt und dann gedrittelt zu einem Päckchen gefaltet wird. Diese Päckchen können durch die Faltung von allein senkrecht stehen. Sortiert man sie nebeneinander in ein Fach oder in eine Schublade, hat man einen perfekten Überblick über sämtliche T-Shirts, Unterwäsche, Socken und so weiter.

Beziehen Sie Ihren Angehörigen ein

Beziehen Sie Ihren Angehörigen in diese Faltmethode ein. Ist er pflegebedürftig und wenig aktiv, kann er hier etwas tun, was sehr entspannend ist und Freude bereitet. Er hält seine Kleidungsstücke selbst in den Händen und bekommt wieder einen Bezug dazu, falls ihm diese Aufgabe lange abgenommen wurde. Außerdem bekommt er das Gefühl zurück, sich selbst um seine Wäsche zu kümmern.

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