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Selbstmitleid: Schmeißen Sie sich selbst eine Mitleidsparty

Manchmal könnten wir vor Selbstmitleid geradezu zerfließen. Dummerweise verschwindet das Selbstmitleid nicht von alleine, sondern taucht wie Unkraut im Garten immer wieder auf. Meistens dann, wenn wir es nicht gebrauchen können. Die "Mitleidsparty" ist eine Methode, aktuelle Gedanken und Gefühle ein für alle Male abzuarbeiten und den Kopf wieder frei zu bekommen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie eine solche Mitleidsparty gelingt.

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Selbstmitleid: Schmeißen Sie sich selbst eine Mitleidsparty

Aus der Gestalttherapie stammt ein Prinzip, das uns allen fast täglich begegnet, das aber den wenigsten Menschen bekannt ist, obwohl es einen der Hauptgründe beschreibt, der uns daran hindert, glücklich zu sein. Es heißt "unfinished business“ (unerledigte Geschäfte). Damit wird – sinngemäß – beschrieben, dass ein Erlebnis, eine vor allem gefühlsmäßig bedeutsame Erfahrung noch nicht abgeschlossen ist. So wie ein Bierdeckel, der noch beim Wirt liegt und darauf wartet, beglichen zu werden.

Bildlich gesprochen landen viele unverarbeitete, aber für uns bedeutsame Erlebnisse auf einem "zu erledigen-Stapel“. Dort bleiben sie, bis wir den Vorgang erneut zur Hand nehmen und abschließen. Er kann dann "ins Archiv wandern“, dass heißt, er ist zwar noch da (wir erinnern und daran), hat aber keine aktuelle (emotionale) Bedeutung mehr.

Wenn Sie also demnächst einen "richtigen Bock“ geschossen haben oder das Schicksal Sie wieder einmal mit einem kräftigen Nackenschlag bedacht hat, zerfließen Sie nicht vor lauter Selbstmitleid oder versuchen Sie nicht, tapfer zu sein. Dadurch verlängern Sie nur das unangenehme Gefühl.

Versuchen Sie statt Selbstmitleid doch mal Folgendes
Stellen Sie sich vor, Sie gingen morgen zu einer Castingshow, um neben einer Schauspielerin, die Sie bewundern (Sandra Bullock, Meryl Streep oder wen auch immer Sie bewundern), eine Rolle in einer Tragikomödie zu spielen. Lassen Sie all Ihre Trauer, Ihre Wut und Enttäuschung, Ihren ganzen Schmerz und Frust einfach fließen und "schauspielern“ Sie eine Oscar-reife Selbstmitleidsszene.

Starten Sie langsam und vorsichtig und steigern Sie sich in ein richtiggehendes Crescendo, raufen Sie sich die Haare, werfen Sie sich auf den Boden und strampeln Sie mit den Beinen, kreischen Sie (nachsichtige Nachbarn vorausgesetzt) und jammern Sie wie kein anderer es kann.

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