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Selbstgemacht und essentiell – ohne Cholesterin kann der Körper nicht leben!

Lesezeit: 2 Minuten Zwischen 75 und 90 Prozent des Cholesterins werden vom Körper selbst gebildet. Eine fettarme Ernährung kann die Cholesterinwerte also nur in geringem Umfang senken. Die Wege von Bildung, Transport und Nutzung des Cholesterins sind außerdem sehr komplex und nur schwierig zu beeinflussen. Für die Entwicklung von Cholesterinsenkern ist das Wissen um diese Wege aber entscheidend.

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Selbstgemacht und essentiell – ohne Cholesterin kann der Körper nicht leben!

Selbstgemacht und essentiell – ohne Cholesterin kann der Körper nicht leben!

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Beim Menschen findet ein Großteil der Cholesterinbildung in der Leber und in der Darmschleimhaut statt. Da Cholesterin in Wasser unlöslich ist, müssen spezielle Transportmechanismen genutzt werden, um den Naturstoff danach zum Bestimmungsort zu bringen. Man unterscheidet die sogenannten Lipoproteine, welche als Transportvesikel genutzt werden, nach ihrer Dichte in VLDL, IDL, LDL sowie HDL. Sie verstecken sich hinter den unterschiedlichen Cholesterinwerten, die in Bluttests ermittelt werden.

Biosynthese und Regulation des Cholesterins 

Die Biosynthese von Cholesterin im Körper ist sehr kompliziert und wird an vielen verschiedenen Stellen reguliert. Sie kontrolliert die gebildete Menge an Cholesterin. So nehmen sowohl die Ausgangssubstanz der Cholesterinsynthese (Lanosterin) als auch das körpereigene Stoffwechselhormon Insulin direkten Einfluss auf die Menge des gebildeten Cholesterins. Sie hemmen die Syntheseenzyme. Dies läuft nicht nur auf enzymatischer Ebene ab, sondern ebenso auf zellulärer und genetischer Ebene kann in den Syntheseprozess eingegriffen werden. Die körpereigenen Regulationsmechanismen sind ein wichtiger Ansatzpunkt für die medikamentöse Therapie der Hypercholesterinämie.

Unverpackt geht gar nichts: Transport von Cholesterin 

Cholesterin muss „verpackt“ werden, bevor es im Blut transportiert werden kann. Dafür wird das Cholesterin zusammen mit anderen fettlöslichen Substanzen wie Phospholipiden, Triglyceriden oder Fettsäuren in sogenannten Transportvesikeln eingeschlossen. Diese Transporteinheiten (auch Lipoproteine) gibt es in verschiedenen Varianten. In der Zentrifuge sinken sie daher unterschiedlich schnell: Man unterscheidet VLDL, IDL und LDL vom HDL. Diese Werte werden bei einer Blutuntersuchung als Cholesterinwerte bestimmt. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Gegenspielern HDL und LDL.

Gegenspieler: Gutes und schlechtes Cholesterin

Entscheidend für eine genauere Aussage über die Cholesterinwerte ist das Verhältnis von HDL und LDL zueinander. Das hängt mit den Transportmechanismen im Körper zusammen:

LDL (auch VLDL und IDL)HDL
Transport von der Leber zu den Organen und GewebenAufnahme von Cholesterin aus dem Organen und Transport zur Leber
Wenig dicht gepackte Transporteinheiten, die sich in den Blutgefäßen leichter ablagernSehr dicht gepackte Transporteinheiten
„Schlechtes Cholesterin“„Gutes Cholesterin“

Man bezeichnet dies als reversen Cholesterintransport. Die Art der Bindung in den Transporteinheiten ist entscheidend für die Wirkung aber auch für die negativen Effekte des Cholesterins. Sie hängt in Art und Menge der beteiligten Fettsäuren direkt mit der Ernährung zusammen. Veganer und Vegetarier haben deshalb ein „anderes“ Cholesterin als Menschen, die Mischkost zu sich nehmen.

Wissenswert: Die Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung erfolgt auf die gleiche Art. Es wird in Transporteinheiten verpackt. Die aus Cholesterin gebildeten Gallensäuren sind daran beteiligt. Hat das Cholesterin aus der Nahrung einmal die Leber erreicht, wird es in der gleichen Weise verarbeitet und genutzt wie körpereigenes Cholesterin.

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