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Selbstfahrende Autos – die Stufen auf dem Weg zum autonomen Fahren

Lesezeit: 2 Minuten Kürzlich wurde von dem Bundestag ein Gesetz verabschiedet, dass den Weg für den Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen ebnet und neue Perspektiven beim Thema Mobilität eröffnet. Durch die neuen Bestimmungen dürfen ab dem Jahre 2022 unter bestimmten Voraussetzungen fahrerlose Kraftfahrzeuge der sogenannten Stufe 4 im öffentlichen Verkehrsraum verwendet werden. Mehrere Stufen wurden bereits durchlaufen und lassen weitere rasante Entwicklungen erwarten.

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Selbstfahrende Autos – die Stufen auf dem Weg zum autonomen Fahren

Selbstfahrende Autos – die Stufen auf dem Weg zum autonomen Fahren

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Die ersten Stufen sind bereits häufig anzutreffende Realität

Das assistierte Fahren ist in den letzten Jahren zu einem Standard geworden und wird als Stufe 1 bezeichnet. Bei diesem ersten Level beherrscht der Fahrer ständig sein Fahrzeug und nur einzelne Assistenzsysteme unterstützen bei bestimmten Fahraufgaben. Hierzu zählen unter anderem der Tempomat, Assistenten zur Wahrung des Sicherheitsabstandes und automatische Spurhalteassistenten. Bei der Stufe 2 wird von einem teilautomatisierten Fahren gesprochen, bei dem das Fahrzeug unter definierten Bedingungen bremst, beschleunigt und die Spur hält. Auch hier muss der Fahrer den Verkehr ständig im Blick behalten und die vollständige Kontrolle bewahren. Mitunter das automatische Einparken und der Überholassistent sind als Level-2-Funktionen anzusehen. Verkehrsverstöße sowie Schäden werden dem Fahrer zur Last gelegt und fallen nicht in die Haftung des Herstellers.

Das hochautomatisierte und das vollautomatisierte Fahren

Bei der Stufe 3 darf sich der Fahrer vorübergehend vom Verkehr und der Fahraufgabe abwenden. Er darf zum Beispiel Zeitung lesen, sich den Kindern auf den Rücksitzen zuwenden oder Freispiele ohne Einzahlung auf dem Smartphone nutzen. Letzteres setzt lediglich eine aktive Internetverbindung voraus, die aufgrund des voranschreitenden Netzausbaus mittlerweile nahezu in sämtlichen Regionen anzutreffen ist. Während das hochautomatisierte Fahrzeug in den vom Hersteller vorgegebenen Anwendungsfällen selbständig fährt, kann der Fahrer mit den Freispielen unter Umständen sogar Gewinne erzielen. Bei Bedarf wird der Fahrer zur Übernahme der Kontrolle aufgefordert. Sobald der Fahrer dieser Aufforderung nicht nachkommt, haftet er für entstandene Schäden. In den anderen Fällen kommt eine Haftung des Herstellers in Betracht. Das vollautomatisierte Fahren, auch als Stufe 4 bezeichnet, lässt den Fahrer zu einem Passagier werden, der die Fahrzeugführung somit komplett an das System abgeben darf. Während der Fahrt könnten sämtliche Fahrzeuginsassen auf Wunsch sogar schlafen, weshalb einem ausreichenden Schlaf vor Fahrtantritt keine große Rolle mehr zukommt. Das Fahrzeug kann längere Strecken ohne Eingriff eines Fahrers zurücklegen und selbständig auf Straßen auffahren, beschleunigen, blinken, überholen, bei Bedarf bremsen und der Spur folgen. Allerdings setzt die Stufe 4 einen fahrtüchtigen Passagier mit Fahrerlaubnis voraus, der im Bedarfsfall die Fahraufgabe übernehmen kann.

Das autonome Fahren – die höchste Entwicklungsstufe

Die Stufe 5 beschreibt das umfassende autonome Fahren mit Passagieren ohne Fahraufgabe. Es sind sogar Fahrten ohne Insassen möglich. Ob das Queren einer Kreuzung, das richtige Verhalten an einem Zebrastreifen oder das Durchfahren eines Kreisverkehrs, sämtliche Verkehrssituationen werden von der Technik bewältigt und setzen keine menschliche Unterstützung voraus. Im Falle eines Unfalls sind die Passagiere nicht haftbar, sondern der Hersteller oder eine eintretende Versicherung übernimmt die Schäden. Für diesen Betriebsmodus gibt es bislang allerdings keinen rechtlichen Rahmen, weshalb unter anderem die Haftungsverhältnisse noch nicht abschließend feststehen. Im Gegensatz zu den Stufen 3 und 4 muss kein Insasse eine Fahrerlaubnis besitzen und darüber hinaus fahrtüchtig sein.

Bildnachweis: metamorworks / stock.adobe.com

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