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Selbstbehandlung: Diese 12 Regeln sollten Sie bei Selbstmedikation beachten

Lesezeit: 2 Minuten Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen – viele leichte Beschwerden können Sie selbst behandeln, ohne vorher einen Arzt aufzusuchen. Welche Regeln Sie dabei beachten sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

2 min Lesezeit
Selbstbehandlung: Diese 12 Regeln sollten Sie bei Selbstmedikation beachten

Selbstbehandlung: Diese 12 Regeln sollten Sie bei Selbstmedikation beachten

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Selbstmedikation ist sehr beliebt. Gegen viele leichte Alltagsbeschwerden gibt es bewährte Hausmittel oder rezeptfreie Medikamente in der Apotheke. Wenn einige Regeln beachtet werden, ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie sich bei leichten Beschwerden selbst behandeln. Sie sollten aber auch wissen, wann Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten.

Einsatzgebiete der Selbstmedikation

Das Spektrum der Erkrankungen, die für eine Selbstmedikation geeignet sind, ist weit. Am häufigsten behandeln die Deutschen Erkältungskrankheiten in Eigenregie. Für folgende Beschwerden stehen Hausmittel und rezeptfreie Medikamente zur Verfügung:

  • Husten
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Verletzungen
  • Sonnenbrand
  • Verdauungsbeschwerden (Sodbrennen, Aufstoßen, Völlegefühl, Bauchschmerzen, Verstopfung)
  • Schlafstörungen
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden

Diese Regeln sollten Sie unbedingt beachten

  1. Behandeln Sie nur Beschwerden, die Sie schon an sich kennen. Bei neu auftretenden Beschwerden sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.
  2. Nehmen Sie keine verschreibungspflichtigen Medikamente ein, die sich noch in ihrem Vorrat befinden, weil Sie Ihnen der Arzt bei einer anderen, ähnlichen Erkrankung verschrieben hat.
  3. Verschreibungspflichtige Mittel, die Ihnen von Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten gegeben werden, sollten Sie auf keinen Fall ohne Rücksprache einnehmen.
  4. Lesen Sie den Beipackzettel genau durch und halten Sie sich an die dort gegebenen Dosierungsangaben. Achten Sie auch auf die Angabe, in welchen Fällen das Mittel nicht eingenommen werden darf und darauf, welche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich sind.
  1. Pflanzliche Arzneimittel oder rezeptfreie Medikamente sind nicht zwangsläufig harmlos. Auch diese Mittel können Nebenwirkungen und Wechselwirkungen haben.
  2. Menschen, die unter Allergien oder Unverträglichkeiten leiden, sollten den Beipackzettel ganz genau lesen. Unter Umständen sind unverträgliche Hilfsstoffe in den Arzneimitteln enthalten.
  3. Patienten, welche unter chronischen Erkrankungen der Atemwege leiden, sollten auf Inhalationen und die Anwendung ätherischer Öle verzichten.
  4. Ätherische Öl-Mischungen oder Salben mit Kampfer oder Eukalyptus dürfen nicht bei Säuglingen und Kleinkindern angewendet werden. Unter Umständen besteht die Gefahr einer lebensgefährlichen Atemnot durch Krämpfe in den Atemwegen.
  5. Arzneimittel und Hausmittel mit Alkohol sind für Epileptiker, Leber-Erkrankte und Alkoholiker tabu.
  6. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit sollten Sie sich nicht selbst behandeln. Wenden Sie keine Hausmittel an und nehmen Sie keine Arzneimittel ohne Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt ein.
  7. Auch bei Kindern ist besondere Vorsicht bei der Selbstbehandlung geboten. Gerade bei Säuglingen und Kleinkindern können auch leichte Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Erkältung, schnell einen lebensbedrohlichen Verlauf nehmen.
  8. Auf keinen Fall dürfen Sie ihrem Kind Medikamente geben, die Ihnen selbst von ihrem Arzt verordnet worden sind. Medikamente für Erwachsene können bei Kindern oftmals mehr schaden als nützen.

Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich in der Apotheke beraten oder suchen Sie doch den Arzt auf.

Bei diesen Beschwerden sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen

  • Plötzliche Einschränkung der Sehfähigkeit oder das Sehen von Doppelbildern
  • Sprechschwierigkeiten
  • Plötzlich auftretende, starke und erstmalig auftretende Schmerzen
  • Atemnot
  • Blutungen
  • Hohes und anhaltendes Fieber
  • Wenn Beschwerden in kurzen Abständen immer wieder kehren.
  • Wenn nach 2-3 Tagen keine Besserung eingetreten ist oder die Beschwerden sich sogar noch verschlimmern.

Bildnachweis:  aijiro / stock.adobe.com

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