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Schwangerschaft verleugnen – Ursachen und Folgen

Lesezeit: 2 Minuten Es ist keine Seltenheit, dass Frauen ihre Schwangerschaft verleugnen. In Wahrheit ist dieses Phänomen sogar häufiger vertreten als eine Geburt von Drillingen. Doch wenn Frauen ihre körperlichen Symptome falsch deuten, kann das schwere Konsequenzen mit sich bringen.

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Schwangerschaft verleugnen - Ursachen und Folgen

Schwangerschaft verleugnen – Ursachen und Folgen

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Immer häufiger kommt es vor, dass Frauen mit Unterleibsschmerzen in die Klinik kommen und dann der Tatsache ins Auge sehen müssen, dass sie schwanger sind und schon in kürzester Zeit ein Baby mit nach Hause nehmen dürfen. Vorbereitung bleibt da fast keine mehr.

Wissenschaftler sprechen davon, dass in etwa eine von 475 Schwangerschaften erst nach der 20. Woche aufgedeckt wird. Es kann sogar passieren, dass man erst bei der Geburt selbst bemerkt, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Ist es überhaupt möglich, dass man eine so lange Zeit über nichts von der Schwangerschaft bemerkt?

Schwangerschaft verleugnen – Wie macht man das?

Das Verdrängen der Schwangerschaft erfolgt unbewusst und nicht absichtlich. Obwohl typische Schwangerschaftsanzeichen vorhanden sind, deuten betroffene Frauen diese falsch. So zum Beispiel wird das Wachsen des Bauches damit begründet, dass die Personen einfach in letzter Zeit etwas zu viel Süßigkeiten gegessen haben. Außerdem reduzieren Frauen, die nichts von ihrer Schwangerschaft wissen, ihren Nikotin- und Koffeinkonsum nicht, zudem machen Sie immer wieder Diäten. Das führt dazu, dass der Fötus nicht so schnell wächst, wie er es unter normalen Umständen tun würde.

Auch der Ausfall der Periode ist für eine Schwangerschaft nicht unbedingt erforderlich. Viele Frauen haben auch während der Schwangerschaft Blutungen. Die Bewegungen des Säuglings führen betroffene Frauen auf Darm- und Bauchbeschwerden zurück.

Die Ursachen für das Verleugnen der Schwangerschaft

Die Gründe dafür, warum eine Frau ihre Schwangerschaft verleugnet, sind vielfältiger Natur. So zum Beispiel kann eine Frau gerade kein Kind haben wollen, weil dieses im Moment nicht in ihr Leben passen würde – sei es aufgrund einer bevorstehenden Trennung mit dem Partner oder aus beruflichen Gründen.

Diese Gegebenheiten aktivieren so genannte Abwehrmechanismen. Daraufhin werden körperliche Symptome einfach anders interpretiert als in Bezug auf eine Schwangerschaft. Dieses Phänomen ist nicht abhängig vom Alter oder dem sozio-ökonomischen Status der betroffenen Frau und auch nicht vom aktuellen Beziehungsstand der Frau. Bisher hat man nur herausgefunden, dass vermehrt Frauen davon betroffen sind, die Konflikten aus dem Weg gehen und unter Trennungsangst leben.

Hat das Verleugnen der Schwangerschaft Konsequenzen?

Gefahren können sich daraus ergeben, dass betroffene Frauen keine Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen – wie denn auch, wenn sie erst kurz vor der Geburt von ihrem Schicksal erfahren. Zudem bleiben das Trink- sowie das Rauchverhalten ständig gleich und wird die Schwangerschaft sogar bis zum Ende hin verdrängt, ist es meist schon zu spät, um in die Klinik zu fahren. In vielen Fällen gebärt die werdende Mutter ihr Kind dann alleine und unter katastrophalen Gegebenheiten.

Sind Sie eine schlechtere Mutter, weil Sie die Schwangerschaft nicht bemerkten?

Neonatizid ist heute stark vertreten. Darunter versteht man, dass eine Mutter kurz nach Geburt in Panik verfällt und ihren Säugling tötet oder ihn irgendwo alleine lässt. Doch keine Sorge: Das bedeutet nicht, dass jede Mutter, die eine verleugnete Schwangerschaft erlebt hat, automatisch schlecht für ihr Kind ist. Abhängig von der psychischen und emotionalen Reife der Frau, bewältigt sie die Geburt besser oder schlechter. Sollten Sie ebenfalls davon betroffen sein, ist es am besten Sie holen sich Unterstützung von außen. Außerdem lohnt es sich, nach der Geburt eine Therapie in Anspruch zu nehmen. Da Sie während der Schwangerschaft keine Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen konnten, sollte diese Bindungsarbeit im Nachhinein erfolgen.

Bildnachweis: WavebreakmediaMicro / stock.adobe.com

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