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Schulranzen-Test: So finden Sie den richtigen Schulranzen für Ihr Kind

Spätestens im Sommer ist es regelmäßig Zeit für einen Schulranzen-Test, denn nach den Sommerferien steht für alle Erstklässler die Einschulung an. Den richtigen Schulranzen zu finden ist allerdings gar nicht so einfach: Während die Kleinen vor allem auf die Optik achten, kommt es den meisten Eltern darauf an, dass der Schulranzen möglichst rückenschonend ist. Im Schulranzen-Test der Stiftung Warentest spielen aber neben Design und Tragekomfort auch noch andere Kriterien eine Rolle.

Schulranzen-Test: So finden Sie den richtigen Schulranzen für Ihr Kind

Natürlich sollte sich Ihr Kind seinen Schulranzen selbst aussuchen dürfen, schließlich muss es diesen die nächsten Jahre tagtäglich mit sich herumtragen. Außerdem ist es wichtig, Ihr Kind beim Kauf dabei zu haben, um den Schulranzen „anprobieren“ zu können und zu testen, ob er der Körpergröße Ihres Kindes angemessen ist und auch „mitwächst“, d.h. verstellbar ist. Ein guter Schulranzen kostet ab 100 Euro aufwärts – deshalb ist es besonders wichtig, die richtige Wahl zu treffen. Immerhin werden einige Schulranzen im Set angeboten, so dass beispielsweise die Federmappe im Preis inbegriffen ist.

Schulranzen-Test: Design ist nicht alles
Auch wenn Ihr Kind gerade für Prinzessin Lillifee oder Spongebob Schwammkopf schwärmt und es am liebsten nicht nur Schulranzen, sondern auch Federmäppchen, Turnbeutel und Regenschirm mit seinem Liebling kaufen würde, sollten Sie Ihrem Kind zu einem etwas zeitloseren Modell raten. Die Vorlieben eines Erstklässlers stimmen nämlich nicht immer mit denen eines Drittklässlers überein – wenn Sie also nicht schon nach zwei Jahren einen neuen Schulranzen kaufen wollen, weil Ihr Kind nicht mehr mit Bob dem Baumeister auf dem Rücken zur Schule gehen möchte, ist es ratsam, die Kaufentscheidung nicht vom Design des Schulranzens abhängig zu machen.

Schulranzen-Test: Die Schulranzennorm DIN 58 124
Was die Optik des Schulranzens angeht, sind die Geschmäcker verschieden. Es gibt aber einige Kriterien, die ein Schulranzen auf jeden Fall erfüllen muss und die auch in der Schulranzennorm DIN 58 124 festgehaltensind. Diese empfiehlt beispielsweise, dass ein Schulranzen nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichts eines Kindes wiegen sollte, macht aber auch Vorgaben in puncto Sicherheit, Funktionalität und Materialanforderung. Achten Sie also darauf, dass der Schulranzen das Emblem für die Schulranzennorm und darüber hinaus noch das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit trägt.

Schulranzen-Test der Stiftung Warentest
Im Schulranzen-Test, den die Stiftung Warentest im Frühjahr 2009 durchgeführt hat, wurden 12 Schulranzen-Modelle von verschiedenen Herstellern getestet und miteinander verglichen. Das erfreuliche Ergebnis: Neunmal wurde die Note „gut“ erreicht, zweimal musste aber auch ein glattes „mangelhaft“ vergeben werden.

Das wichtigstes Kriterium der Stiftung Warentest: Die Sicherheit der Schulranzen im Straßenverkehr, die durch Reflexstreifen und fluoreszierende Signalflächen an den Schulranzen gewährleistet wird. Diese sind Voraussetzung, damit die Kinder in der Dämmerung oder im Dunkeln von Autofahrern besser wahrgenommen werden. Im Schulranzen-Test fielen die Modelle Step by Step by hama (5,0) – trotz sehr guter Materialeigenschaften – und McNeill Ergo-Light Compact (5,0) komplett durch, weil sie das wichtigste Sicherheitskriterium nicht erfüllen.

Der Jack Wolfskin Schoolmate Safety XT bekam im Sicherheitscheck von der Stiftung Warentest die Bestnote, geht der Schulranzen doch „in puncto optische Warnwirkung … mit leuchtendem Beispiel voran“. Allerdings ließen bei diesem Modell die Trageeigenschaften zu wünschen übrig. Bei einem guten Schulranzen sollten die Gurte mindestens 4 cm breit und – genau wie der Ranzenrücken – gut gepolstert sein, damit beim Tragen nichts drückt oder scheuert. Trotz der Abzüge hat es aber beim Schulranzen von Jack Wolfskin für die Gesamtnote „gut“ (2,4) gereicht.

23 Schulkinder haben beim Schulranzen-Test die verschiedenen Modelle im täglichen Gebrauch überprüft. Der Schulranzen School-Mood Timeless II wurde dabei in puncto Tragekomfort am schlechtesten bewertet. Weil der Schulranzen darüber hinaus auch nicht wasserdicht ist, erhielt das Modell lediglich die Gesamtnote „ausreichend“ (4,3).

Schulranzen-Test: Empfehlungen
Zwei Schulranzen-Modelle der Marke Scout konnten die Stiftung Warentest in Sachen Design und Sicherheit überzeugen. Testsieger wurde der Scout Easy II (1,8) knapp vor dem Scout Maxi (1,9). Der Sieger zeichnet sich sowohl durch sehr gute Materialeigenschaften als auch durch sehr gute optische Warnwirkung aus. Der zweitplatzierte Schulranzen bietet etwas weniger Komfort, weil ihm die praktischen Außen- und Seitentaschen fehlen, die andere Modelle haben. Davon abgesehen sind aber beide Schulranzen empfehlenswert.

Ebenfalls mit „gut“ bewertet wurden folgende Schulranzen: Sammies by Samsonite Optilight DIN (2,0), Scout Mega (2,2), DerDieDas Fliegengewicht (2,4), Herlitz Masters SL DIN (2,4), Spiegelburg Ergo Style fluoreszierend (2,4) und McNeill Ergo-Light 900 DIN (2,5).

Schulranzen-Test: Gefahr durch Schadstoffe?
Wenn es um Produkte für Kinder geht, spielen auch die Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle. Die Zeitschrift ÖKO-TEST hatte in ihrem Jahrbuch für 2008 einen Schulranzen-Test durchgeführt und 12 Modelle auf Schadstoffe untersucht – mit einem wenig erfreulichen Ergebnis: Alle Schulranzen wurden hinsichtlich der Schadstoffbelastung mit ungenügend bewertet!

Die Stiftung Warentest prüfte im Schulranzen-Test Anfang 2009 aber ebenfalls auf Schadstoffe (u.a. auf Phthalat-Weichmacher) und hatte nichts zu beanstanden – offenbar haben die Schulranzen-Hersteller inzwischen also dazugelernt.

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