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Schürfwunde bei Kindern richtig behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Beim Spielen oder beim Fahrradfahren ist ein Sturz schnell passiert. Eine Schürfwunde sieht bei Kindern zwar schlimm aus, aber meistens sind die Verletzungen nur oberflächlich. Lesen Sie, wie Sie Erste Hilfe leisten und Ihr Kind richtig verbinden.

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Schürfwunde bei Kindern richtig behandeln

Schürfwunde bei Kindern richtig behandeln

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Was ist eine Schürfwunde?

Ist nur die oberste Hautschicht verletzt, spricht man von einer Schürfwunde. Sie tritt zum Beispiel bei Kindern auf, wenn diese vom Rad stürzen und über den Boden rutschen. Die Wunde ist meistens großflächig und blutet gering. Ist nur die Oberhaut verletzt, tritt das Blut punktförmig aus. Allerdings kann Gewebewasser austreten, das heißt die Wunde nässt.

Schürfwunde behandeln

Bei Kindern hilft erst einmal eine trostreiche Umarmung gegen den Schreck und den Schmerz. Oft empfinden Kinder eine in ein sauberes Geschirrtuch gewickelte Kühlkompresse angenehm. Zunächst mit der Hand oder einer Pinzette kleine Fremdkörper wie Steinchen entfernen und die Schürfwunde am besten unter lauwarmem Leitungswasser reinigen, zum Beispiel unter der Dusche.

Die Desinfektion mit jodhaltigen Mitteln wird nicht mehr empfohlen, da allergische Reaktionen auftreten können. Ist die Wunde klein, braucht sie keine weitere Behandlung. Großflächige, stark verschmutzte Verletzungen mit Wunddesinfektionsmittel behandeln. Dadurch verringert sich die Zahl der Erreger. Praktisch ist ein Spray, weil Sie die Wundfläche nicht berühren müssen.

Wann braucht die Schürfwunde ein Pflaster?

Ein Pflaster deckt die Wunde ab und schützt sie so vor Krankheitserregern. Bei kleinen Verletzungen ist nicht unbedingt ein Pflaster erforderlich, aber Kinder fühlen sich oft besser wenn die blutige Stelle mit einem bunten Schutz verdeckt ist. Für großflächige Schürfwunden bei Kindern eignen sich sterile Salbenkompressen, die mit elastischen Mullbinden fixiert werden. Aber bei so großen Verletzungen ist es besser, stets einen Arzt zu konsultieren.

Heilungsprozess bei Schürfwunden

Wenn sich Schorf auf der Wunde bildet, kann das Pflaster abgenommen werden. Das passiert meistens nach einem Tag. Wenn Kinder am Schorf pulen, können allerdings Erreger in die Wunde eindringen. Bei diesen Kindern ist es besser, die Wunde weiterhin mit einem Pflaster abzudecken. Der Schorf fällt von alleine ab, wenn sich eine neue Oberhautschicht gebildet hat. Kontrollieren Sie unbedingt den Genesungsverlauf der Schürfwunde. Treten Schwellungen und Rötungen auf oder beginnt die Wunde sogar zu eitern, suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Moderne Pflastergeneration

Inzwischen gibt es sogenannte hydroaktive Pflaster. Sie enthalten eine Art Gel, das die Wunde vor dem Austrocknen schützt. Dadurch heilt die Wunde schneller ab ohne eine Schorfschicht zu bilden. Weil das Pflaster nicht mehr mit dem Schorf verklebt, ist der Wechsel der Wundauflage viel angenehmer.

Vorsicht Tetanus!

Überprüfen Sie bei jeder Verletzung, ob noch ausreichend Schutz gegen Tetanus besteht. Die letzte Impfung sollte höchstens fünf Jahre zurückliegen. Ansonsten den Arzt kontaktieren und die Impfung auffrischen.

Bildnachweis: cicisbeo / stock.adobe.com

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