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Schmerz – das Alarmsystem unseres Körpers

Lesezeit: 2 Minuten Jeder Mensch hat in seinem Leben schon mindestens einmal Schmerzen erlitten. Sei es wegen einer Krankheit oder eines Unfalls. Leider neigen wir heutzutage sehr leicht dazu, den Schmerz mittels Medikamente zum Schweigen zu bringen, statt auf den tieferen Sinn seines Vorhandenseins zu hören

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Schmerz – das Alarmsystem unseres Körpers

Schmerz – das Alarmsystem unseres Körpers

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Schmerzmittel zum Betäuben der Schmerzen

Natürlich ist es manchmal besser, starke Schmerzen zu betäuben und den Heilungsprozess dadurch zu fördern. Allerdings gehen wir sehr leichtfertig mit den Segnungen der Pharmaindustrie um, wenn wir wegen jedem kleinen Wehwehchen sofort zur Tablette greifen.

Wozu ist der Schmerz denn eigentlich da?

Er sagt uns, dass wir etwas Falsches mit unserem Körper gemacht haben, wenn wir uns zum Beispiel überanstrengen, oder er sagt uns, dass wir uns Ruhe gönnen sollten, wenn wir zum Beispiel an einer Erkältung leiden. Schmerz ist also grundsätzlich positiv zu bewerten. Er zeigt uns, wo wir etwas ändern müssen, um gesund weiterleben zu können.

Was bewirkt die ständige Blockierung des Schmerzes?

Wenn wir dazu neigen, uns sofort mittels Pharmazie zum Funktionieren zu bringen, um den vermeintlichen gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden zu können, schaden wir uns und unserer Gesundheit selbst. Zum Einen übergehen wir damit die leisen Warnsignale des Körpers, bis wir eines Tages vor einer so massiven Beeinträchtigung stehen, dass wir damit wirklich unser Leben aufs Spiel gesetzt haben. Zum Anderen züchten wir geradezu organische Schwächen, denn jedes Medikament hat nicht nur Wirkung, sondern auch Nebenwirkung auf unseren Körper, vergiftet uns damit und macht uns anfälliger für Krankheiten, da unser Körper verlernt hat, alleine mit einer Infektion umzugehen.

Leichtfertiger Umgang mit Schmerz-Medikamenten

Ein gutes Beispiel sind Antibiotika. Wir kennen ihre segensreiche Wirkung sehr gut, allerdings gehen wir so unbedacht damit um, dass heutzutage in einem Schweineschnitzel mehr Antibiotika stecken können als in einer handelsüblichen Packung vom Apotheker. Die Folgen sind klar vorherzusehen: Je mehr wir davon im gesunden Zustand zu uns nehmen, um so weniger wirken diese Medikamente dann im Ernstfall. Der Körper hat sich bereits daran gewöhnt und kann mit dem Wirkstoff nichts mehr anfangen, wenn er ihn nötig brauchen würde.

Schmerz aus Sicht der Schulmedizin

Leider ist auch die Schulmedizin größtenteils zur reinen Symptombekämpfung verkommen. Wichtig ist nicht mehr, den Patienten gesund zu machen, sondern ihn funktional zu halten für den Arbeitsplatz, damit er/sie unter jeden Umständen seine/ihre Leistung erbringen kann.

Dass der Körper dabei auf der Strecke bleibt und die Ursachen des Symptoms nebensächlich geworden sind, stört uns heute nicht mehr allzu sehr. Wir haben ein Bild in der Leistungsgesellschaft aufrechtzuerhalten, dass für Schmerzen und Krankheiten keinen Platz hat. Und da auch Ursachenfindung und Heilungsprozesse ihre Zeit brauchen, geht die Schulmedizin den einfacheren Weg, nämlich Symptome wegzumachen und die Ursache zuzudecken, bis sie sich schließlich mit extremen Erkrankungen wie Krebs, Diabetes und dergleichen endlich Bahn bricht.

Was können wir tun?

Wir können lernen, wieder auf unseren Körper zu hören, die leisen Botschaften zu beachten, statt sie zu unterdrücken, Auszeiten zu nehmen, wenn es nötig ist, statt krank in die Arbeit zu gehen und uns Zeit geben, wirklich gesund zu werden. Wir können unsere Ernährungsgewohnheiten verändern, unsere Ruhezeiten einhalten, Überlastungen zugeben und achtsam mit dem Segen der Pharmaindustrie umgehen.

Schließlich ist Vorbeugen besser als Heilen, und Vorbeugen ist nur möglich, wenn man sein Schmerzempfinden im Auge behält und aktiv daran arbeitet, gesund zu bleiben.

Bildnachweis: puhhha / stock.adobe.com

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