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Schlangenmittel – Wann wird Naja tripudians eingesetzt?

Lesezeit: 2 Minuten Hinterhältig, eifersüchtig und gefährlich – Schlangen genießen nicht gerade einen guten Ruf in unserer Gesellschaft. Dennoch ist die Schlange als Wahrzeichen des Heilens im Aeskulab-Stab, dem Symbol der Ärzte, verewigt. Wann sind Schlangenmittel das passende homöopathische Mittel? Sie die Patienten wirklich so eifersüchtig und gefährlich?

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Schlangenmittel – Wann wird Naja tripudians eingesetzt?

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Das Gift von Schlangen wird in niedrigen Dosierungen schon seit Jahrtausenden in der Medizin verwendet. In der Homöopathie sind einige Schlangenmittel bekannt, an erster Stelle Lachesis. Aber auch sogenannte kleinere Schlangenmittel finden oft Anwendung bei verschiedensten Krankheiten.

Das psychische Bild von Naja tripudians (Kobra)

Naja tripudians, die Kobra, ist ein homöopathisches Mittel, das bekannt für sein Brüten ist. Naja brütet über Symptome, die der Arzt als hysterisch, eingebildet oder hypochondrisch bezeichnet hat. Auch über Probleme mit ihren Mitmenschen kann Naja ewig nachdenken.

Bei Entscheidungen tut sich der Naja-Patient schwer. Er überlegt hin und her, überdenkt alle Konsequenzen und fürchtet doch die falsche Wahl zu treffen. Manchen Menschen mag dies als berechnend erscheinen, oft erweckt der Naja-Patient aber auch einen unsicheren Eindruck.

Alleine gelassen und sprachlos

Wie alle Schlangen fühlt sich Naja alleine gelassen und vernachlässigt. Die dominante Art seiner Mitmenschen verschlägt ihm die Sprache. Naja Patienten haben oft ein Problem damit, sich auszudrücken. Probleme diskutieren sie mit sich selber aus und zu Aggressionen kommt es höchst selten, wie bei der echten Kobra. Wenn eine gewisse Schwelle allerdings überschritten ist, kann Naja sehr böse werden.

Spaltung in Psyche und Körper

Spaltung ist eine Thematik, die sich durch das Leben des Naja Patienten zieht. Es kann die innere Spaltung zwischen dem Pflichtbewusstsein anderen gegenüber und der eigenen Bedürfnisverwirklichung sein. Im körperlichen Bereich drückt sich die Spaltung durch einseitige Kopfschmerzen und Migräne (eher links) aus. Auch Kopfschmerzen entlang des Scheitels sind typisch.

Naja tripudians (Kobra) – ein Mittel für Herzkrankheiten

Viele Symptome finden sich zudem im Hals- und Brustbereich. Eine Hypertrophie des Herzens sowie akute und chronische Herzentzündungen (Endokarditis) oder Herzbeschädigungen nach Infektionskrankheiten können ins Behandlungsspektrum fallen – aber auch nervöses Herzflattern ohne konkrete Ursache. Dazu können sich schmerzhafte Stiche in der Herzregion bemerkbar machen. Der Blutdruck ist meist niedrig. Zusammen mit den Herzsymptomen können Kopfschmerzen in Stirn und Schläfen auftreten.

Wie alle Schlangen hat Naja Probleme mit enger Kleidung vor allem am Hals und kann zu trockener Haut und Ekzemen neigen. Ein trockener Husten tritt ebenfalls aufgrund einer Herzerkrankung auf.

Fazit:

Ein typisches Konstitutionsmittel für kranke Herzen. Akut wird Naja wohl sehr selten verschrieben, höchstens bei Herzentzündungen. Durch eine ausführliche Anamnese kann der/die erfahrene HomöopathIn dieses Mittel wählen.

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