Naturheilkunde Praxistipps

Schlafstörungen mit Melisse behandeln

Lesezeit: 2 Minuten Melisse ist die sanfteste unter den Nervenpflanzen und hilft gut gegen Schlafstörungen. Sie wird auch von Kindern gerne getrunken und beruhigt nebenbei das Bauchweh. Lernen Sie, wie Sie Melisse anwenden, selbst anbauen und trocknen können.

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Schlafstörungen mit Melisse behandeln

Schlafstörungen mit Melisse behandeln

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Zum Abschluss der Artikelserie über Heilpflanzen bei Schlafstörungen möchte ich die Melisse behandeln. Sie ist die wohl sanfteste, man möchte sagen zärtlichste, der besprochenen Pflanzen und kann auch Kindern ohne Probleme gegeben werden. Auch geschmacklich ist diese Heilpflanze wunderbar sanft. Leider ist dies auch der Grund dafür, dass es schwierig ist, Melisse in guter Qualität als Teedroge zu bekommen.

Sie geht schnell dahin und verliert ihren wunderbaren Geruch und damit den Großteil ihrer Wirkung. Die Lösung ist einfach: Melisse wächst gern und verbreitet sich einfach und schnell. Wenn Sie kein eigenes Stück Erde zur Verfügung haben, tut es auch das Fensterbrett.

Man kann dann den Tee entweder frisch zubereiten oder eine kleine Menge als Vorrat selbst sorgfältig trocknen. Wichtig ist es Melisse vor der Blüte zu ernten, dann schmeckt und wirkt sie am besten.

An dieser Stelle ein Wort zur Unsitte, Kräuter in Sträußen zum Trocknen aufzuhängen. Das klappt bei 30 Grad und geringer Luftfeuchtigkeit, in Deutschland also fast nie. Ansonsten kommt es im Inneren des Straußes fast immer zu Fermentationsprozessen, die der späteren Heilwirkung abträglich sind. Außerdem staubt das ganze fürchterlich ein.

Also die frische Heilpflanze mutig mit der Gartenschere oder einem scharfen Messer kleingeschnitten und auf Zeitung ausgebreitet. Nach zwei bis drei Tagen kann man die getrocknete Heilpflanze dann in Tüten, Dosen oder Gläser füllen. Bitte nie stopfen, wegen der Restfeuchte. Direkte Sonne sollte man vermeiden und im Notfall mal kurz bei niedrigster Stufe und offener (!) Tür im Backofen trocknen.

Die Heilpflanze Melisse (Melissa officinalis L.)

Melisse, oft auch Zitronenmelisse genannt, gehört zu den Lippenblütlern, den Labiatae oder Laminaceae. Sie ist ausdauernd, wird etwa einen halben Meter hoch und verbreitet sich gerne. Der Geruch ist charakteristisch, insbesondere beim Zerreiben der Blätter tritt er deutlich zu Tage. Der wichtigste Inhaltsstoff, das ätherische Melissenöl, besteht aus einer Reihe von Komponenten u. a. Caryophyllen und Citronellal. Außerdem gibt es u. a. grüne Gerbstoffe und Farbstoffe.

Bei welcher Art Schlafstörungen Melisse passt

Melisse wirkt immer nervenberuhigend und kann daher bei allen Arten von Schlafstörungen eingesetzt werden. Man wird sie oft in Mischungen verwenden. Günstig ist die Anwendung als Einzeldroge bei Kindern, dann gerne mit einem guten Honig vom Imker, bitte nicht das Zeug aus der Fabrik!

Die Anwendung von Melisse bei Schlafstörungen

Der Möglichkeiten sind viele. Von dem bekannten Melissengeist möchte ich bei Kindern dringend abraten und auch die Fettleber mancher an sich abstinenten älteren Dame mag sich durch diese „Medizin“ erklären. Bekannte Produkte haben immerhin über 50% Alkohol.

Wir trinken also wieder einmal Tee, gerne drei Teelöffel auf eine Tasse, dreimal täglich. So ist die Nervenwirkung sichergestellt. Melisse kann in Mischungen verwendet werden, zum Beispiel mit Hafer und Johanniskraut. Auch das Melissenvollbad beruhigt angenehm.

Bildnachweis: Melica / stock.adobe.com

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