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Schlafapnoe erhöht Risiko für Herzerkrankungen und Bluthochdruck

Lesezeit: < 1 Minute Ausreichender und entspannter Schlaf ist sehr wichtig für ein gesundes Herz und einen niedrigen Blutdruck. Schlafmangel und Störungen in der Nacht dagegen belasten den Kreislauf und können sogar Bluthochdruck verursachen. Wissenschaftler untersuchten nun die Auswirkungen von Atemaussetzern, der Schlafapnoe, auf den Blutdruck in einer groß angelegten Studie – mit klaren Ergebnissen.

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Schlafapnoe erhöht Risiko für Herzerkrankungen und Bluthochdruck

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Wenn der Atem aussetzt: Gefährliche Schlafapnoe

Im Schlaf entspannen Geist und Körper. Das gilt auch für die Muskulatur im Gesicht und am Kiefer. Fällt der Kiefer zurück und ist das Gewebe ganz entspannt, kommt es bei vielen Patienten nicht nur zum Schnarchen – was den Schlaf im übrigens auch beim Betroffenen stört – sondern sogar zu Atemaussetzern. Die sogenannte Schlafapnoe kann zu Atemstillständen von mehr als 30 Sekunden führen. Treten sie jede Nacht auf, hat das intensive Auswirkungen auf die Sauerstoffversorgung und indirekt auch auf die Stoffwechselvorgänge. Viele Patienten müssen deshalb mit speziellen Atemmasken schlafen, um die Atemwege frei zu halten.

Veränderungen in den Blutwerten bei Schlafapnoe

Forscher untersuchten nun mehr als 30 Patienten im Schlaflabor. Eine Nacht schliefen die Probanden mit ihrer Atemmaske, die zweite Nacht ohne. Alle 20 Minuten wurde über einen Zugang Blut abgenommen und hinsichtlich der typischen Blut- und Stoffwechselwerte überprüft. Es zeigten sich deutliche Anstiege bei den Blutfettwerten und beim Stresshormon Cholesterol. Auch der Blutzuckerwert stieg deutlich an. All diese Faktoren erhöhen das Risiko und die Wahrscheinlichkeit, einen Bluthochdruck und Diabetes zu entwickeln.

Die Folgen für das Herz und den Blutdruck

Vor allem für die Blutgefäße ist der Anstieg dieser Werte ein Problem. Es kommt vermehrt zu Ablagerungen in den Gefäßen, welche dadurch ihre Flexibilität verlieren. Die Folgen sind bekannt: Der Blutdruck steigt an und über eine Verstopfung der verengten Gefäße drohen Herzinfarkt und Schlaganfall. Die durch Schlafapnoe sowieso schon verschlechterte Sauerstoffversorgung macht die Gefährdung noch dramatischer.

Unbedingt (be)handeln: Hinweise auf eine Schlafapnoe sollten Betroffene unbedingt ernst nehmen. Im Schlaflabor lassen sich die Atemaussetzer feststellen und die Behandlung mit einer Atemmaske planen. Unbehandelt drohen schwerwiegende gesundheitliche Folgen.

Quelle: Reuters

Bildnachweis: Zerbor / Adobe Stock

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